Lambert Maria Wintersberger (* 23. April 1941 in München; † 28. Oktober 2013 in WalbourgStuttgarter Nachrichten 30. Oktober 2013 und domberger.de. Die Todesanzeige der Familie in der Süddeutschen Zeitung vom 9. November 2013 nennt demgegenüber den 29. Oktober als Todestag, ebenso die Mittelbadische Zeitung vom 9. November 2013.) war ein deutscher Maler. Gemeinsam mit Markus Lüpertz, Karl Horst Hödicke, Bernd Koberling gründete er die Gruppe Großgörschen 35 in Berlin. Sie gilt als eine der ersten so genannten „Produzentengalerien“ und hatte Modellcharakter. Wintersberger wurde für seine German Pop Art Gemälde, die Verletzungen thematisieren, bekannt.

Leben und Werk Wintersberger begann 1958 als Dekorations-, Kirchen- und Glasmaler sowie Mosaikbildner. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste München. Ab 1961 bis 1964 besuchte er die Accademia di Belle Arti in Florenz. In den darauffolgenden Jahren bis 1968 war er als freischaffender Künstler in Berlin tätig und gehörte dort der Gruppe Großgörschen 35 an. Zwischen 1966 und 1990 nahm Wintersberger als ordentliches Mitglied insgesamt elfmal an den jährlichen Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes teil.s. DKB: Ausstellungsbeteiligungen von 1951 bis 1994 / Wintersberger, Lambert Maria in: Kunstreport 1903-1995. Der Deutsche Künstlerbund im Überblick, Berlin/Bonn 1995. ISBN 3-929283-08-5 (S. 135)

Von 1974 bis 1977 übernahm er einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf. Er war mit der ehemaligen Beuysschülerin Dolores Wyss verheiratet.

Auszeichnungen 1968 erhielt er den Burda-Preis für Malerei in München. 1970 erhielt er den Preis für Malerei auf der 6. Biennale von Paris. 1992 wurde ihm der Preis des Centre Européen d'Actions Artistique Contemporaines (CEAAC) in Straßburg verliehen.

Bilder in öffentlichen Sammlungen In Deutschland Bonn: Kunstmuseum Dortmund: Museum am Ostwall Düren: Leopold-Hoesch-Museum Düsseldorf: Kunstmuseum Düsseldorf Frankfurt: Städel Museum Frankfurt: Sammlung Deutsche Bank Hannover: Sammlung Sprengel Künzelsau: Sammlung Würth Mülheim/Ruhr: Kunstmuseum Mülheim Recklinghausen Kunsthalle Recklinghausen Stuttgart: Staatsgalerie Stuttgart Stuttgart: Kunstmuseum Stuttgart Stuttgart: Daimler Art Collection Wolfsburg: Städtische Galerie Wolfsburg Zell a.H.: Museum Villa Haiss

In Belgien Gent: Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Holland Utrecht: Centraal Museum Utrecht

In Australien Sydney: Art Gallery of New South Wales

Ausstellungen (Auswahl) 1965 Großgörschen 35, Berlin 1966 Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München 1967 Neuer Realismus, Haus am Waldsee, Berlin 1967 Figurationen, Württembergischer Kunstverein Stuttgart 1968 Akt 68, Kunsthalle Recklinghausen 1968 Frühjahrsausstellung, Kunstverein Hannover 1969 Heute - Kunst in Deutschland, Kunsthalle Köln 1969 40 Deutsche unter 40, Museum Oslo 1969 Wilhelm-Morgner-Preis für experimentelle Kunst 1969, Soest 1969 6. Biennale der Jugend, Paris 1970 Kunstverein Kassel (mit Joachim Bandau) 1971 11. Biennale, São Paulo 1972 Szene Rhein-Ruhr, Gruga-Hallen, Essen 1976 Kunstverein Braunschweig (solo) 1978 Leopold-Hoesch-Museum, Düren (solo) 1982 Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München 1985 Badischer Kunstverein, Karlsruhe (solo) 1985 Kunsthalle Wilhelmshaven (solo) 1985 1945–1985: Kunst in der Bundesrepublik Deutschland, Nationalgalerie (Berlin) 1993 175 Jahre Badischer Kunstverein – Kunst der 90er Jahre, Badischer Kunstverein, Karlsruhe 2008 Stadthalle Kehl, Kehl am Rhein (solo) 2011 Forum Würth, Arlesheim (solo) 2014 Großgörschen 35, Haus am Kleistpark, Berlin 2014 Retrospektive, Museum Villa Haiss, Zell am Harmersbach (solo) 2014 GERMAN POP, Schirn Kunsthalle Frankfurt 2018 FIRST SELECTION, e.artis contemporary, Chemnitz 2026: GERMAN POP ART - Zwischen Provokation und Mainstream. Die Sammlung Heinz Beck zu Gast in der LUDWIGGALERIE, LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, 25. Januar 2026 bis 3. Mai 2026

Literatur Eckhart J. Gillen (Hrsg.): Großgörschen 35. Aufbruch zur Kunststadt Berlin 1964. Ausstellungskatalog mit Texten von Barbara Esch Marowski, Lothar C. Poll, Eckhard J. Gillen. Haus am Kleistpark in Kooperation mit der Kunststiftung Poll, Berlin 2014. Jens Kräubig: Lambert Maria Wintersberger. Malerei Plastik Zeichnung. 1972–1993, Kat. Galerie der Stadt Kornwestheim, Kornwestheim 1994, S. 7 Heinz Thiel: Auf der Hut vor den Hütern der Kultur. Motive und Spuren im Werk von L.M. Wintersberger. In: Lambert Maria Wintersberger. Bilder 1965 bis 1985, Kat. Badischer Kunstverein Karlsruhe u. a., Karlsruhe 1985, S. 22 Christian Palmizi: Lambert Maria Wintersberger. Wahrheit als Form und Farbe. Ein Sammlungsschwerpunkt, Kat. Wissenschaftlerleben mit Kunst: Druckgraphik aus der Sammlung Heide und Wolfgang Voelter, hrsg. von Annette Michels (= Band 6 der Schriften des Museums der Universität Tübingen MUT, hrsg. von Bernd Engler und Ernst Seidl). Tübingen 2014, S. 26 Lambert M. Wintersberger: Amerikanisches Tagebuch. Galerie Eva Poll, Berlin 1989 Lambert Maria Wintersberger – Bilder 1965–1982. Galerie Eva Poll, Berlin 1983

Weblinks lambert-maria-wintersberger.art lambert-maria-wintersberger.com artfacts.net

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Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Mann