mini|Odette Joyeux (1948) Odette Joyeux (* 5. Dezember 1914 in Paris; † 26. August 2000 in Grimaud) war eine französische Schauspielerin und Schriftstellerin.

Leben Als junges Mädchen erhielt Odette Joyeux eine Ausbildung als Tänzerin an der berühmten Pariser Oper, wurde dann aber als Filmschauspielerin und Schriftstellerin tätig. Sie war vor allem im französischen Film der 1930er Jahre und der 1940er Jahre erfolgreich; später trat sie noch im Max-Ophüls-Film Der Reigen hervor.

Odette Joyeux veröffentlichte etwa ein Dutzend Bücher, von denen jedoch nur einige wenige in Deutschland veröffentlicht wurden. Größere Beachtung erfuhr der autobiographisch geprägte Roman Côté Jardin (dt. Titel: Ballettzauber), in dem die Autorin eigene Erlebnisse aus ihrer Zeit als Ballettschülerin der Pariser Oper schildert und einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen auf die harte, oft verkannte Welt des klassischen Balletts gewährt. 1966 wurde das Buch unter dem Titel L’âge heureux von Philippe Agostini verfilmt und als Die verbotene Tür in vier Teilen im deutschen Fernsehen gesendet. In dem stimmungsvollen Film spielte Odette Joyeux selbst die Mutter der kindlichen Hauptdarstellerin Delphine Desyeux.

Von 1935 bis 1945 war Joyeux mit dem bekannten französischen Schauspieler Pierre Brasseur verheiratet, mit dem sie den 1936 geborenen Sohn Claude hatte, der ebenfalls ein bekannter Schauspieler wurde. 1958 heiratete Odette Joyeux in zweiter Ehe den Kameramann und Regisseur Philippe Agostini.

Veröffentlichungen (Auswahl) Ballettzauber. Goldmann Verlag, München 1974, ISBN 3-442-20110-1 (neue Ausgabe: Delphine über den Dächern. Ein Ballettroman aus Paris. Aus dem Französischen von Hildegard Lest. Insel Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-458-36494-8).

Filmografie (Auswahl) Als Darstellerin 1934: Lac aux dames 1936: Valse éternelle (französische Version von Hoheit tanzt Walzer) 1936: Hélène 1937: Trois artilleurs au pensionnat 1938: La Glu 1938: Grisou 1938: Altitude 3.200 1938: Theaterliebe (Entrée des artistes) 1941: Notre-Dame de la mouise 1942: Le lit à colonnes 1942: Lettres d’amour 1942: Liebesheirat (Le mariage de chiffon) 1943: Le baron fantôme 1943: Irrwege der Herzen (Douce) 1944: Les petites du quai aux fleurs 1945: Échec au roy 1946: Sylvia und das Gespenst (Sylvie et le fantôme) 1946: Messieurs Ludovic 1946: Leçon de conduite 1947: Für eine Liebesnacht (Pour une nuit d’amour) 1948: Scandale 1949: Dernière heure, édition spéciale 1950: Der Reigen (La ronde) 1956: Si Paris nous était conté

Als Drehbuchautorin 1956: Meine Frau, mein Junge und ich … (Ma femme, mon gosse et moi) 1962: Dr. Malbus verschwand um vier (Rencontres)

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Einzelnachweise

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