Die 31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division war eine Grenadier-Division der Waffen-SS, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Ungarn eingesetzt wurde.

Geschichte Am 4. Oktober 1944 verfügte das SS-Führungshauptamt die Aufstellung der 31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division in Ungarn. Unter Führung des SS-Oberführers Gustav Lombard erfolgte die Aufstellung aus Resten der zuvor aufgelösten 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Kama“ im Bereich des Befehlshabers der Waffen-SS Ungarn. Die Division bestand zum überwiegenden Teil aus sogenannten Volksdeutschen aus der Batschka, dem Banat und Siebenbürgen, die nicht selten zwangsrekrutiert worden waren. Ebenso wurden Teile des volksdeutschen Heimatschutzes in die Division eingegliedert.Mark W. Axworthy: Axis Slovakia. Hitler's Slavic Wedge 1938–1945. Europa Books, 2002.

Noch unvollständig ausgebildet und ausgerüstet (und somit noch gar nicht einsatzfähig) erfolgte die Verlegung in den Raum Batina-Mohács-Bátaszék zur Sicherung des Donau-Ufers. Infolge des Übersetzens der Roten Armee entwickelten sich heftige Kämpfe, bei denen die Division im Dezember 1944 vollkommen zerschlagen wurde. Versprengte Truppenteile trafen noch bis zum 20. Dezember im Versammlungsraum der Division westlich des Plattensees ein. Am nächsten Tag verfügte das SS-FHA den Landmarsch in die Untersteiermark zur Neuaufstellung der Division. Am 16. Februar 1945 wurde die Verlegung in den Raum Görlitz befohlen. Bis zum Mai blieb die Division in Schlesien und begann am 6. Mai 1945 ihren Rückzug in die Tschechoslowakei, wo sie bei Königgrätz in sowjetische Kriegsgefangenschaft geriet.

Vorgesehene Gliederung SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 78 SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 79 SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 80 SS-Freiwilligen-Artillerie-Regiment 31 Polizei-Regiment Brixen SS-Freiwilligen-Füsilier-Bataillon 31 SS-Freiwilligen-Panzerjäger-Abteilung 31 SS-Freiwilligen-Pionier-Bataillon 31 SS-Freiwilligen-Nachrichten-Abteilung 31 SS-Freiwilligen-Feldersatz-Bataillon 31 SS-Freiwilligen-Aufklärungs-Abteilung 31 SS-Freiwilligen-Wirtschafts-Bataillon 31 SS-Freiwilligen-Sanitäts-Abteilung 31 SS-Freiwilligen-Veterinärskompanie 31 Werkstattkompanie 31 Nachschubzug 31

Kommandeur SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Gustav Lombard

Literatur Pencz, Rudolf: FOR THE HOMELAND! The History of the 31st Waffen-SS Volunteer Grenadier Division. Danubian-Swabian Grenadiers on the Danube and in Silesia Helion & Company, Solihull 2002, ISBN 1-874622-01-9. Rolf Michaelis: Die Grenadier-Divisionen der Waffen-SS. Teil 2, Michaelis-Verlag, Erlangen 1995, ISBN 3-930849-06-2.

Weblinks

Einzelnachweise

#31 SS 31 Kategorie:Gegründet 1944 Kategorie:Aufgelöst 1945