Die Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) ist die höchste deutsche Basketballliga für Spieler im Alter von unter 19 Jahren. Sie wurde 2006 als ein Gemeinschaftsprojekt der Basketball-Bundesliga, der 2. Basketball-Bundesliga und des Deutschen Basketball Bunds gegründet. Der Schwerpunkt dieser Liga liegt nach eigener Aussage darin, dem nationalen Jugendbasketball eine professionelle, bundesweite Struktur zu geben.

Geschichte Die NBBL wurde in der Saison 2006/07 als ein Gemeinschaftsprojekt der Basketball-Bundesliga, der 2. Basketball-Bundesliga und des DBB gegründet. Für die erste Saison hat ein Ligaausschuss unter DBB-Vizepräsident Ingo Rolf Weiss 32 Teams ausgewählt. Insgesamt lagen 37 Mannschaftsmeldungen bis zum Stichtag im März 2006 vor. Seit Ende 2006 wird die Liga von der „Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung des deutschen Nachwuchsbasketballs“ betrieben.

Seit der 2007/08 nehmen nicht mehr alle Mannschaften an den Play-offs teil, sondern lediglich die ersten vier Teams der jeweiligen Divisionen. Die jeweils letzten vier Teams spielen in den Play-downs um den Klassenerhalt. Zur Saison 2009/2010 wurde nach den guten Erfahrungen mit der NBBL nach dessen Vorbild die Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL, männlich U16) sowie die Weibliche Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL, weiblich U17) eingeführt. 2011 wurde eine Nachwuchsförderrichtlinie entwickelt, laut der die Teilnahme an der NBBL zwingende Grundvoraussetzung für eine BBL-Lizenz ist. Zur Saison 2019/20 wurde erstmals der Modus angepasst. Gleichzeitig war es die erste Saison seit Bestehen der Liga, in der in Folge der COVID-19-Pandemie in Deutschland kein deutscher Meister ermittelt werden konnte. Auch die Folgesaison wurde zunächst im November 2020 vorübergehend und am 31. März 2021 endgültig vorzeitig beendet. Als Ausgleich kündigte man für den Sommer 2021 eine Sommerliga an, in der auch im 3×3-Basketball gespielt werde. Außerdem werde es ab der Saison 2021/22 zusätzlich zum Ligabetrieb einen Pokalwettbewerb geben.

Organisation Grundsätze Um das Ziel der Jugendförderung zu gewährleisten, können die Teams Spielgemeinschaften bilden und Spieler aus dritten Vereinen einsetzen. Im ersten Jahr hat sich gezeigt, dass dies in den einzelnen regionalen Gruppen unterschiedlich gut gelingt. Da die NBBL lediglich additiv ist, nehmen die Spieler je nach ihrem Leistungsstand zusätzlich am normalen Ligabetrieb teil. Die Spanne reicht hier von Jugendligen bis hin zu vereinzelten Erstligaeinsätzen. Um schulische Nachteile der Spieler und Terminkollisionen mit anderen Ligen zu vermeiden, sollen die Spiele der NBBL grundsätzlich sonntags zwischen 13:00 und 15:00 Uhr stattfinden.

Gremien Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft ist Tobit Schäfer. Dem Geschäftsführer steht ein Ligaausschuss beratend zur Seite. Er befasst sich in erster Linie mit der sportlichen Abwicklung und Weiterentwicklung. Die Partner des Gemeinschaftsprojektes entsenden Mitglieder in den Ligaausschuss. Dies sind drei Vertretern des Deutschen Basketball Bundes, ein Vertreter der Basketball-Bundesliga und ein Vertreter der zweiten Bundesliga. Ein weiterer Platz ist einer „herausragenden Persönlichkeit des deutschen Basketballs“ vorbehalten. Dies ist seit Ligagründung Henning Harnisch. Der DBB-Vizepräsidenten für Jugend übernimmt die Leitung des Ausschusses.

Spielbetrieb Spielmodus Von 2007 bis 2019 Nominell spielten insgesamt 32 Mannschaften in vier nach geographischen Gesichtspunkten getrennten Gruppen, den Hauptrunden, an. Die Zuordnung zu den Divisionen konnte sich von Saison zu Saison ändern, um die Fahrtwege zu minimieren. Auf die Zugehörigkeit zu Landesverbänden und die Grenzen der Bundesländer wurde dabei keine Rücksicht genommen. Teilnahmeberechtigt für eine Spielzeit waren alle Mannschaften, die in der Vorsaison die Play-offs erreicht und nicht die zweite Runde der Play-downs verloren hatten. Um die übrigen Gruppenplätze aufzufüllen, wurde vor jeder NBBL-Saison eine Qualifikation gespielt. Einen sportlichen Abstieg im engeren Sinne gab es nicht, da der NBBL keine Liga untergeordnet ist. Weil die Mannschaften der Basketball-Bundesliga durch die Nachwuchsförderrichtlinie gezwungen waren, eine NBBL-Mannschaft zu stellen, konnten die Hauptrunden durch eine Wildcard-Regelung auf je neun Mannschaften aufgestockt werden. So spielten in der letzten Saison mit diesem Modus 35 Teams in den Hauptrunden.

Während der Hauptrunde traten alle Mannschaften einer Hauptrunde in Hin- und Rückspielen gegeneinander an. Die vier bestplatzierten Teams jeder Gruppe qualifizierten sich für die Play-offs und automatisch für die darauffolgende NBBL-Saison. Die Teams, die auf den Plätzen 5 bis 8 nach Ende der Hauptrunde standen, spielten in den Play-downs. Spielten in einer Division aufgrund einer Wildcard 9 statt 8 Teams, verlor der Divisionsletzte zusätzlich unmittelbar das Teilnahmerecht an der Folgesaison.

An den Play-offs nahmen die jeweils vier besten Teams der Divisionen teil. Die ersten beiden Runden (Achtel- und Viertelfinale) wurden im Modus Best-of-Three ausgetragen. Heimrecht in Spiel 1 und 3 hat die Mannschaft mit dem besseren Tabellenplatz in der Hauptrunde. Es spielten die Hauptrunden Süd und Mitte die Play-offs-Süd sowie die Hauptrunden Nord und West die Play-offs-Nord. Der Modus gewährleistete, dass der Meister einer Division nicht bereits in der zweiten Runde auf den Zweiten der eigenen Division oder den Meister der anderen Division traf. Ab dem Halbfinale traten die beiden jeweils besten Teams des Nordens und des Südens in einem Top4-Turnier gegeneinander an, um den Meister zu ermitteln. Dort wurden in zwei Halbfinalspielen die Finalmannschaften ermittelt, die anschließend in einem Finalspiel um die deutsche Meisterschaft spielten.

An den Play-downs nahmen die Teams der unteren Tabellenhälfte teil. Alle Runden wurden in Modus Best-of-Three ausgetragen. Die Gewinner der ersten Play-down-Runde haben sich für die Folgesaison qualifiziert, während die Verlierer in einer zweiten Runde erneut gegeneinander antreten mussten. Die Gewinner der zweiten Runde qualifizierten sich ebenfalls für die Folgesaison, während die vier Verlierer in der Qualifikation für die nächste Saison antreten mussten.

Der Spielmodus war (bis auf die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften) seit der Saison 2007/08 unverändert. Nur in der Premierensaison 2006/07 wurde statt den Play-downs eine größere Play-off-Runde, an der alle Mannschaften teilnahmen, in Hin- und Rückspiel ausgespielt.

Seit 2019 Zur Saison 2019/20 wurde der Spielmodus der NBBL zum ersten Mal grundlegend reformiert. Statt vier gleichberechtigten Hauptrunden gibt es nun zwei Hauptrundengruppen A (in den Aufteilungen „Nord“ und „Süd“) mit je acht Teams und vier Hauptrundengruppen B (in den Aufteilungen „Nord-West“, „Nord-Ost“, „Süd-West“ & „Süd-Ost“) mit je sechs Teams. Somit spielen nun konstant 40 Mannschaften in der NBBL, Wildcards solle es nicht mehr geben. Die Zusammensetzung der Gruppen in der ersten Saison nach der Reform basiert auf dem Abschneiden der Mannschaften in der Saison 2018/19: Die Play-off-Teilnehmer dieser Saison bilden die Hauptrunde A, während die Mannschaften, die sich sportlich für die NBBL (entweder über ein Qualifikationsturnier oder über den „Nicht-Abstieg“ in der Vorsaison) qualifizieren, in der Hauptrunde B antreten.

In der Hauptrunde A wird zunächst eine Hauptrunde im Ligasystem gespielt. Die sechs bestplatzierten Mannschaften jeder Gruppe spielen anschließend Play-offs, während die Saison für die Gruppenletzten und -vorletzten vorbei ist. Diese vier Mannschaften treten in der Folgesaison in der Hauptrunde B an.

In der Hauptrunde B wird ebenfalls zunächst eine Hauptrunde gespielt. Die beiden bestplatzierten Teams jeder Gruppe treten in einer Aufstiegsrunde (aufgeteilt in „Nord“ und „Süd“) gegeneinander an. Die vier Mannschaften auf Platz 1 und 2 der Aufstiegsrunden treten in den Play-offs an und haben sich für die Folgesaison das Teilnahmerecht für die Hauptrunde A verdient. Die vier anderen Teams der Aufstiegsrunde haben sich einen Startplatz in der Hauptrunde B gesichert. Die 16 anderen Mannschaften der Hauptrunde B müssen in einer Abstiegsrunde gegeneinander antreten. Für die Abstiegsrunde werden die Mannschaften in zwei Gruppen „Nord“ und „Süd“ aufgeteilt, in denen die Mannschaften erneut im Modus „jeder gegen jeden“ antreten. Die besten sechs Mannschaften jeder Gruppe sichern sich das Teilnahmerecht in der Hauptrunde B in der Folgesaison, während die zwei schlechtestplatzierten Mannschaften jeder Gruppe in der Folgesaison sich erneut über ein Qualifikationsturnier für die NBBL qualifizieren müssen.

Die Play-offs werden wie im alten Ausrichtungsmodus im Modus Best-of-Three ausgetragen. Die vier besten Mannschaften spielen anschließend im Top4-Turnier um die deutsche Meisterschaft.

Gruppeneinteilung zur Saison 2024/25 +Hauptrunde A (Nord)SpieleSiege NiederlagenPunkteHauptrunde A (Süd)SpieleSiegeNiederlagenPunkteAlba Berlin1413126FC Bayern München Basketball1412224Baskets Juniors Oldenburg1410420Eintracht Frankfurt / Skyliners Frankfurt1411322Gartenzaun24 Baskets Paderborn147714KICKZ IBAM148616Bayer Giants Leverkusen147714Porsche BBA Ludwigsburg1477 14Berlin Braves Baskets147714Nürnberg Falcons146812UBC Münster146812Team Urspring146812Sartorius Juniors146812Niners Chemnitz Academy144108YOUNG RASTA DRAGONS140140Science City Jena142124

Gruppeneinteilung zur Saison 2022/23 Hauptrunde A (Nord)Hauptrunde A (Süd)Alba BerlinEintracht Frankfurt / Skyliners FrankfurtART Giants DüsseldorfFC Bayern München BasketballBayer Giants LeverkusenKICKZ IBAMBerlin Braves BasketsMedipolis SC JenaHamburg TowersPorsche BBA LudwigsburgUBC MünsterTeam UrspringUni Baskets PaderbornTORNADOS FRANKENYOUNG RASTA DRAGONSTröster Breitengüßbach / freakcity academyHauptrunde B (Ost)Hauptrunde B (Nord)Hauptrunde B (Süd)Hauptrunde B (West)Basketball Löwen ErfurtBaskets Juniors OldenburgOrangeAcademyRheinStars KölnDresden TitansBBA HagenHAKRO Merlins CrailsheimROTH Energie BBA GIESSEN 46ersMitteldeutsche Basketball AcademyEisbären Bremerhavenratiopharm UlmTeam Bonn/RhöndorfNiners Chemnitz AcademyMetropol Baskets RuhrTS Jahn MünchenTeam SüdhessenSartorius JuniorsPhoenix HagenVfl Kirchheim KnightsUSC HeidelbergSG Junior Löwen BraunschweigRostock Seawolves JuniorsWürzburg Baskets AkademieYoung Gladiators Trier

NBBL ALLSTAR Game Zusätzlich zum normalen Ligenbetrieb wird auch ein NBBL ALLSTAR Game veranstaltet. Während bei der ersten Ausgabe des Spiels 2007 eine NBBL-Auswahl gegen die deutsche U20-Basketballnationalmannschaft antrat, spielt seitdem eine Nord- gegen eine Südauswahl. Seit 2008 findet das Spiel im Vorprogramm des BBL All-Star Games statt. Im Anschluss wird der MVP des Spiels gekürt. Bisher konnte die Südauswahl 9 von 12 Begegnungen für sich entscheiden. Im Jahr 2020 fand kein ALLSTAR Game statt, da die Basketball-Bundesliga auf die Austragung ihres Spiels verzichtete. DatumOrtHalleNord - SüdNBBL-All-Star Game MVP23.03.2019TrierArena Trier67 : 92Ariel Hukporti13.01.2018GöttingenLokhalle Göttingen 88 : 79Hendrik Drescher14.01.2017BonnTelekom Dome 85 : 90Arnoldas Kulboka09.01.2016BambergBrose Arena 86 : 93Leon Kratzer10.01.2015Neu-Ulmratiopharm Arena 67 : 63Haris Hujic18.01.2014BonnTelekom Dome 55 : 66Maximilian Ugrai19.01.2013NürnbergArena Nürnberg 46 : 67Kenneth Ogbe21.01.2012LudwigsburgArena Ludwigsburg 51 : 58Paul Zipser22.01.2011TrierArena Trier 60 : 64Philipp Neumann23.01.2010BonnTelekom Dome 68 : 72Patrick Heckmann17.01.2009MannheimSAP-Arena 52 : 50Jonas Wohlfarth-Bottermann19.01.2008MannheimSAP-Arena 47 : 65Elias HarrisDatumOrtHalleNBBL - U20MVP27.01.2007KölnKölnarena 47 : 48Elias Harris

NBBL-TOP4-Finalturnier