mini|250px|Das Logo des Preises
Der Aga Khan Award for Architecture (zu Deutsch „Aga-Khan-Preis für Architektur“) ist ein von dem religiösen Führer Karim Aga Khan IV. (1936–2025) gestifteter Architekturpreis für Architektur- und Restaurierungsprojekte mit besonderer Wirkung für das Gemeinwohl, mit Fokus auf „Gesellschaften, in denen Muslime eine signifikante Präsenz“ haben. Der Preis wird vom Aga Khan Development Network verliehen und gilt als der größte seiner Art weltweit.
Der Aga Khan Award wird in Dreijahreszyklen an mehrere Projekte und ihre Architekten verliehen. Auch wenn die meisten Projekte aus der muslimischen Welt stammen, kommen die für diese verantwortlichen Preisträger auch aus nichtmuslimischen Ländern. Jury und Lenkungsausschuss für jeden Zyklus setzen sich aus einem internationalen Pool an Architekten, Intellektuellen, Wissenschaftern, Künstlern und Experten aus der Entwicklungszusammenarbeit zusammen.
Als einziger Architekt wurde Turgut Cansever dreimal ausgezeichnet.
Preisträger (Auszug) 1980 Hassan Fathy, Preis des Vorsitzenden für sein Lebenswerk Zlatko Ugljen, für die Weiße Moschee, Visoko, Bosnien und Herzegowina Rolf Gutbrod und Frei Otto, für das Hotel Intercontinental in Mekka, Saudi-Arabien Jean-François Zévaco für Wohnhäuser mit Patio in Agadir, Marokko Joe und Sune Lindström für die Wassertürme von Kuwait (Stadt) (Kuwait Water Towers und Kuwait Towers) 1983 Haddsch-Terminal, Internationaler König-Abd-al-Aziz-Flughafen, Saudi-Arabien, von Fazlur Khan 1986 Rifat Chadirji, Preis des Vorsitzenden für sein Lebenswerk Falké Barmou, für die Große Moschee von Yama, Niger Sedad Hakkı Eldem, für den Social Security Complex, Istanbul, Türkei DAZ/Kamran Diba: Wohnsiedlung Shushtar-Neustadt, Iran 1989
Saleh Lamei, für die Restaurierung der großen Omari Moschee, Sidon, Libanon
Jean Nouvel, für das Institut du monde arabe (IMA; Institut der arabischen Welt), Paris, Frankreich Ali Shuaibi, für den Al-Kindi Plaza, Riad, Saudi-Arabien 1996 Behruz Çinici, für die Moschee der Großen Nationalversammlung der Türkei, Ankara 1998 Nayyar Ali Dada, für den Alhamra Arts Council Komplex, Lahore, Pakistan 1998 OHO Joint Venture: Atelier Frei Otto with J.Fritz, Buro Happold, Omrania, für den Tuwaiq Palace, Riad, Saudi-Arabien 2001 Geoffrey Bawa, Preis des Vorsitzenden für sein Lebenswerk SOS-Kinderdorf, Akaba, Jordanien (Jafar Tuqan) Olbia Social Centre der Akdeniz-Universität, Antalya, Türkei (Cengiz Bektaş) Bagh-e-Ferdowsi, Teheran, Iran Datai Hotel, Langkawi, Malaysia 2004 B2 Haus, Çanakkale, Türkei Bibliothek Alexandria, Ägypten Altstadt Jerusalem, Israel Petronas Towers, Kuala Lumpur, Malaysia Diébédo Francis Kéré, für die Grundschule in Gando, Burkina Faso Al-Abbas-Moschee, Asnaf, Jemen Nader Khalili, für seine Bautechnik „Super Adobe“ (Notunterkünfte aus Sandsäcken) 2007 Zentralmarkt in Koudougou, Burkina Faso Moulmein Rise Residential Building, Singapur (WOHA Architects / Wong Mun Summ, Richard Hassell) Altstadt Schibam, Jemen Nikosia, Zypern Amiriya Rada'a, Jemen Botschaft der Niederlande, Addis Abeba, Äthiopien Technische Universität Petronas in Teronoh, Malaysia METI Handmade School, Rudrapur, Bangladesch, von Anna Heringer und Eike Roswag-Klinge 2010 Wadi Hanifa Feuchtgebiete, Riad, Saudi-Arabien Wiederbelebung des Bezirks Bab B’Har in Tunis, Tunesien Enrique Sobejano und Fuensanta Nieto, für das Madīnat az-zahrāʾ-Museum in Córdoba, Spanien Textilfabrik Ipekyol, Edirne, Türkei Brückenschule in Xiashi, Fujian, China 2013 Salam Zentrum für Herzchirurgie, Khartum, Sudan durch das italienische Architekturbüro Studio Tamassociati, Venedig Revitalisierung des historischen Zentrums von Bir Zait, Palästina Urbanes Infrastrukturprojekt Rabat-Salé, Marokko Sanierung des Basars von Täbris, Iran Bernardo Bader für Islamischen Friedhof Altachmini|Islamischer Friedhof Altach 2016 Bait Ur Rouf Moschee in Uttara, Dhaka, Bangladesch Friendship Centre in Gaibandha, Bangladesch Hutong Children’s Library and Art Centre in Peking, China Superkilen, ein Park in Kopenhagen, Dänemark Tabiat-Fußgängerbrücke in Teheran, Iran Issam-Fares-Institut in Beirut, Libanon 2019 mini|Besucherzentrum Pearling Site Wiederbelebung von Al-Muharraq, Bahrain (OFFICE KGDVS, Bas Smets, Valerio Olgiati, Christian Kerez, Anne Holtrop, Leopold Banchini und Noura Al Sayeh Holtrop) Arcadia Education Centre in South Kanarchor, Bangladesch Palästinensisches Museum in Bir Zait, Palästina Entwicklungsprogramm für öffentliche Räume in Tatarstan Lehr- und Forschungsgebäude der Alioune-Diop-Universität in Bambey, Senegal Wasit Wetland Centre in Schardscha, Vereinigte Arabische Emirate 2022 Urbane Flusslandschaften in Jhenaidah, Bangladesch Gemeinschaftsräume der Rohingya-Flüchtlingshilfe in Cox’s Bazar, Bangladesch Banyuwangi International Airport, Blimbingsari in Ost-Java, Indonesien Argo Museum für zeitgenössische Kunst und Kulturzentrum in Teheran, Iran Renovierung des Niemeyer-Gästehauses in Tripolis, Libanon Sekundarschule Kamanar in Thionck-Essyl, Senegal
Siehe auch Architekturwettbewerb Islamische Architektur
Weblinks Website des Aga Khan Award for Architecture
Einzelnachweise
Kategorie:Islamische Architektur Kategorie:Architekturpreis Kategorie:Erstverleihung 1980 Kategorie:Qasim-Schahi-Ismailiten Kategorie:Auszeichnung (Islam)