Der Ernst-Lubitsch-Preis für die beste komödiantische Leistung im deutschen Film wird seit 1958 jährlich vom Club der Filmjournalisten Berlin e. V. verliehen. Die Idee, den nach Ernst Lubitsch benannten Preis zu stiften, stammt von Billy Wilder. Die erste Verleihung der figürlichen Trophäe erfolgte am 28. Januar 1958.Berlin Kalender 1998, Verlag Haude und Spener/Edition Luisenstadt, 1998, S. 40, ISBN 3-7759-0417-4.

Die Pan-Figur stammt von dem Berliner Bildhauer Erich Fritz Reuter (1911–1997). Der undotierte Preis wird meist am 29. Januar, dem Geburtstag von Ernst Lubitsch, vergeben. Die Verleihung kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Anfang März 2009 wurde die Auszeichnung erstmals als Ehrenpreis dem US-amerikanischen Komiker und Regisseur Mel Brooks zugesprochen.vgl. dpa: Mel Brooks erhält den Ernst-Lubitsch-Preis. In: Berliner Zeitung, 7. März 2009, Ausg. 56, S. 29.

Preisträger 1958: Kurt Hoffmann, für die Regie von Das Wirtshaus im Spessart 1959: Heinz Rühmann, für seine Rolle in Der Pauker 1960: Ladislao Vajda, für die Regie von Ein Mann geht durch die Wand 1961: Gert Fröbe, für seine Rolle in Der Gauner und der liebe Gott 1962: Gustav Knuth, für seine Rolle in Der Lügner 1963: Rolf Thiele, für die Regie von Das schwarz-weiß-rote Himmelbett 1964: Walter Buschhoff, für seine Rolle in Die endlose Nacht 1965: Rainer Erler, für die Regie von Seelenwanderung 1966: keine Vergabe 1967: Martin Held, für seine Rolle in Lange Beine – lange Finger 1968: Cornelia Froboess, für ihre Rolle in Rheinsberg 1969: Ulrich Schamoni, für die Regie von Quartett im Bett 1970: Werner Enke und May Spils, für Nicht fummeln, Liebling 1971: Sabine Sinjen, für ihre Rolle in Wir – zwei 1972: Herbert Fleischmann, für seine Rolle in Das Freudenhaus 1973: Robert van Ackeren, für die Regie von Harlis 1974: Mario Adorf, für seine Rolle in Die Reise nach Wien 1975: Angelika Milster, für ihre Rolle in Meine Sorgen möcht’ ich haben 1976: Bernhard Sinkel, für die Regie von Lina Braake 1977: keine Vergabe 1978: Erwin Keusch, für die Regie von Das Brot des Bäckers 1979: Elisabeth Bergner, für ihre Rolle in Der Pfingstausflug 1980: Heidi Genée, für die Regie von 1 + 1 = 3 1981: Marius Müller-Westernhagen, für seine Rolle in Theo gegen den Rest der Welt 1982: Otto Sander, für seine Rolle in Der Mann im Pyjama 1983: keine Vergabe 1984: Gerhard Polt, für seine Rolle in Kehraus 1985: Ursela Monn, für ihre Rolle in Einmal Ku’damm und zurück nach einer wahren Begebenheit von Peter und Christa Gross-Feurich 1986: Marianne Sägebrecht, für ihre Rolle in Zuckerbaby 1987: Peter Timm, für die Regie von Meier 1988: Percy Adlon, für die Regie von Out of Rosenheim 1989: Loriot (Vicco von Bülow), für Ödipussi 1990: Frank Beyer und Wolfgang Kohlhaase, für Regie und Buch von Der Bruch 1991: Manfred Krug, für seine Rolle in Neuner 1992: Reinhard Schwabenitzky, für die Regie von Ilona und Kurti 1993: Harald Juhnke, für seine Rolle in Schtonk! 1994: Katja von Garnier, für die Regie von Abgeschminkt! 1995: Sönke Wortmann, für die Regie von Der bewegte Mann 1996: Katja Riemann, für ihre Rolle in Stadtgespräch 1997: Helmut Dietl, für die Regie von Rossini 1998: Moritz Bleibtreu, für seine Rolle in Knockin’ on Heaven’s Door 1999: Tom Tykwer, für die Regie von Lola rennt 2000: Michael Gwisdek, für seine Rolle in Nachtgestalten 2001: Elisabeth Scherer, Christel Peters und Gudrun Okras, für ihre Rollen in Jetzt oder nie – Zeit ist Geld 2002: Christiane Hörbiger, für ihre Rolle in Die Gottesanbeterin 2003: Douglas Wolfsperger, für die Regie von Bellaria – So lange wir leben! 2004: keine Vergabe 2005: Dani Levy, für die Regie von Alles auf Zucker! 2006: Andreas Dresen, für die Regie von Sommer vorm Balkon 2007: Jürgen Vogel, für seine Rollen in Ein Freund von mir und Wo ist Fred? 2008: Til Schweiger, für Keinohrhasen 2009: Mel Brooks (Ehrenauszeichnung) 2010: Leander Haußmann und Ezard Haußmann, für Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus! 2011: Sophie Rois, für ihre Rolle in Drei 2012: Fritzi Haberlandt, für ihre Rolle in Eine Insel namens Udo 2013: keine Vergabe 2014: Henry Hübchen, für seine Rolle in Da geht noch waswelt.de vom 27. Januar 2014: Ernst-Lubitsch-Preis für Schauspieler Henry Hübchen, abgerufen am 23. Januar 2015 2015: Dieter Hallervorden, für seine Rolle in Honig im Kopfwelt.de vom 22. Januar 2015, abgerufen am 23. Januar 2015 2016: Anke Engelke, für ihre Rolle in Frau Müller muss weg!, abgerufen am 31. Januar 2016 2017: Peter Simonischek, für seine Rolle in Toni Erdmann 2018: Charly Hübner, für seine Rolle in Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidthttp://www.lubitsch-preis.de/, abgerufen am 29. Januar 2018 2019: Bjarne Mädel und Lars Eidinger, für ihre Rollen in 25 km/h.Ernst-Lubitsch-Preis für Bjarne Mädel und Lars Eidinger, nachtkritik.de vom 2. Dezember 2018, abgerufen am 4. Dezember 2018. 2020: Katharina Thalbach, für ihre Rolle in Ich war noch niemals in New York 2021: Simon Verhoeven, für seinen Film Nightlife 2022: Nilam Farooq und Christoph Maria Herbst für ihre Rollen in Contra 2023: Karoline Herfurth für ihre Rollen und die Regie in Wunderschön und Einfach mal was SchönesKaroline Herfurth bekommt Ernst-Lubitsch-Preis In: n-tv.de 2024: Marc Hosemann für seine Rolle in Sophia, der Tod und ich 2025: Josef Hader für die Rolle des Franz im Film Andrea lässt sich scheiden 2026: Wolfgang Becker (posthum) für seine Komödie Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

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Einzelnachweise

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