Stettbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Werneck im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt in Bayern. Die Gemarkung Stettbach hat eine Fläche von 2,148 km². Sie ist in 986 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2178,55 m² haben.

Geographie Das Pfarrdorf Stettbach liegt drei Kilometer nordwestlich von Werneck in einer Senke, es grenzt nördlich an Vasbühl, östlich an Eckartshausen und südlich an Zeuzleben.

Geschichte Alte Namensformen sind „Stetebach“ und „Stetbach“, sie sind als Stätte am Bach zu deuten. Der Bach Lachgraben teilt die Flur in zwei Teile, der flache nach Westen ansteigende Flurteil ist von Löss bedeckt, der östliche besteht aus Lettenkeuper.

Die bandkeramische Siedlungsstelle Stettbach ist durch Funde der jüngeren Linearbandkeramik (2600–2500 v. Chr.) bereits früh nachzuweisen. Der Ort wurde am 10. Februar 1302 erstmals urkundlich erwähnt. Stettbach soll zu den acht Dörfern gehört haben, die im Jahr 1286 von der Urpfarrei Eßleben abgetrennt wurden und die Pfarrei Ettleben bildeten. 1861 im Rahmen der Landes- und Volksbeschreibung des Landesgerichtsbezirkes Werneck schrieb Katzenberger die erste ausführliche Dorfbeschreibung von Stettbach:

Die ehemalige Hauptstraße von Stettbach wurde nach der Gebietsreform in Bayern in Kirschental umbenannt, da entlang des Lachgrabens schon immer beste Bedingungen für den Obstbau vorhanden waren. Auch heute gibt es noch zahlreiche Streuobstbestände, die den Gemeindeteil mit viel Grün umrahmen.

Eingemeindungen Bei der Bürgerversammlung im April 1971 stimmten 102 Bürger von 111 Anwesenden für einen Zusammenschluss mit der Gemeinde Werneck. Am 1. Juli 1972 entstand mit weiteren neun Orten die neue Gemeinde Werneck.

Baudenkmäler Sehenswert ist die katholische Pfarrkirche St.-Leonhard mit drei schönen spätgotischen Figuren aus der Riemenschneiderschule um 1500. Sie stellen die heiligen Bischöfe St.-Burkard und St.-Bruno sowie den heiligen Laurentius dar.

Vereine Brieftaubenverein Eigenheimerverband Feldgeschworene Flurbereinigungsgenossenschaft Freiwillige Feuerwehr Heimatverein Stettbach Jagdgenossenschaft KAB Katholische Kirche Stettbach Kirschentaler Sportfreunde Stettbach Musikverein Stettbach Obst- und Gartenbauverein Seniorenbeirat Singkreis in der KAB St.-Leonhard-Verein Hütte-Stettbach e. V.

Wirtschaft und Infrastruktur Neben einer Bäckerei sowie einem Landgasthof ist Stettbach die Heimat mehrerer kleiner Privatunternehmer aus den verschiedensten Branchen.

Bildung Für eine frühe Kinderbildung sorgt der ortseigene Kindergarten der Caritas St. Leonhardverein Stettbach e. V.

Verkehr Der Gemeindeteil ist an das Radwegenetz des Marktes Werneck angeschlossen. Stettbach hat eine direkte Anbindung an die A 7 und die A 70.

Literatur Christiane und Ludwig Pfeuffer, Helene Brätz: Stettbacher Chronik (Benedict Press 1997)

Weblinks

Stettbach auf www.werneck.de

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Werneck) Kategorie:Ort im Landkreis Schweinfurt Kategorie:Ersterwähnung 1302 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Schweinfurt) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Schweinfurt