Gauselfingen ist ein Dorf auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Es liegt und hat 1018 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025). Gauselfingen gehört seit 1974 zur Stadt Burladingen. Es liegt fünf Kilometer südöstlich davon.

Geschichte Auf der Gemarkung von Gauselfingen wurden drei prähistorische Grabhügel, Gräber aus der La-Tène-Zeit, aus keltischer und frühalemannischer Zeit entdeckt. Gauselfingen wird 772 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch im Lorscher Codex erstmals erwähnt. Im Mittelalter gehörte der Ort der Adelsfamilie Hölnsteiner. Von 1478 bis 1482 erwarben die Grafen von Zollern den Ort nach und nach von anderen Grundherren. Im 16. Jahrhundert kam Gauselfingen zum Amt Burladingen. Das Dorf hatte 1693 64, 1780 280 und 1871 bereits 561 Einwohner.

Durch den Bahnanschluss um 1910 setzte eine wirtschaftliche Entwicklung ein, die von der Textilindustrie dominiert wurde. In der Wirtschaftswunder-Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich ein moderner Industriestandort. Die Strukturkrise der Textilindustrie hat Gauselfingen seit den 1970er Jahren besonders hart getroffen. Alle Betriebe der Vor- und Nachkriegszeit gibt es heute nicht mehr.

Am 1. Januar 1974 wurde Gauselfingen im Zuge der Gebietsreform in Baden-Württemberg in die Stadt Burladingen eingegliedert.

Religion mini|hochkant|Katholische Kirche St. Peter und Paul Gauselfingens Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholischer Konfession. Die katholische Kirchengemeinde Burladingen-Jungingen ist über das Dekanat Zollern der Erzdiözese Freiburg zugehörig. Evangelische Kirchenmitglieder gehören heute der Evangelischen Landeskirche in Württemberg an, bis 1950 gehörte der Kirchenkreis Hohenzollern zur Evangelischen Kirche im Rheinland. In den evangelischen Gemeinden in Hohenzollern hat die altpreußische Gottesdienstform auf Wunsch der Gemeinden auch weiterhin Bestand.Antonia Lezerkoss: Südwest Presse Online, 3. Februar 2017, abgerufen am 18. Februar 2018.Dagmar Stuhrmann: Südwest Presse Online, 26. Januar 2017, abgerufen am 18. Februar 2018. Schwarzwälder Bote, 13. Februar 2013, abgerufen am 18. Februar 2018. Eine evangelische Kirche wurde in Gauselfingen 1958 gestiftet.Fabrikant zeigt sich großzügig, auf schwarzwaelder-bote.de

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr Durch das Dorf führen die Bundesstraße 32 und die Stammstrecke der Hohenzollerischen Landesbahn von Hechingen nach Sigmaringen.

WIR Projekt 1985 erwarb ein Verein die von Jeremis Conrad Maier erbaute Textilfabrik beim Bahnhof. Nachdem etliche Firmen mit den Gegebenheiten wie der maximalen Deckentraglast in den ehemaligen Nähsälen von 1911 nicht mehr zurechtkamen, wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen.

Mehrgenerationenhaus Im Jercoma-Gebäude – einem Mehrgenerationenhaus – wird neben der Wohnmöglichkeit auch eine Arbeitsmöglichkeit geboten. Küche und Bad werden teilweise geteilt, man hat einmal monatlich ein gemeinsames Frühstück, bei dem besprochen wird, was erledigt werden muss.WIR, auf wir-projekt.deAlle Generationen unter dem selben Dach, auf schwarzwaelder-bote.deSeine Nummer kursiert als Geheimtipp, auf schwarzwaelder-bote.de, auf swp.de

Literatur Erhard Lazi (Hrsg.): Der Zollernalbkreis. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-8062-0205-2, S. 288.

Weblinks

Gauselfingen Gauselfingen auf der Website der Stadt Burladingen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Zollernalbkreis Kategorie:Ort auf der Schwäbischen Alb Kategorie:Wohnbezirk von Burladingen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Zollernalbkreis) Kategorie:Ersterwähnung 772 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974