Die Bettelwurfhütte (Eigenschreibweise der Pächter: Bettelwurf Hütte) ist eine Schutzhütte der Sektion Innsbruck des Österreichischen Alpenvereins in Höhe auf der Südseite des Großen Bettelwurfs. Die Schutzhütte befindet sich im Karwendel in Tirol hoch über dem Halltal unweit von Hall in Tirol.

Geschichte mini|links|Die Einweihung der Bettelwurfhütte am 8. September 1894. Dahinter der Kleine und der Große Bettelwurf Die Erbauung der Bettelwurfhütte wurde in den Jahren 1891 bis 1893 von dem Innsbrucker Bergpionier Julius Pock initiiert. Nachdem 1893 die Hütte bei der Tiroler Landesausstellung in Innsbruck ausgestellt war, wurde sie im Jahr 1894 zu ihrem Bestimmungsort transportiert und dort wieder aufgebaut. Die ursprünglich sehr kleine Hütte wurde anfangs als Selbstversorgerhütte betrieben und erst ab 1902 bewirtschaftet. Bereits 1904 wurde die Hütte um ein Schlafhaus erweitert. Weitere Modernisierungen waren die Errichtung eines Stromaggregats 1964, der Bau einer Materialseilbahn 1966 und der moderne Sanitärtrakt 2003.

Wege Wegen der aussichtsreichen Lage und den reizvollen Tourenmöglichkeiten ist die Hütte für Bergsteiger ein beliebter Stützpunkt bei längeren Touren im südlichen Karwendel. Darüber hinaus können auch Tagesgäste aus dem Halltal den Hüttenweg bewältigen und nach einer Rast problemlos wieder am selben Tag absteigen. Vorrangig ist die Bettelwurfhütte jedoch ein wichtiger Stützpunkt am Innsbrucker Höhenweg, welcher von der Hafelekarspitze über die Pfeishütte hierher führt. Im Winter steht ein unverschlossener, beheizbarer Winterraum für Skitourengeher zur Verfügung, allerdings müssen lawinensichere Verhältnisse herrschen, um in der Umgebung der Hütte lohnende Skitouren gefahrlos unternehmen zu können. Die Hütte war Ziel des „Bettelwurflaufs“, eines jährlich ausgetragenen Berglaufs, der bis 2012 veranstaltet wurde. Dieser wurde von Absam bis zur Hütte ausgetragen.

Zugänge Von der Ladhütte im Halltal über den Hüttenweg, mittel, Gehzeit: 2,5 Stunden Von Sankt Magdalena () im Halltal, mittel, Gehzeit: 3,5 Stunden Von Absam durch das Halltal bis zur Ladhütte und Aufstieg über den Hüttenweg, mittel, Gehzeit: 3,5 Stunden Von Absam durch das Halltal über den Absamer Klettersteig (Schwierigkeit C, überwiegend A+B), Gehzeit: 4,5 Stunden

Übergänge zu anderen Hütten Hallerangerhaus und Hallerangeralm über Lafatscher Joch () und Durchschlag, mittel, Gehzeit: 2,5 Stunden Pfeishütte über Lafatscher Joch und Stempeljoch (), mittel, Gehzeit: 4 Stunden

Gipfelbesteigungen Großer Bettelwurf () über Eisengattergrat (Normalweg), teilweise versichert, Gehzeit: 2 Stunden Kleiner Bettelwurf () über Klettersteig, nur mit entsprechender Ausrüstung, Gehzeit: 1,75 Stunden Speckkarspitze () über Lafatscher Joch und Südwestgrat, markiert, ungesichert, Gehzeit: 3 Stunden Kleiner Lafatscher () über Lafatscher Joch und Südflanken, markiert, schwierig, Gehzeit: 3 Stunden Großer Lafatscher () über Lafatscher Joch und Südflanke, weglos, schwierig, Gehzeit: 3,5 Stunden

Literatur und Karte

Alpenvereinskarte 1:25.000, Blatt 5/2, Karwendelgebirge Mitte

Weblinks

Hüttengeschichte Website der Hütte

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