zentriert|197px|Belagerung von Jerusalem, mittelalterliche Darstellung Das Heer des Ersten Kreuzzuges belagert und erobert die Stadt Jerusalem. zentriert|143px|Gottfried von Bouillon auf einem Fresko in der Burg Manta Gottfried von Bouillon wird erster Regent des Königreichs Jerusalem. zentriert|350px|Schlacht von Askalon, Darstellung aus dem 13. Jahrhundert In der Schlacht von Askalon besiegen die Kreuzfahrer die Fatimiden unter al-Afdal Schahanschah. 1099 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 547/548 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1091/92 Buddhistische Zeitrechnung 1642/43 (südlicher Buddhismus); 1641/42 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 63. (64.) Zyklus Jahr des Erde-Hasen 己卯 (am Beginn des Jahres Erde-Tiger 戊寅) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 461/462 (Jahreswechsel April) Iranischer Kalender 477/478 (um den 21. März) Islamischer Kalender 492/493 (16./17. November) Jüdischer Kalender 4859/60 (18./19. September) Koptischer Kalender 815/816 Malayalam-Kalender 274/275 Seleukidische Ära Babylon: 1409/10 (Jahreswechsel April) Syrien: 1410/11 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 1137 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1155/56 (Jahreswechsel April) Im Jahr 1099 endet der Erste Kreuzzug mit der Eroberung Jerusalems und einem Massaker der Kreuzzügler an der muslimischen und jüdischen Bevölkerung der Stadt. Gottfried von Bouillon wird als advocatus sancti sepulchri zum ersten Regenten des Königreichs Jerusalem, lehnt allerdings die Königswürde ab.

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Kreuzzüge

Januar: Das Heer unter Raimund IV zieht weiter nach Jerusalem. Bohemund von Tarent bleibt als Herr des neuen Fürstentums Antiochia zurück. Dieser zweite Kreuzfahrerstaat erstreckt sich vom Mittelmeer im Westen bis nahe Aleppo im Osten. Im Norden grenzt er an die Grafschaft Edessa, im Süden reicht er bis zum zentralsyrischen Hochland. Februar: Raimunds Kreuzfahrer belagern die Festung Arqa nahe Tripolis. Die Belagerung wird am 13. Mai erfolglos abgebrochen. Währenddessen gestattet ihnen der ägyptische Kalif in Kairo, al-Mustaʿlī bi-Llāh, als friedliche Pilger nach Jerusalem zu ziehen. Der junge Herrscher hat noch nicht begriffen, dass die Christen die Stadt erobern wollen. Mai: Das Heer des Ersten Kreuzzugs erobert Jaffa.

7. Juni: Die Belagerung Jerusalems durch das Heer des Ersten Kreuzzugs beginnt. Aufgrund des Mangels an Nahrungsmitteln und Wasser in der Umgebung leiden die Kreuzfahrer mehr als die Stadt, die auf die Belagerung gut vorbereitet ist. Ein Sturmangriff am 13. Juni schlägt fehl. Kurz nach dem Angriff erreichen aber einige christliche Schiffe den Hafen von Jaffa, so dass die Kreuzfahrer sich für eine kurze Zeit versorgen können. Sie beginnen, aus Samaria Holz herbeizuschaffen, um Belagerungsmaschinen zu bauen. Ende Juni erreicht sie die Nachricht, dass ein fatimidisches Heer aus Ägypten heranmarschiert. 8. Juli: Aufgrund der Vision eines Priesters fasten die Kreuzfahrer und beginnen unter dem Spott der Stadtbevölkerung Psalmen singend einen Umzug um die Stadt. Der Umzug hält am Ölberg, wo Peter der Einsiedler, Arnulf von Chocques und Raimund von Aguilers Predigten halten. 15. Juli: Der Erste Kreuzzug erobert mithilfe der fertig gestellten Belagerungstürme Jerusalem. Anschließend kommt es zu einem Massaker an der muslimischen und jüdischen Bevölkerung der Stadt. Die genauen Opferzahlen sind umstritten und liegen zwischen 3.000 und 30.000. 16. Juli: Gottfried von Bouillon wird als advocatus sancti sepulchri („Beschützer des Heiligen Grabes“) zum ersten Regenten des Königreichs Jerusalem, lehnt allerdings die Königswürde ab, weil er „nicht in der Stadt eine Krone tragen wolle, in der Jesus Christus die Dornenkrone getragen habe“. 12. August: Die Kreuzfahrer unter Gottfried von Bouillon siegen in der Schlacht bei Askalon über ein fatimidisches Heer unter al-Afdal Schahanschah, der zurück nach Ägypten flieht. Die Stadt Askalon bleibt allerdings unter fatimidischer Herrschaft und wird zur Operationsbasis für Angriffe auf Jerusalem. Gründung des Ordens vom Spital des heiligen Johannes zu Jerusalem (Johanniter oder Hospitaliter)

Europa

6. Januar: Heinrich V. wird Mitkönig seines Vaters, Kaiser Heinrichs IV., im Heiligen Römischen Reich. Die Almoraviden unter Ali ibn al-Hajj belagern weiter Valencia. Am 10. Juli stirbt El Cid in Valencia.

Religion Papstwahl 1099

29. Juli: Nach dem Tod von Urban II. wird Paschalis II. zum Papst gewählt und am 14. August gekrönt. Im Investiturstreit folgte er der Politik seines Vorgängers. Gegenpapst Clemens III. hält weiterhin seinen Anspruch auf den Thron Petri aufrecht.

Kirchenhierarchie und Klosterwesen

29. Mai: Cáenchomrac Ua Baigill wird zum Bischof von Armagh geweiht. Robert von Molesme wird bereits nach einem Jahr auf Betreiben seiner ehemaligen Mitbrüder von Papst Urban II. nach Molesme zurückberufen. In dem von ihm gegründeten Kloster Citeaux tritt Alberich von Cîteaux als Abt an seine Stelle.

Geboren

Gottfried I., Graf von Ziegenhain († 1168) Olaf Magnusson, König von Norwegen († 1115) Wilhelm X. der Heilige, Herzog von Aquitanien und Graf von Poitou († 1137)

um 1099: Dietrich von Elsass, Graf von Flandern († 1168) nach 1099: Raimund von Poitiers, Fürst von Antiochia († 1149)

Gestorben Januar bis Juli

20./24. Februar: Ulrich, Burggraf von Passau 23. März: Seliger von Wolhusen, Abt des Klosters Einsiedeln

8. April: Walter von Pontoise, Benediktinermönch und Heiliger (* um 1030) 13. April: Konrad, Bischof von Utrecht 14. April: Rapoto V., Pfalzgraf von Bayern 20. April: Peter Bartholomäus, französischer Mönch und Mystiker, Teilnehmer des ersten Kreuzzugs

10. Juli: Rodrigo Díaz de Vivar („El Cid“), kastilischer Ritter und Söldnerführer; spanischer Nationalheld (* um 1043) 29. Juli: Urban II., Papst (* um 1035)

August bis Dezember

21. August: Erhard III., Herr von Le Puiset und Vizegraf von Chartres, Teilnehmer des Ersten Kreuzzugs 3. September: Fujiwara no Michitoshi, japanischer Dichter (gest. 1099) 2. Oktober: Theodoros Gabras, byzantinischer Militärbefehlshaber

17. November: Udalrich I., Bischof von Eichstätt 21. November: Hermann III. von Hochstaden, Erzbischof von Köln (* um 1055) November: Elvira von Toro, spanische Infantin 3. Dezember: Osmund von Sées, Bischof von Salisbury und katholischer Seliger

Genaues Todesdatum unbekannt

Donald III., König von Schottland (* 1033) Fujiwara no Moromichi, Regent am japanischen Kaiserhof (* 1062)

Weblinks