Die Gartenstadt ist ein Stadtteil Braunschweigs und liegt im Stadtbezirk 310 – Westliches Ringgebiet.
Geschichte Am 29. Juni 1933 wurde sie zunächst als „Dietrich-Klagges-Stadt“, benannt nach dem NSDAP-Ministerpräsidenten des Freistaates Braunschweig Dietrich Klagges, gegründet. Am 24. März 1934 wurde das erste Richtfest gefeiert.
Unter dem Namen „Dietrich-Klagges-Stadt“ wurde 1943 im Bereich Diestelbleek/Hainbergstraße ein Arbeitslager für 1.100 Frauen und Männer aus Polen und für Kriegsgefangene aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden errichtet. Verwaltet wurde das Lager von den Vereinigten Braunschweiger Fleischwerken Strucke & Witte.2.4 Zwangsarbeit – Dietrich-Klagges-Stadt (PDF; 1,5 MB, S. 2) auf braunschweig.de, abgerufen am 12. Februar 2016. Auch für die Braunschweiger Firma Büssing waren dort etwa 50 Zwangsarbeiter untergebracht.Ausländische (Zwangs-)Arbeiter 1940–1945 bei der Firma Büssing auf appelhans-verlag.de (S. 9/10.)
Die Wohnsiedlung am südwestlichen Stadtrand wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zunächst in „Gartenstadt Rüningen“ umbenannt, am 5. September 1955 dann in „Braunschweig-Gartenstadt“.
Heute wird die Gartenstadt im Süden und Westen durch den Fuhsekanal, im Norden durch Gleisanlagen und im Osten durch die A391 und die A39 begrenzt.
Bereits 1926 wurde mit der Bebauung des Siegfriedviertels in Braunschweig ebenso nach gartenstädtischen Gesichtspunkten begonnen.
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Die Gartenstadt hat mit der Anschlussstelle Braunschweig-Gartenstadt eine direkte Anbindung an die A 391. Der Stadtteil hat mit Buslinie 413 der Braunschweiger Verkehrs-GmbH Anschluss an den Nahverkehr in Braunschweig.
Bildung Städtische Kindertagesstätte Gartenstadt Grundschule Gartenstadt
Literatur Helmut Weihsmann: Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Promedia Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien 1998, ISBN 3-85371-113-8, S. 313.
Weblinks
Einzelnachweise
Gartenstadt Kategorie:Stadtteil von Braunschweig Kategorie:Gegründet 1933