Die Ramesch-Knochenhöhle (Katasternummer 1636/08a) ist eine Höhle im Toten Gebirge in Oberösterreich. Sie befindet sich am Fuße des Ramesch (Warscheneckgruppe in ).

Beschreibung mini|Ramesch-Nordseite mit Höhle im rechten Bilddrittel In der Ramesch-Knochenhöhle wurden Skelettreste von Höhlenbären (Ursus spelaeus eremus: Ramesch-Bär) entdeckt, die aus der Zwischeneiszeit zwischen 65.000 und 30.000 vor heute stammen. Das Fundgut besteht zu über 99 Prozent aus Resten des Höhlenbären, der Rest stammt von Höhlenlöwe, Wolf, Alpensteinbock und von der gefleckten Schnirkelschnecke.Rabeder 1985, S. 166.

Zudem fand man fünf Steinwerkzeuge aus der Epoche des Moustérien, die einen zeitweisen Aufenthalt von Neandertalern in der Höhle belegen.Rabeder 1985, S. 169–172. Diese Zeit fiel in eine wärmere Klimaphase, die Menschenleben auch in Hochgebirgsregionen zuließ.

Ausgestellt sind die Funde im Österreichischen Felsbildermuseum in Spital am Pyhrn.

Siehe auch Drachenhöhle bei Mixnitz Merkensteinhöhle

Literatur Gernot Rabeder: Die Grabungen des Oberösterreichischen Landesmuseums in der Ramesch-Knochenhöhle (Totes Gebirge, Warscheneck-Gruppe). In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Band 130a, Linz 1985, S. 161–181 (). Bernhard Gruber, Gernot Rabeder: Höhlenbär und Bärenjäger. Ausgrabungen in der Ramesch-Knochenhöhle im Toten Gebirge (= Kataloge des OÖ. Landesmuseums. Neue Folge 6). Linz 1986, S. 1–31 ().

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Oberösterreich Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa Kategorie:Totes Gebirge Kategorie:Orographie des Einzugsgebiets Enns Kategorie:Geographie (Spital am Pyhrn) Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Neandertaler) Kategorie:Naturdenkmal in Oberösterreich Kategorie:Moustérien