U 880 war ein U-Boot vom Typ IX C/40, das von der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg in der Atlantikschlacht eingesetzt wurde.

Geschichte Der Bauauftrag wurde am 2. April 1942 an die AG Weser in Bremen vergeben. Die Kiellegung erfolgte am 17. Februar 1943, die Indienststellung folgte am 11. Mai 1944 unter Kapitänleutnant Gerhard Schötzau. Die Ausbildung fand bei der 4. U-Flottille in Stettin statt, dort wurde der Kurier getestet. Am 11. Januar 1945 verlegte U 880 zusammen mit U 927 von Kiel nach Horten, dort wurden Schorchelübungen im Oslofjord durchgeführt. Anschließend lief das Boot am 23. Januar 1945 über Kristiansand zu seiner ersten Feindfahrt in den Nordatlantik aus. Dort war es der Gruppe Seewolf zugeteilt, diese war die letzte Angriffsgruppe des Unternehmens Paukenschlag. Anstatt Reservetorpedos sollten Fracht und Material in den Oberdeckstuben transportiert werden.

Wegen technischer Probleme mit dem Schnorchel musste das Boot am 29. Januar sowie am 2. Februar 1945 wieder zurück nach Bergen. Nach vollendeten Reparaturen operierte das Boot im Atlantik, legte eine Wetter-Boje, konnte während seiner Dienstzeit keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Verbleib Am 16. April 1945 wurde U 880 durch die Geleitzerstörer USS Frost und USS Stanton mit Artillerie sowie Hedgehogs angegriffen und versenkt, wobei die gesamte 49-köpfige Besatzung starb. mini|Finthammer, Schötzau, Nieland, Uhde (Teile der Besatzung)

Literatur April 1945 – Report of Antisubmarine Action by Surface Ships and Antisubmarine Action by Surface Ship War Diary USS Stanton, USS Frost. National Archiv, Washington D.C. USA.U-Bootsversenkungen 15. und 16. April 1945 lt. Kriegstagebücher Zerstörer USS Stanton und USS Frost. Günther W. Gellermann: Geheime Reichssache – Geheime Kommandosache. Rätselhafte Fälle aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. E. S. Mittler & Sohn GmbH, Hamburg u. a. 2002, ISBN 3-8132-0784-6.Weitere Angaben zu U 880 mit Fotos von U 880 und ein handschriftliches Schreiben von Großadmiral Karl Dönitz und weiterführende Angaben zur Versenkungsnacht 15. zum 16. April 1945. Axel Niestlé: German U-Boat Losses During World War II. Details of Destruction. Naval Institute Press, Annapolis MD 1998, ISBN 1-55750-641-8.U-Boots-Verlustdaten. Eberhard Rössler: Die deutschen U-Boote und ihre Werften. 2 Bände (Bd. 1: U-Bootbau bis Ende des 1. Weltkrieges, Konstruktionen für das Ausland und die Jahre 1935–1945 (Teil 1). Bd. 2: Der deutsche U-Bootbau in den Jahren 1935–1945 (Teil 2) sowie der U-Bootbau in der Bundesrepublik Deutschland.). Bernard & Graefe, München 1979–1980, ISBN 3-7637-5213-7 (Bd. 1), ISBN 3-7637-5218-8 (Bd. 2).Angaben zu technischen Daten über U-Boote.

Weblinks Informationen über U 880 auf uboat.net (engl.)

Einzelnachweise

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