Das Donator-Akzeptor-Prinzip (auch: Donor-Akzeptor-Prinzip) findet sich in chemischen Reaktionen, bei denen ein Teilchen von einem Reaktionspartner (Donator) auf den anderen Reaktionspartner (Akzeptor) übertragen wird. Der Begriff wird vor allem im Schulunterricht zum einfachen Verständnis von chemischen Vorgängen wie Säure-Base-Reaktionen oder Redoxreaktionen verwendet.

Beispiele

Ein Beispiel für das Donator-Akzeptor-Prinzip (Übertragung von positiv geladenen Teilchen) ist die Säure/Base-Reaktion. Hierbei ist die Säure der Donator, sie gibt ein Proton an die Base ab.

H2SO4 + 2NaOH -> 2H2O + Na2SO4

Ein Beispiel für die Übertragung von Elektronen ist die Redoxreaktion, bei der ein Elektron vom Reduktionsmittel (Donator) zum Oxidationsmittel (Akzeptor) übertragen wird. Der Bleiakkumulator stellt eine praktische Anwendung dar: Ein elementares Bleiatom (Elektronendonator) gibt unter Oxidation zwei Elektronen an ein 4-wertiges Bleiion ab, das durch die Elektronenaufnahme reduziert wird. Es entstehen zwei zweiwertig geladene Bleiionen, der Stromfluss in dieser reversiblen Reaktion liefert elektrische Energie.

Pb_{(s)} {}+ PbO2 + 2H2SO4 -> 2PbSO4 + 2H2O

Literatur Hans-Dieter Barke: Chemiedidaktik. 1. Auflage, Springer, 2006, ISBN 978-3-540-29460-3, S. 185–290. Jürgen Neumann: Praxishandbuch Chemie im Unterricht. 1. Auflage, Springer, 2022, ISBN 978-3-662-64964-0, S. 133–195.

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