mini|Miklós Ybl (ohne Jahr) mini|Statue im Treppenhaus des Budapester Opernhauses mini|Tivadar Dörre: Budapester Opernhaus (um 1890) mini|Römisch-Katholische Kirche in Fót Miklós Ybl, seit 1883 Ritter von Ybl (Sein eigentlicher Familienname war Eibl, , abgerufen am 9. November 2010, * 6. April 1814 in Székesfehérvár (Stuhlweißenburg), Kaisertum Österreich; † 22. Januar 1891 in Budapest, Österreich-Ungarn), war ein ungarischer Architekt und ein bedeutender Vertreter des europäischen Historismus. Zu seinen bekanntesten Werken gehört die Ungarische Staatsoper in Budapest.
Leben Ybl studierte von 1825 bis 1831 am k.k. Polytechnischen Institut in Wien. Ab 1832 arbeitete er im Büro des Architekten Mihály Pollack, ab 1836 bei Heinrich Koch, einem Vertreter des Klassizismus. Zwischen 1840 und 1842 unternahm er Studienreisen nach München und nach Italien.
Seinen ersten Auftrag führte er mit Ágost Pollack, dem Sohn von Mihály Pollack, aus. Es war das Schloss Ikervár von Lajos Batthyány. Den frühen Stil Ybls kann man als romantisch mit romanischen Elementen bezeichnen. Seine spätere Arbeit ist eher der Neorenaissance zugehörig.
In Anerkennung für seine Dienste erhielt er 1866 das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens, den Österreichisch-kaiserlichen Leopold-Orden und wurde am 13. Januar 1883 in den Ritterstand erhoben.
Eine große Enttäuschung in seinem Leben war, dass er zwar bei der Gründung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften mitgewirkt hatte, aber nicht zum Mitglied gewählt wurde.
Sein Grab befindet sich auf dem Fiumei Úti Sírkert („Friedhof an der Fiumer Straße“) in Budapest.
1953 wurde der Ybl Miklós-díj („Miklós-Ybl-Preis“) gestiftet. 2009 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (166886) Ybl.
Bauten (Auswahl) 1845–1849: Fót, Umbau des Károlyi-Schlosses 1845–1855: Fót, Römisch-katholische Kirche ca. 1852: Budapest, Grabovszky-(Rózsa-)Villa 1857–1858: Budapest, Nationale Reitschule ca. 1860: Leányfalu, Gyulai-Villa ca. 1860: Békéscsaba, Schloss Wenckheim 1860–1864: Nagycenk, neoromanische Stephanskirche von 1864 1862–1864: Etschka, neoromanische Römisch-katholische Kirche ab 1862: Kecskemét, Evangelische Kirche 1862–1865: Budapest, Palais Festetics 1863: Budapest, Deutsches Theater (unvollendet) ab 1863: Budapest, Károly-Palast 1863–1864: Budapest, MTA-Haus ca. 1865: Fegyvernek, Szapáry-Schloss 1865–1866: Budapest, Altes Abgeordnetenhaus 1865–1879: Budapest, Römisch-katholische Kirche, Bakáts-Platz 1867: Budapest, Pálffy-Palast 1867–1869: Budapest, Haus der Lánchíd AG 1867–1891: Budapest, St.-Stephans-Basilika, beendet von Josef Kauser 1870–1874: Budapest, Zollhaus (Fővámház) 1871: Budapest, Margarethenbrücke (unvollendet) ca. 1872: Parád, Ybl Hotel 1873–1883: Tura, Schossberger Schloss 1873–1884: Budapest, Ungarische Staatsoper 1874–1982: Budapest, Burggarten-Kiosk und -Basar 1875–1879: Ókígyós, Wenckheim-Schloss 1880–1882: Parádsasvár, Károlyi-Schloss 1880–1891: Budapest, Umbau des Burgpalasts 1881–1882: Budapest, Clarisseum 1883–1884: Budapest, Széchenyi-Palast (zerstört) ca. 1888: Parád, Hotel Erzsébet
Außerdem Bürgerhäuser und Schlösser in Csurgó, Doboz, Kétegyháza, Lengyeltóti, Mácsa, Marcali, Ókígyós, Surány und weitere.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt des Historismus Kategorie:Architekt (Ungarn) Kategorie:Architekt (Budapest) Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter) Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Person (Transleithanien) Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1814 Kategorie:Gestorben 1891 Kategorie:Mann