zentriert|167px|Siegel Lothars III. Lothar von Supplinburg, Herzog von Sachsen, wird zum deutschen König gewählt. zentriert|173px|Bild Friedrichs in der Chronica S. Pantaleonis Der Staufer Friedrich II., Herzog von Schwaben, wird geächtet. 1125 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 573/574 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1117/18 Buddhistische Zeitrechnung 1668/69 (südlicher Buddhismus); 1667/68 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 63. (64.) Zyklus Jahr der Holz-Schlange 乙巳 (am Beginn des Jahres Holz-Drache 甲辰) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 487/488 (Jahreswechsel April) Iranischer Kalender 503/504 (um den 21. März) Islamischer Kalender 518/519 (6./7. Februar) Jüdischer Kalender 4885/86 (30./31. August) Koptischer Kalender 841/842 Malayalam-Kalender 300/301 Seleukidische Ära Babylon: 1435/36 (Jahreswechsel April) Syrien: 1436/37 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 1163 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1181/82 (Jahreswechsel April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen China Die Jurchen unter Taizong erobern Peking und zerstören das Liao-Reich der Kitan. Im Nordosten Chinas etabliert sich damit die aufkommende Jin-Dynastie. Die Hauptstadt ist zunächst Huiningfu.

Naher Osten

29. Januar: Das Entsatzheer der Seldschuken unter Aq Sunqur al-Bursuqi zieht in Aleppo ein und wird von Stadtkommandant Ibn al-Chaschschab willkommen geheißen. Die Kreuzfahrer brechen die Belagerung der Stadt ab. 11. Juni: Kreuzfahrer aus Tripolis, Edessa, Jerusalem und Antiochia unter der Führung Balduins II. von Jerusalem, Joscelin I. von Edessa und Pons von Tripolis schlagen Seldschuken aus Aleppo, Mosul und Damaskus unter Aq Sunqur al-Bursuqi und Tugtakin in der Schlacht von Azaz. Dieser Sieg erlaubt den Kreuzrittern, viel von ihrem Einfluss wiederherzustellen, den sie nach ihrer Niederlage auf dem Ager Sanguinis 1119 verloren haben. Balduin plant nun einen Angriff auf Aleppo, der jedoch nie stattfindet.

Heiliges Römisches Reich 24. August: Beginn der Wahlversammlung der deutschen Fürsten in Mainz zur Königswahl 30. August: Lothar III., Herzog von Sachsen, wird in Mainz zum deutschen König gewählt 15. September: Lothar III. wird in Aachen von Erzbischof Friedrich I. von Köln zum König gekrönt. Herbst: Beginn der Auseinandersetzungen zwischen Lothar III. und den Staufern. Dezember: Der Staufer Friedrich II., Herzog von Schwaben, wird geächtet. Das Geschlecht der Falkensteiner verschmilzt durch Heirat mit der Weyarn-Neuburger Grafenlinie. In Siena wird eine Konsularregierung aus Angehörigen des Adels eingerichtet.

Urkundliche Ersterwähnungen

Erste urkundliche Erwähnung von Engerwitzdorf, Gallneukirchen, Katsdorf, Lasberg, Luftenberg an der Donau, Haidershofen, Kopfing im Innkreis, Kirchdorf in Tirol, Reith bei Kitzbühel, Baldramsdorf, Hernstein, Niederkreuzstetten, Sondershausen, Mistelbach (Oberfranken), Schweppenhausen, Sorsum (Hildesheim), Ohringen, Niedergesteln, Ohmden, Königstein (Sächsische Schweiz) und Poppenweiler (Ludwigsburg).

Kultur und Religion Udo I. von Thüringen wird Bischof von Naumburg (Saale). Theophilus Presbyter schreibt das Lehrbuch des Kunsthandwerks De diversis artibus.

Geboren Geburtsdatum gesichert 6. Juli: Imad ad-Din al-Isfahani, muslimischer Chronist im Dienst der Abbasiden, der Zengiden und der Ayyubiden († 1201)

Genaues Geburtsdatum unbekannt Otto der Reiche, Markgraf von Meißen († 1190) Mathilde von Savoyen, Königin von Portugal († 1157) Øystein II. Haraldsson, norwegischer Mitkönig († 1157) Volkwin II., Graf von Schwalenberg († 1177/78)

Geboren um 1125 Ottokar III. (Steiermark), Markgraf der Steiermark († 1164) Berthold II. von Bogen, Graf von Bogen († 1167) Renaud de Châtillon, Fürst von Antiochia, Herr von Oultrejordain und Hebron und Teilnehmer des Zweiten Kreuzzugs († 1187) Abraham ben David von Posquières, französischer Theologe († 1198) Gauthier I. de Villebéon, Großkammerherr von Frankreich († 1205)

Gestorben Todesdatum gesichert

24. Januar: Dawit IV. der Erbauer, König von Georgien (* 1073) 17. Februar: Rupert, Abt des Benediktinerklosters in Münsterschwarzach 12. April: Vladislav I., Herzog von Böhmen (* um 1070) 13. April: Richwin, Bischof von Naumburg 19. Mai: Wladimir Wsewolodowitsch Monomach, Fürst von Smolensk, Perejaslaw, Tschernigow und Großfürst von Kiew (* 1053) 23. Mai: Heinrich V., Römisch-deutscher Kaiser (* 1081 oder 1086) 22. Juni: Lambert de Saint-Bertin, französischer Benediktiner und Gelehrter (* um 1060) 3. September: Udalrich II., Fürstbischof von Eichstätt 19. September: Rusten, Abt von St. Blasien im Südschwarzwald 21. Oktober: Cosmas von Prag, böhmischer Chronist des Mittelalters (* um 1045) 3. Dezember: Berengar I. von Sulzbach, enger Berater Heinrichs V. und Begründer der Stifte Berchtesgaden, Baumburg und Kastl (* vor 1080) 20. Dezember: Rudgar von Veltheim, Erzbischof von Magdeburg 29. Dezember: Agnes, Äbtissin von Quedlinburg und Gandersheim (* um 1090)

Genaues Todesdatum unbekannt

Januar: Wilhelm II., Freigraf von Burgund und Graf von Mâcon (* um 1085) Mai oder Juni: Friedrich IV., Graf von Putelendorf und Pfalzgraf von Sachsen (* 1085) Ibn al-Chaschschab, Oberrichter von Aleppo Rugger, Bischof von Würzburg

Gestorben um 1125

Edgar Ætheling, angelsächsischer Anwärter auf den englischen Thron (* um 1051)

Literatur Steffen Patzold: Europa im Jahr 1125: Eine politische Zäsur? In: Alexander Koch / Bernd Schneidmüller / Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die Salier. Macht im Wandel, München 2011, S. 267–273.

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