mini|Oliver Berben (2017) Oliver Berben (* 29. August 1971 in München) ist ein deutscher Filmproduzent. Seit 2024 ist er Vorstandsvorsitzender der Constantin Film.
Leben Oliver Berben wurde 1971 in München als Sohn der Schauspielerin Iris Berben geboren. Er begann zunächst an der Technischen Universität Berlin ein Studium der Elektro- sowie der Luft- und Raumfahrttechnik, das er jedoch nicht beendete. Er wurde als Produktionsassistent und Aufnahmeleiter bei Werbefilmproduktionen tätig, später im Bereich Kino- und Fernsehfilm. Zusammen mit dem Regisseur Carlo Rola gründete er 1996 das Unternehmen Moovie – the art of entertainment, das später mit der Constantin-Film von Bernd Eichinger fusionierte.
Seine erste Regiearbeit war 1999 der TV-Film Das Teufelsweib. Bis 2006 produzierte er circa 40 weitere TV- und Kinofilme, darunter Die schöne Braut in schwarz, Schöne Witwen küssen besser und Die Patriarchin, der für den Deutschen Fernsehpreis 2005 nominiert wurde. 2004 produzierte er die TV-Dokumentation Und jetzt, Israel? 2006 wurde die TV-Produktion Thousand Words/Der Hölle so nah, die unter der Regie von Solo Avital entstand, ausgestrahlt; ein Film, der die Arbeit des Kriegsfotografen Ziv Koren über zwei Jahre begleitete.
Im Januar 2009 übernahm Berben die Geschäftsführung der Constantin Film Produktion GmbH.vgl. Christopher Keil: bei sueddeutsche.de, 15. Dezember 2008 (aufgerufen am 16. Dezember 2008) Seit dem 1. Januar 2017 ist er neben seiner Produzententätigkeit als Vorstand für Television, Entertainment und digitale Medien innerhalb der Constantin Film tätig und war seit 1. Januar 2021 stellvertretender Vorstandsvorsitzender.Artikel auf film-tv-video.de, abgerufen am 8. März 2022.Pressebericht von Constantin Film, abgerufen am 24. November 2016. Seit 1. März 2024 ist er als Nachfolger von Martin Moszkowicz Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.Oliver Berben wird Chef von Constantin Film. In: horizont.net vom 23. November 2023.
Insgesamt produzierte Berben über 200 Fernseh- und Kinofilme. Dazu zählen Produktionen wie Elementarteilchen (2006), Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (2007), Männersache (2009), Die Päpstin (2009), Der Gott des Gemetzels (2011), Frau Müller muss weg! (2015), Er ist wieder da (2015), Timm Thaler oder das verkaufte Lachen (2017), Dieses bescheuerte Herz (2017), In Zeiten des abnehmenden Lichts (2017) und Drachenreiter (2020).
Für das Fernsehen produzierte Berben eine Vielzahl von Filmen, u. a. Afrika, mon amour (2006), Krupp – Eine deutsche Familie (2009), Das Adlon. Eine Familiensaga (2013), Verbrechen nach Ferdinand von Schirach (2013), Das Zeugenhaus (2014), Schuld nach Ferdinand von Schirach (2016), Der weiße Äthiopier (2016), Terror – Ihr Urteil (2016), Das Sacher (2016), Die Protokollantin (2018), Parfum (2018), Bier Royal (2019), Der Club der singenden Metzger (2019), Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (2021), Feinde – Recht oder Gerechtigkeit nach Ferdinand von Schirach (2021), Eldorado KaDeWe – Jetzt ist unsere Zeit (2022), Der Palast (2022) und Die Wannseekonferenz (2022). Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Filmografie Produktion
Regie 1999: Das Teufelsweib
Auszeichnungen und Ehrungen (eine Auswahl) 1997: New York Film Festival: „Finalist Award“ für Regie, Film, Produzent für Code Red – Die sieben Feuer des Todes 2000: Adolf-Grimme-Preis: Nominierung für Der Solist – Kein Weg zurück 2002: Tokyo International Film Festival: „Best Director-Award“ für Sass – Die Meisterdiebe 2003: Deutscher Comedypreis: Nominierung für „Beste Comedy-Serie“ für Bewegte Männer 2003: Deutscher Fernsehpreis: Nominierung für „Beste Sitcom“ für Bewegte Männer 2004: Adolf-Grimme-Preis für Dienstreise – Was für eine Nacht („Beste Regie“, beste Hauptdarsteller) 2004: Deutscher Fernsehpreis: Nominierung für „Beste Sitcom“ für Bewegte Männer 2005: Goldene Kamera für Die Patriarchin 2005: Deutscher Fernsehpreis: Nominierung in der Kategorie „Bester Fernsehfilm“ für Die Patriarchin 2006: Fernsehfilm-Festival Baden-Baden: Einladung für den Film Silberhochzeit 2009: Bernd Burgemeister Fernsehpreis für Der verlorene Sohn 2012: Goldene Kamera für Liebesjahre („Bester Fernsehfilm“) 2014: Romy in der Kategorie Bester Produzent TV-Film für Schuld nach Ferdinand von Schirach 2015: Romy in der Kategorie Bester Kinofilm für Frau Müller muss weg!. Artikel vom 23. April 2015, abgerufen am 23. April 2015. 2017: Rose d’Or in der Kategorie TV Movie für Terror – Ihr Urteil 2026: Bayerischer VerdienstordenOrdensträger Bayerischer Verdienstorden – Teilnehmer an der Aushändigung am 3. Juli 2026 (PDF; 0,1 MB) auf bayern.de
Literatur Annette Wieviorka: Mama, was ist Auschwitz? Tonträger, gelesen von Iris und Oliver Berben. Ullstein 2001, ISBN 3-550-09004-8 (Buch), ISBN 3-550-09504-X (Tonkassetten)
Weblinks
Website der MOOVIE Oliver Berben Management der Constantin Film AG Oliver Berben Filmographie
Einzelnachweise
Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Sport1 Medien Kategorie:Person (München) Kategorie:Romy-Preisträger Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1971 Kategorie:Mann