Die Kodi Handels GmbH (Eigenschreibweise: KODi) ist ein deutsches Einzelhandels-Unternehmen mit operativem Hauptstandort in Oberhausen, Nordrhein-Westfalen. Juristischer Sitz der Gesellschaft ist jedoch in Landsberg in Sachsen-Anhalt.https://www.northdata.de/Kodi%20Handels%20GmbH,%20Landsberg/Amtsgericht%20Stendal%20HRB%2037771

Kodi betreibt rund 245 Standorte in Deutschland (davon einen Großteil in Nordrhein-Westfalen). Als Nahversorger des täglichen Bedarfs befinden sich die Filialen überwiegend in Stadtteillagen von Großstädten sowie in mittleren und kleinen Innenstädten.

Geschichte Kodi wurde 1981 von der SPAR Lebensmittelgroßhandlung Karl Koch & Sohn aus Langenfeld gegründet. Der Name KODi setzt sich aus „KO“ für den Gründernamen Koch und „Di“ für Discount zusammen. Im Jahr 1982 wurde die erste Filiale in Düsseldorf-Rath eröffnet. Mitte der 1980er Jahre ging das Unternehmen Karl Koch & Sohn in die SPAR Handels-AG über. Kodi wurde zum 1. Januar 2002 an die Meridian Immobilien- und Verwaltungs GmbH in Leipzig verkauft.

Am 28. November 2024 beantragte Kodi die Einleitung eines Schutzschirmverfahrens. Im März 2025 teilte Kodi mit, 80 von 230 Filialen zu schließen und 520 von noch 1720 Mitarbeitern zu entlassen. Ein Konsortium um den Kodi-Gesellschafter Richard Nölle habe sich darauf verständigt, 150 Filialen und etwa 1200 Beschäftigte zu übernehmen.

Im Februar 2026 übernahm die Kodi-Muttergesellschaft Kodi Beteiligungs GmbH den in Ostdeutschland agierenden Nonfood-Discounter Mäc Geiz, der somit nun ein Schwesterunternehmen von Kodi ist.https://dubisthalle.de/kodi-uebernimmt-nonfood-kette-maec-geiz/

Am 14. Juli 2026 stellte die Kodi Handels GmbH beim Amtsgericht Halle (Saale) erneut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Das Gericht entsprach dem Antrag und ordnete die vorläufige Eigenverwaltung an. Der Geschäftsbetrieb wird zunächst an allen Standorten fortgeführt. Zugleich kündigte Kodi-Geschäftsführer Fabian Grund an, voraussichtlich rund 50 der verbliebenen 150 Filialen zu schließen und Arbeitsplätze abzubauen. Das Unternehmen beschäftigte zu diesem Zeitpunkt rund 1.200 Mitarbeitende. Als Gründe für die erneute Insolvenz nannte Kodi unter anderem die anhaltend schwierige Lage im Einzelhandel, steigende Miet-, Energie- und Lohnnebenkosten sowie den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Online-Handel.

Produkte Das Kodi-Sortiment umfasst dauerhaft ca. 2700 Artikel – insbesondere des täglichen Bedarfs, z. B. aus den Bereichen Drogerie, Haushalt, Putzen und Reinigen, Desinfektion, Küche, Schreibwaren, Bücher, Taschenbücher sowie Lebensmittel und Getränke. Kodi führt sowohl Herstellermarken als auch Eigenmarken.

Weblinks kodi.de – Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Einzelhandelsunternehmen (Deutschland) Kategorie:Unternehmen (Oberhausen) Kategorie:Unternehmensgründung 1981 Kategorie:Non-Food-Discounter