Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) ist die geeinte Stimme der beruflich Pflegenden und Hebammen in Deutschland auf Bundesebene. Seit seiner Gründung im Jahr 1998 vertritt der Rat als Dachverband die wichtigsten Berufsverbände des deutschen Pflege- und Hebammenwesens sowie der Pflegewissenschaft. Ziel des DPR ist es, die Qualität, Nachhaltigkeit und Attraktivität der Berufe in der Pflege und im Hebammenwesen zu fördern und die pflegerische Versorgung qualitativ hochwertig und zukunftsfähig zu gestalten. Seit dem 14. Februar 2026 ist der DPR gemäß der Pflegeberufebeteiligungsverordnung – PflBBetV anerkannte maßgebliche Organisation der Pflegeberufe auf Bundesebene.
Struktur Die Ratsversammlung ist das oberste Organ des DPR. Sie wird aus je zwei Delegierten der Mitgliedsverbände und aus dem Präsidium gebildet. In jedem Geschäftsjahr finden mindestens drei Ratsversammlungen statt. Alle vier Jahre wählt die Ratsversammlung ein neues Präsidium.
Am 14. Mai 2025 wurde ein neues Präsidium des DPR gewählt:
Präsidentin Christine Vogler (im Amt bestätigt)
Vizepräsidentinnen Jana Luntz Pascale Hilberger-Kirlum
Weitere Präsidiumsmitglieder Inge Eberl Kathrina Edenharter Silke Ludowisy-Dehl Maria Kortgen
Geschichte Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich zu vertreten, ihre politische Arbeit zu koordinieren und die professionell Pflegenden in Deutschland mit einer Stimme zu vertreten. Im Jahr 2026 sind 22 Verbände Mitglied im DPR. Ursprünglich bestand der DPR aus fünf Verbänden. In den ersten Jahren wuchs die Zahl der Mitgliedsverbände auf elf an. Später schloss sich auch der Deutsche Hebammenverband dem DPR an. Heute vertritt der DPR auf Bundesebene die Interessen der Pflegeberufe.
Durch schriftliche Stellungnahmen, Teilnahme an Anhörungen, Kontakte zu Parteien im Bundestag, Gespräche mit Interessenverbänden und Öffentlichkeitsarbeit wird der DPR öffentlich wahrgenommen. Im Jahr 2003 hat er seinen Status als eingetragener Verein auf Bundesebene erhalten.
Seit 2014 organisiert der DPR jedes Jahr gemeinsam mit Partnern den Deutschen Pflegetag, die zentrale Veranstaltung für beruflich Pflegende in Deutschland. Der DPR richtet sich an die Profession Pflege, Experten sowie Entscheidungsträger aus Pflege, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Das Ziel des Deutschen Pflegetags ist es, die Profession Pflege zu stärken und ihr eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Anliegen selbstbewusst vertreten kann.
Im Rahmen des Deutschen Pflegetags wird auch der Deutsche Pflegepreis des DPR verliehen. Er zeichnet Persönlichkeiten und Institutionen aus, die sich für die Pflege engagieren. Dadurch erhält ihr Einsatz für Pflegende und Patienten eine öffentliche Anerkennung und Wertschätzung.
Zweck und Ziele Sitz des Vereins ist Berlin. Hier befindet sich auch die Geschäftsstelle, die Geschäftsführerin ist Christine Denk.
Zweck des Vereins laut Satzung:
die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, insbesondere eine nachhaltige, qualitätsorientierte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung die Förderung von Wissenschaft und Forschung die Förderung der beruflichen Bildung im Bereich des Gesundheitswesens
Ziele des DPR
Das wesentliche Ziel des DPR besteht darin, die Profession Pflege in vier entscheidenden Bereichen zu stärken:
bessere Arbeitsbedingungen, eine eigenständige Selbstverwaltung, eine höhere Berufsautonomie und die Umsetzung einheitlicher und durchlässiger Bildungsstrukturen.
Der DPR setzt sich für nachhaltige Verbesserungen in allen diesen Bereichen ein und sichert so gemeinsam die pflegerische und gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung.
Um diese Ziele zu erreichen, nutzt er verschiedene Zugänge wie Pressemeldungen, Expertenberichte, Positionspapiere, Stellungnahmen, Statements, Fachgremien, Netzwerkarbeit und Social Media. Er arbeitet eng mit allen Akteuren des Gesundheitswesens zusammen, fordert Mitbestimmung ein und bieten Lösungen an. Zudem beteiligt er sich an Gesetzgebungsverfahren und Diskussionen.
Fachkommissionen des DPR Innerhalb des DPR gibt es verschiedene Fachkommissionen, die detaillierte Positionspapiere erarbeiten und politische Prozesse eng begleiten.
Die aktuellen Fachkommissionen des DRP sind:
(siehe Fachkommissionen | Deutscher Pflegerat)
Fachkommission „Pflegebildung und Pflegewissenschaft“ Fachkommission zur „Pflegepersonalbedarfsermittlung in Krankenhäusern – DPR Fachkommission Pflegepersonalbemessungsinstrument (PBMI), Pflegepersonalregelung 2.0. (PPR 2.0)“ Fachkommission „Langzeitpflege“ Fachkommission „Digitalisierung in der Pflege“ Fachkommission zur „Aufnahme der Rechte von Menschen mit Pflegebedarf ins Grundgesetz“ Runder Tisch für alle, die pflegen Fachkommission „Gesundheitskompetenz“ Fachkommission „Exzellenzentwicklung in der Pflege“
Förderung des DPR Seit dem Jahr 2022 erhält der DPR eine finanzielle Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, die bis 2028 fortgesetzt wird. Mit der Hilfe des Projekts "Stä(rkung der) Be(rufsgruppe der) P(flegekräfte) StäBeP" soll
der Aufbau und die Entwicklung einer Geschäftsstelle die Öffentlichkeitsarbeit und die Mitwirkung bei Gesetzgebungsverfahren
ausgebaut werden. Durch diese Förderung war es möglich, erstmalig hauptamtliche Referenten einzustellen. Dadurch wird die vorwiegend ehrenamtliche Arbeit des DPR durch hauptamtliche Mitarbeiter gestärkt. Neben dem Aufbau der Geschäftsstelle wurde auch der Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut und die Mitwirkung bei Gesetzgebungsverfahren weiterentwickelt.
Durch das Projekt StäBeP wurde die gemeinsame Stimme des DPR als Vertretung der professionellen Pflege deutlich gestärkt.
Mitgliedsverbände Der DPR ist der Dachverband von 22 Berufs- und Interessenverbänden des Pflege- und Hebammenwesens in Deutschland.
Zu den Mitgliedsverbänden gehören:
AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen in Deutschland e.V. Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. Bundes-Dekanekonferenz Pflegewissenschaft gem. e.V. Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. Bundesverband Geriatrie e.V. Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. Bundesverband Pflegemanagement e.V. Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e.V. Deutsche Gesellschaft für Endoskopiefachberufe e.V. Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. Deutscher Hebammenverband e.V. Deutscher Pflegeverband e.V. Deutsches Netzwerk Advanced Practice Nursing & Advanced Nursing Practice (DNAPN) e.V. Initiative Chronische Wunden e.V. Katholischer Pflegeverband e.V. Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands e.V. Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. Verband für Anthroposophische Pflege e.V.
Weblinks deutscher-pflegerat.de – Offizielle Webseite Eintrag im Lobbyregister des Deutschen Bundestages
Einzelnachweise
Kategorie:Berufsverband (Pflege) Kategorie:Fachverband Kategorie:Berufsverband (Deutschland) Kategorie:Berufsverband (Gesundheitswesen) Kategorie:Verein (Berlin) Kategorie:Eingetragen im Lobbyregister des Deutschen Bundestags Kategorie:Pflege und Betreuung in Deutschland