mini|hochkant|alternativtext=Ein Foto von 2 Trophäen bei der Verleihung der Gläsernen Bären|Gläserne Bären (2025) Der Gläserne Bär ist ein Kinder- und Jugendfilmpreis, der seit 1994 jährlich bei den Berliner Filmfestspielen von einer Kinder- und einer Jugendjury vergeben wird. Vorläufer war von 1986 bis 1993 der Preis der Kinderjury, den zunächst jährlich nur ein Film erhielt. Ab 1992 wurden jeweils ein Spielfilm und ein Kurzfilm für diesen Preis ausgewählt. 1994 erfolgte in Analogie zu den übrigen Preisen der Berlinale die Umbenennung des Preises in Gläserner Bär. 2004 wurden für jedes Jahr zusätzlich zwei Gläserne Bären im Jugendfilmwettbewerb 14plus eingeführt. Insgesamt werden jährlich demnach vier Gläserne Bären in den beiden Sektionen Generation Kplus und Generation 14plus verliehen.

Geschichte Das erstmals im Rahmen der Berlinale 1978 veranstaltete Kinderfilmfest zeigte als Sektion der Berlinale eine aktuelle Auswahl internationaler Spiel- und Kurzfilme für ein junges Publikum und galt schon damals in diesem Bereich als eine der wichtigsten Plattformen weltweit. Im Rahmen des Kinderfilmfests wurde ab 1986 der Preis der Kinderjury vergeben. Die Jurymitglieder im Alter zwischen 11 und 14 Jahren stammen aus dem Kreis derjenigen, die im Vorjahr über die Filmfragebögen Kommentare zu Filmen der Sektion abgegeben haben. 1992 kam der Preis der Kinderjury für einen Kurzfilm hinzu. 1994 erhielten die beiden Preise die Bezeichnung Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Film und Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm.

Eine Erweiterung um den Jugendfilmwettbewerb 14plus (für Jugendliche ab 14 Jahren) erfolgte auf der Berlinale 2004. Zur Berlinale 2007 wurde die Sektion in Generation umbenannt. Entsprechend wurden die Namen der Wettbewerbe in Generation Kplus und Generation 14plus geändert. Die Gläsernen Bären im Wettbewerb Generation 14plus für den besten Spielfilm und seit 2008 zusätzlich für den besten Kurzfilm vergibt eine fünfköpfige Jury von Jugendlichen.

Insgesamt werden jährlich demnach vier Gläserne Bären in den beiden Sektionen Generation Kplus und Generation 14plus von einer Kinder- und einer Jugendjury verliehen, die von der Festivalleitung offiziell berufen werden. Außerdem wird in der Regel je Kategorie eine Lobende Erwähnung für weitere gute Wettbewerbsbeiträge ausgesprochen.

Preisträger Kinderfilmfest und Generation KPlus 1980er Jahre mini|Ben Sombogaart, Regisseur des Preisträgerfilms 1989 1987 Henri – Regie: Francois Labonte: Preis der Kinderjury 1988 Hasenherz – Regie: Gunter Friedrich: Preis der Kinderjury 1989 Mijn vader woont in Rio – Regie: Ben Sombogaart: Preis der Kinderjury

1990er Jahre mini|hochkant|Schuyler Fisk (2009) spielte in Mein Freund Joe Protagonistin Joe 1990 Kunst & vliegwerk – Regie: Karst van der Meulen: Preis der Kinderjury 1991 Vincent And Me – Regie: Michael Rubbo: Preis der Kinderjury 1992 Hou yan shan lei de gu shou – Regie: Guang Chunlan: Preis der Kinderjury Capital P – Regie: Stephen Barnes: Preis der Kinderjury (Kurzfilm) 1993 Det skaldede spoegelse – Regie: Brita Wielopolska: Preis der Kinderjury Rinnsteinpiraten – Regie: Christina Schindler: Preis der Kinderjury (Kurzfilm) 1994 No Worries – Regie: David Elfick: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Binke kan inte flyga – Regie: Lennart Gustafsson: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Posledniye Kholoda – Regie: Bulat Kalymbetov, Bulat Iskakov: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus 1995 De Tasjesdief – Regie: Maria Peters: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Munks un lemijs - Lidojam – Regie: Nils Skapans: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm# Wrony – Regie: Dorota Kedzierzawska: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus 1996 Mein Freund Joe (Deutschland, Irland) – Regie: Chris Bould: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm The Forgotten Toys (Das vergessene Spielzeug; Großbritannien) – Regie: Graham Ralph: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Bonjour Timothy – Regie: Wayne Tourell: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus 1997 Flug des Albatros (Deutschland, Neuseeland): Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm La grande migration (Die große Vogelwanderung): Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm The Whole Of The Moon – Regie: Ian Mune: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Ozonfisk – Regie: Ingebjörg Torgersen: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 1998 Where The Elephant Sits (USA) – Regie: Mark Lowenthal: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Haenderne op (Dänemark) – Regie: Morten Henriksen: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Sanning eller konsekvens – Regie: Christina Olofson: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Kisten – Regie: Jan Konings: Nattflykt von Klaus Härö 1999: The Tic Code (USA) – Regie: Gary Winick: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Theis und Nico (Originaltitel: Bror, min bror; Dänemark) – Regie: Henrik Ruben Genz: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Bare skyer beveger stjernene – Regie: Torun Lian und Pete's Meteor – Regie: Joe O'Byrne: Lobende Erwähnungen in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Flugsoppan – Regie: Lennart Gustafsson, Ylva-Li Gustafsson: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm

2000er Jahre mini|Yasmin Ahmad, Regisseurin des Preisträgerfilms 2007 2000: Tsatsiki – Tintenfische und erste Küsse (Originaltitel: Tsatsiki, Morsan och Polisen; Dänemark) – Regie: Ella Lemhagen: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm En djevel i skapet (Ein Teufel im Schrank; Norwegen) – Regie: Lars Berg: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Mr. Rice's Secret – Regie: Nicholas Kendall: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Nattflykt – Regie: Klaus Härö: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2001: Nur Mut, Jimmy Grimble (Originaltitel: There's Only One Jimmy Grimble, Großbritannien) – Regie: John Hay: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Hooves Of Fire (Feuerhufe; Großbritannien) – Regie: Richard Goleszowski: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm The Testimony Of Taliesin Jones – Regie: Martin Duffy: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm O Branco – Regie: Ângela Pires, Liliana Sulzbach: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2002: Glasskår (Einschnitte; Norwegen, Schweden) – Regie: Lars Berg: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Mabul (Sintflut; Israel) – Regie: Guy Nattiv: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Klatretøsen – Regie: Hans Fabian Wullenweber und A Passage To Ottawa – Regie: Gaurav Seth: Lobende Erwähnungen in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Tornehekken – Regie: Anita Killi und Delivery Day – Regie: Jane Manning: Lobende Erwähnungen in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2003: Elina (Schweden, Finnland) – Regie: Klaus Härö: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Le Trop Petit Prince (Der zu kleine Prinz, Frankreich) – Regie: Zoia Trofimova: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Miss Entebbe – Regie: Omri Levy und El Viaje de Carol – Regie: Imanol Uribe: Lobende Erwähnungen in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Birju – Regie: Heeraz Marfatia: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2004: Magnifico (Film) (Philippinen) – Regie: Maryo J. delos Reyes: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Nuit d'orage (Gewitternacht; Kanada) – Regie: Michèle Lemieux: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Die Blindgänger – Regie: Bernd Sahling und La prophétie des grenouilles – Regie: Jacques-Rémy Girerd: Lobende Erwähnungen in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Circuit Marine – Regie: Isabelle Favez: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2005: Bluebird (Niederlande) – Regie: Mijke de Jong: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm The Djarn Djarns (Australien) – Regie: Wayne Blair: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Ikke Naken – Regie: Torun Lian und Italianetz – Regie: Andrei Kravchuk: Lobende Erwähnungen in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Does God Play Football? – Regie: Michael Walker und Vent – Regie: Erik van Schaaik: Lobende Erwähnungen in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2006: Drømmen (Der Traum; Dänemark, Großbritannien) – Regie: Niels Arden Oplev: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Aldrig en absolution (Niemals ein Freispruch; Schweden, USA) – Regie: Cameron B. Alyasin: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Ang Pagdadalaga ni Maximo Oliveros – Regie: Auraeus Solito: Lobende Erwähnungen in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm O Kleftis – Regie: Irina Boiko: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2007: Dek Hor (Das Internat; Thailand) – Regie: Songyos Sugmakanan: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Menged (Unterwegs; Äthiopien, Deutschland) – Regie: Daniel Taye Workou: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Mukhsin – Regie: Yasmin Ahmad: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Land gewinnen – Regie: Marc Brummund: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2008: Buda Az Sharm Foru Rikht (Buddha zerfiel vor Scham; Iran, Frankreich) – Regie: Hana Makhmalbaf: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Nana (Australien) – Regie: Warwick Thornton: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Die zehn Leben der Titanic (Titanics ti liv; Norwegen) – Regie: Grethe Bøe: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm New Boy – Regie: Steph Green: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2009: Ich schwör’s, ich war’s nicht! (Originaltitel: C’est pas moi, je le jure!; Kanada) – Regie: Philippe Falardeau: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Ulybka Buddy (Buddhas Lächeln; Russland) – Regie: Bair Dyshenov: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Max Pinlig – Regie: Lotte Svendsen: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Oh, My God! – Regie: Anne Sewitsky: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm

2010er Jahre mini|Sanna Lenken, Regisseurin des Preisträgerfilms 2015 2010: Shui Yuet Sun Tau (Echo des Regenbogens; Hongkong, China) – Regie: Alex Law: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Franswa Sharl (Australien) – Regie: Hannah Hilliard: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm This Way of Life – Regie: Thomas Burstyn: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Indigo – Regie: Jack Price: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2011: Keeper'n til Liverpool (The Liverpool Goalie, Norwegen, Regie Arild Andresen) – Regie: Arild Andresen: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Lily (Australien) – Regie: Kasimir Burgess: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm Mabul – Regie: Guy Nattiv: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Minnie Loves Junior – Regie: Andy Mullins, Matthew Mullins: Lobende Erwähnung in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm 2012: Arcadia (USA) – Regie: Olivia Silver: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Spielfilm Julian (Australien) – Regie: Matthew Moore: Gläserner Bär in der Sektion Kplus für den besten Kurzfilm