mini|Autobahn-Vignette der Schweiz für 2025 Eine Autobahnvignette ist ein länderspezifischer Aufkleber (oder ein digitales Pendant) als Nachweis der Bezahlung einer fälligen Maut zur Benutzung des Autobahnnetzes dieses Landes. Eine solche Vignette wird in vielen Ländern als Nachweis der Bezahlung der Autobahnmaut verwendet und berechtigt zur Benutzung der mautpflichtigen Autobahnen innerhalb einer Zeitspanne. Im Unterschied zu einer streckenabhängigen Maut ist die mit einer Vignette bezahlte Maut also zeitabhängig. Die Vignette wird an der Frontseite des Fahrzeuges aufgeklebt, wobei die nationalen Vorschriften voneinander abweichen.

Bulgarien mini|Preisliste für Vignetten in Bulgarien Für die Benutzung der Fernstraßen und Autobahnen in Bulgarien müssen In- und Ausländer, die ein mehrspuriges Kraftfahrzeug verwenden, eine Vignette erwerben. Für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen gibt es Tages-, Wochen-, Monats-, 3-Monats- und Jahreskarten, per 1. Januar 2026 zum Preis von 4,09 €, 7,67 €, 15,34 €, 27,61 € und 49,60 €.https://www.adac.de/reise-freizeit/maut-vignette/bulgarien/#vignette Motorräder unterliegen nicht der Vignettenpflicht.

Wochen- und Monatsvignetten mussten bis zur Einführung der elektronischen Vignette durch die Vertriebsstelle gelocht werden. Innerstädtisch kann auch ohne Vignette gefahren werden – der Übergang von einem Ort zum anderen ist nur über Landstraßen möglich. Die gebührenpflichtigen Abschnitte der Fernstraßen sind jeweils (meistens) mit Schildern gekennzeichnet. Vignetten sind an den Grenzübergängen und bei den größeren Tankstellenketten zu erwerben.

2005 warnte der ADAC vor dem Verkauf gefälschter bulgarischer Vignetten selbst durch Grenzbeamte.autobild.de: Falsche Vignetten von echten Beamten, 25. August 2005burning-out-motorrad-news.de: , 23. August 2005.

Seit 2016 werden Video-Brücken verwendet, um die Vignettenbenutzung zu kontrollieren. Diese befinden sich an den Fernstraßen (bul. магистрали) im Übergang von einer freien städtischen Zone zur benachbarten. Ob auch immer alle funktionieren, ist nicht bekannt. Beim Verlassen des Landes wird anhand des Kennzeichens überprüft, ob Mautstraßen ohne Vignette benutzt wurden, und gegebenenfalls eine Ersatzmaut kassiert.

Am 1. Januar 2019 ist die bulgarische Klebevignette durch eine elektronische Vignette ersetzt worden. Diese ist nun entweder online mit Banküberweisung oder Kreditkarte oder vor Ort bei Selbstbedienungsautomaten mit Bankkarte oder Tankkarte oder an Kassen mit Bargeld erwerbbar.

Deutschland In Deutschland gibt es keine Autobahnvignette.

Es gab vor der Einführung des Toll-Collect-Systems die Euro-Vignette für Lastkraftwagen. Diese ist am 31. August 2003 ausgelaufen und brachte dem Staat circa 38 Mio. Euro im Monat ein. Die 1995 eingeführte Vignette kostete 750 bis 1550 Euro im Jahr für schwere Lkw ohne Schadstoff-Filter. Das Autobahnmautgesetz für schwere Nutzfahrzeuge vom 5. April 2002 umfasste diese Regelungen. Wegen der geltenden EU-Wegekostenrichtlinie durften die Vignettengebühren nicht erhöht werden.

Durch das am 12. Juni 2015 in Kraft getretene Infrastrukturabgabengesetz (InfrAG) wurde in Deutschland eine generelle Abgabenpflicht für Pkw eingeführt. Dieses sah nach seinem Wortlaut eine Abgabepflicht für Benutzung von Bundesfernstraßen vor, die für in Deutschland zugelassene Pkw eine jährlich zu entrichtende Abgabe darstellen sollte. Für nicht in Deutschland zugelassene Pkw wäre die Pflicht zur Entrichtung dieser Abgabe vor Beginn der Nutzung einer Autobahn entstanden. Die Entrichtung der Abgabe würde durch eine Autobahnvignette ausgewiesen ( Abs. 1 InfrAG).

Die Erhebung der Abgabe sollte beginnen, nachdem das Kraftfahrt-Bundesamt mit Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur das Vorliegen der technischen Einsatzbereitschaft des zur Erhebung der Infrastrukturabgabe erforderlichen Systems festgestellt hätte. Nach der Entscheidung des europäischen Gerichtshofs wurde das geplante Mautmodell jedoch untersagt, da es eine Ungleichbehandlung zwischen In- und Ausländern dargestellt hätte und die Mautpläne verworfen.

Moldau Fahrzeuge, die nicht in der Republik Moldau zugelassen wurden, müssen für die Benutzung des moldauischen Straßennetzes eine Vignette vorweisen. Je nach Dauer reicht der Preis der Vignette von 4 Euro (7 Tage) bis 180 Euro (über 180 Tage).

Montenegro Vom 15. Juli 2008 bis zum 31. Dezember 2011 wurde an den Grenzen Montenegros für Straßenfahrzeuge die mautähnliche Umwelt-Jahresgebühr Eko Naknada erhoben. Die Jahreskarte kostete für Pkw 10 Euro (2011) und wurde als Vignette in die Windschutzscheibe geklebt.

Österreich mini|Hinweis auf Mautpflicht vor Autobahn- bzw. Schnellstraßenauffahrten

Seit dem 1. Jänner 1997 mussten Kraftfahrzeuge mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von weniger als 12 Tonnen, wenn sie Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich benutzen, mit einer Mautvignette ausgestattet sein, wofür ein Nutzungsentgelt (damaliger Preis öS 550,- (~40 Euro)) zu entrichten ist.§ 7 des Bundesstraßenfinanzierungsgesetz 1996 () Vor der Auffahrt auf eine vignettenpflichtige Straße muss eine Autobahnvignette, auch als „Autobahnpickerl“ bezeichnet, ordnungsgemäß von innen an der Windschutzscheibe angebracht oder mit Bekanntgabe des Autokennzeichens digital erworben werden. Keine Vignettenpflicht besteht für Sondermautstrecken., „Abschnitt A 13 Brenner Autobahn“§ 7 des Bundesstraßenfinanzierungsgesetz 1996 ()

Der Beginn vignettenpflichtiger Straßen ist mit Tafeln „Vignetten-/Mautpflicht“ (siehe Bild) gekennzeichnet, dass zumindest wenige Meter vorher noch die Möglichkeit zum Ausweichen oder Umkehren besteht. Durch den durch die Gebührenpflicht neu entstandenen Bedarf nach Ausweichrouten wurden diese in den Jahren darauf erstmals mit Wegweisung versehen. Kleine Straßeneinmündungen an Autobahnparkplätzen oder Autobahnstationen, so sie nicht ohnedies aufgelassen wurden oder nur in einen von der Autobahn abgetrennten Parkplatz für Mitarbeiter und Lieferanten münden, wurden vermehrt abgeschrankt oder mit „Vignettenpflicht …“ markiert.

Bei der Einführung im Jahr 1997 gab es Anfangsschwierigkeiten hinsichtlich der Lieferung von Bus- und Pkw-Wochenvignetten. In einzelnen Medien (Ö3 Wecker Vignettenman, Kurier) kursierten auch Berichte über mangelhafte Eigenschaften des verwendeten Klebstoffes, die jedoch auf Nichteinhaltung der auf der Vignette angegebenen Mindestverarbeitungstemperatur zurückzuführen waren und auch in der parlamentarischen Aufarbeitung nicht thematisiert wurden.

Alle Einnahmen der Vignette kommen der Infrastrukturgesellschaft ASFINAG zugute und fließen nicht in das allgemeine österreichische Staatsbudget.

Jedoch kann bei einem Gewinn durchaus Geld an den Staat als Dividende fließen.ÖAMTC: Autofahrer:innen zahlen über ASFINAG-Dividenden Milliarden für öffentlichen Verkehr, auf oeamtc.at

Vignettentypen und -preise Es werden Vignetten für Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen ausgegeben. Bis zur Einführung der fahrleistungsbezogenen Lkw-Maut in Österreich 2004 existierten auch Vignetten für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen. Vignetten sind als 1-Tages-, 10-Tages-, 2-Monats- oder Jahresvignette erhältlich, die Rechnung enthält 20 % Umsatzsteuer, deren Rückvergütung Ausländer unter Umständen betreiben können.

Die folgenden Tabellen listen die Preise der Vignetten der letzten Jahre für Pkw und Motorräder in Euro auf. Die Preise sind jeweils gültig ab dem 1. Dezember des Vorjahres. Somit ist beispielsweise ab dem 1. Dezember 2023 der Preis für 2024 zu entrichten.

PKW 1997… …2000 2001... …2010… …2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 1 Tag – – -- – – – – – 8,60 9,30 9,60 10 Tage – 5,09 -- 7,90 9,40 9,50 9,60 9,90 11,50 12,40 12,80 2 Monate 10,90 10,90 21,80 22,90 27,40 27,80 28,20 29,00 28,90 31,10 32,00 1 Jahr 39,97 39,97 72,60 76,20 91,10 92,50 93,80 96,40 96,40 103,80 106,80 Motorrad 1997… …2000 2001... …2010… …2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 1 Tag – – -- – – – – – 3,40 3,70 3,80 10 Tage – – -- 4,50 5,40 5,50 5,60 5,80 4,60 4,90 5,10 2 Monate – 5,81 10,90 11,50 13,70 13,90 14,10 14,50 11,50 12,40 12,80 1 Jahr 15,99 15,99 29,00 30,40 36,20 36,70 37,20 38,20 38,50 41,50 42,70 Quelle Bundesstraßenfinanzierungsgesetz 1996 () Vignettenpreisverordnung 2009 () Vignettenpreisverordnung 2019 () Vignettenpreisverordnung 2020 () Vignettenpreisverordnung 2021 () Vignettenpreisverordnung 2022 () Änderung des Bundesstraßen-Mautgesetzes 2002 und des ASFINAGGesetzes () Vignettenpreisverordnung 2024 () Vertriebssystem gewährleistet Umstieg auf Digitale Vignette ab 2027 – Klebevignette für 2026 wird „feuerrot“, asfinag.at, 8. Oktober 2025, abgerufen am 8. Oktober 2025.

Die Vignettenpreise werden gesetzlich jährlich nach dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) angepasst.

Die Jahresvignetten sind vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Jänner des Folgejahres gültig. Die 2-Monats-Vignette wird von der Verkaufsstelle auf einen Wunschtag gelocht und gilt von diesem bis inklusive des numerisch gleichen Tages zwei Monate später, also maximal 63 Tage. Drei mal „zwei Monate“ kommt – nur in der Kategorie Auto – 10 % günstiger als „ein Jahr“; ab 28. Mai decken drei 2-Monatsvignetten die Zeit bis zur Jahresvignette des Folgejahres lückenlos ab. Die 10-Tagesvignette wird mit dem ersten der genau zehn Gültigkeitstage gelocht. Bei Pkw, Wohnmobilen und sonstigen Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht ist die Vignette von innen an einer gut sichtbaren Stelle der Windschutzscheibe zu befestigen. Bei Motorrädern ist die Vignette an einem sauberen und nicht auswechselbaren Außenteil des Motorrades, wie zum Beispiel am Gabelholm oder am Tank, zu befestigen. Für Pkw-Anhänger besteht grundsätzlich keine zusätzliche Vignettenpflicht.

Ehemaliges: Wochenvignette und Korridorvignette Im ersten Jahr der Erhebung der Autobahngebühr gab es statt der heutigen 10-Tages-Vignette eine Wochenvignette, die fälschlich von vielen Kraftfahrern als 7-Tages-Vignette aufgefasst wurde. Die Gültigkeit war jedoch an die Kalenderwoche gebunden. Allerdings wurde bereits ab Donnerstag die für die nächste Woche gültige Vignette verkauft, somit lag die Gültigkeit zwischen minimal fünf Tagen (Mittwoch bis Sonntag) und maximal elf Tagen (Donnerstag bis Sonntag der Folgewoche).

Vom 1. September 2008 bis vor dem Tag der Fertigstellung der zweiten Tunnelröhre des Pfändertunnels am 4. Juli 2013 wurde als Sonderregelung für Transitreisende zwischen Deutschland und der Schweiz über die A 14 und durch den Pfändertunnel eine spezielle Korridorvignette angeboten, die für 24 Stunden gültig war. Sie kostete pro Fahrtrichtung 2 Euro und berechtigte zur Fahrt auf der Autobahn von der Staatsgrenze bei Hörbranz bis zur Ausfahrt Hohenems.

Ab Gültigkeitsjahr 2018: Digitale Vignette