Die Wartbarkeit (, oder ) von Software ist die Einfachheit, mit der ein Softwaresystem oder eine Softwarekomponente modifiziert werden kann, um Fehler zu beheben, Performanz oder andere Attribute zu verbessern oder Anpassungen an die veränderte Umgebung vorzunehmen.

Bedeutung Wartbarkeit ist umso wichtiger je größer die geplante Verwendungsdauer der Software ist je geringer die Verfügbarkeit von Experten für das Sachgebiet ist

Wichtige Kriterien für die Wartbarkeit von Software sind: die Dokumentation, insbesondere die exakte Spezifikation von Schnittstellen (Interfaces) eine tragfähige, skalierbare und erweiterbare Architektur ein übersichtliches Design, das auch allgemein bekannte und anerkannte Entwurfsmuster nutzt eine hohe Kohäsion und lose Kopplung der Module ein modularer, stark gegliederter Aufbau (Zerlegung in elementare, einzeln testbare Einheiten) die Vermeidung von Duplikaten (DRY-Prinzip) übersichtlicher und gut kommentierter Code, der die lokale Verständlichkeit gewährleistet in das Programm eingebaute Prüfungen von Schnittstellenbedingungen (Design by Contract) ein möglichst großer Umfang von automatisch ausführbaren Tests für das System

die Abwesenheit von Sprunganweisungen („GOTO“-Befehlen) das Vermeiden globaler Variablen die Parametrisierbarkeit von Funktionen bzw. Methoden in das Programm eingebaute Prüfungen der Annahmen, die der Programmierer über Programmzustände hat (Assertionen)

Zur Bestimmung der Wartbarkeit wird basierend auf Zeilenmetriken, McCabe- und Halstead-Metriken der Wartbarkeitsindex (engl. ) errechnet.

Siehe auch Softwarewartung Evolvierbarkeit (Software) Support (Dienstleistung)

Literatur Ch. Bommer, M. Spindler, V. Barr: Softwarewartung – Grundlagen, Management und Wartungstechniken, dpunkt.verlag, Heidelberg 2008, ISBN 3-89864-482-0

Weblinks Tools zur Bestimmung der Wartbarkeit: Testwell CMT++ und CMTJava Berechnung der Wartbarkeit anhand eines Beispielprojektes (PDF-Datei; 737 kB) Einführung in Wartbarkeit, J. Meiert

Einzelnachweise

Kategorie:Softwaretechnik