zentriert|155px|Bischof Heribert im Pontifikale Gundekarianum Heribert wird Fürstbischof von Eichstätt. zentriert|185px|Godehard als Bischof von Hildesheim mit Stab und Hildesheimer Marienreliquiar (Basilika St. Godehard, Hildesheim, 19. Jh.) Godehard wird Bischof von Hildesheim. zentriert|350px|Münze, die für Anund Jakob geprägt wurde Anund Jakob wird König von Schweden. 1022 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 470/471 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1014/15 Buddhistische Zeitrechnung 1565/66 (südlicher Buddhismus); 1564/65 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 61. (62.) Zyklus Jahr des Wasser-Hundes 壬戌 (am Beginn des Jahres Metall-Hahn 辛酉) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 384/385 (Jahreswechsel April) Iranischer Kalender 400/401 Islamischer Kalender 412/413 (Jahreswechsel 5./6. April) Jüdischer Kalender 4782/83 (29./30. August) Koptischer Kalender 738/739 Malayalam-Kalender 197/198 Seleukidische Ära Babylon: 1332/33 (Jahreswechsel April) Syrien: 1333/34 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 1060 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1078/79 (Jahreswechsel April)
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Nordeuropa
Anund Jakob, seit 1019 bereits Mitregent, wird nach dem Tod seines Vaters Olof Skötkonung König von Schweden.
Südwesteuropa
Die Aftasiden unter Abdallah ibn Muhammad ibn Maslama ibn al-Aftas vertreiben den Statthalter des Kalifats von Córdoba und übernehmen die Herrschaft im Taifa-Königreich von Badajoz in al-Andalus.
Byzantinisches Reich/Georgien
König Giorgi I. von Georgien fällt im Byzantinischen Reich ein. Nach anfänglichen Erfolgen sieht sich Kaiser Basileios II. genötigt, erneut persönlich gegen Giorgi I. auszurücken. Aus Furcht vor einer erneuten Niederlage und aus Sorge vor den Repressalien, die seinem Lande bevorstehen könnten, bittet Giorgi um Frieden, der unter harten Bedingungen gewährt wird: Giorgi muss seinen vierjährigen Sohn Bagrat als Geisel an den byzantinischen Kaiserhof schicken, der dort drei Jahre bleibt.
Nikephoros Phokas Barytrachelos erhebt sich mit Unterstützung des Generals Nikephoros Xiphias in Kappadokien, der Machtbasis der Phokaden, erneut gegen Basileios II., als dieser sich gerade im Kampf gegen die Georgier befindet. Basileios zieht sich in die Festung Mastaton zurück, von wo aus er Boten zu den Rebellen schickt mit dem Auftrag, diese gegeneinander aufzuwiegeln – mit Erfolg, denn bei einem Treffen am 15. August wird Nikephoros Phokas auf Veranlassung des Xiphias umgebracht, sein Kopf an Kaiser Basileios geschickt. Xiphias selbst wird wenig später gefangen genommen, zum Mönch geschoren und in ein Kloster auf der Prinzeninsel Antigoni verbannt.
Kaiserreich China
23. März: Nach dem Tod von Song Zhenzong wird sein Sohn Song Renzong der vierte Kaiser der Song-Dynastie in China.
Urkundliche Ersterwähnungen
Erste urkundliche Erwähnung von Nettelrede in der Stiftungsurkunde des Michaelisklosters zu Hildesheim Erste urkundliche Erwähnung von Versoix 1022/39: Lienz wird erstmals urkundlich erwähnt.
Religion und Gesellschaft Kirchenhierarchie
Heribert wird dritter Fürstbischof von Eichstätt als Nachfolger des im Vorjahr verstorbenen Walther. Siegfried von Walbeck, bisher Abt des Klosters Berge bei Magdeburg, wird Bischof von Münster. Er folgt dem am 23. Januar verstorbenen Dietrich I. Heimo wird als Nachfolger des am 28. Februar verstorbenen Rudhart Bischof von Konstanz. Sigebert wird Bischof von Minden. Er folgt dem im Januar oder Februar verstorbenen Dietrich II. in diesem Amt. Nach dem Tod Bernwards am 20. November wird Godehard durch Kaiser Heinrich II. zum Bischof von Hildesheim berufen.
„Häresie von Orléans“
28. Dezember: Wegen der sogenannten Häresie von Orléans werden auf Befehl des Kapetinger-Königs Robert II. von Frankreich etwa zwölf hohe Gelehrte aus dem Umfeld der Königin Konstanze von der Provence als Häretiker verbrannt, darunter die Kanoniker der Kathedrale von Orléans. Es handelt sich um die erste bekannte Verbrennung des christlichen Mittelalters. Sowohl von der Härte der Strafe als auch vom Bildungsgrad der Angeklagten her ist die Affäre von Orléans, die auch als „Gelehrten-Häresie“ in die Geschichtsbücher eingeht, ein lange Zeit einmaliger Vorgang.
Sonstiges
Kaiser Heinrich II. und Papst Benedikt VIII. halten eine gemeinsame Kirchenversammlung in Pavia ab, auf der zahlreiche Reformbestrebungen aufgegriffen werden. Konzil von Pavia: Das Verbot der Priesterehe und Amtsenthebung verheirateter Priester wird neuerlich behandelt, die Erbunfähigkeit und Unfreiheit von Priesterkindern beschlossen.
König Robert II. von Frankreich stiftet den Orden des Sterns zu Ehren der Mutter Gottes.
Geboren
Harald Godwinson, letzter angelsächsischer König von England († 1066) 1021/22: Solomon ibn Gabirol, jüdischer Philosoph in al-Andalus (gest. um 1070)
Gestorben Todesdatum gesichert
23. Januar: Dietrich I., Bischof von Münster 28. Februar: Rudhart, Bischof von Konstanz
miniatur|hochkant|Symeon der Neue Theologe 12. März: Symeon der Neue Theologe, byzantinischer Kirchenlehrer, Mystiker und Dichter (* 949)
miniatur|links|hochkant|Kaiser Zhenzong 23. März: Song Zhenzong, Kaiser von China aus der Song-Dynastie (* 968) 28. Juni: Notker Labeo, Benediktinermönch und Leiter der Klosterschule in St. Gallen, Aristoteles-Kommentator und Übersetzer (* um 950) 17. Juli: Purchart II., Abt des Benediktinerklosters St. Gallen 15. August: Nikephoros Phokas Barytrachelos, byzantinischer Patrikios und Usurpator (* vor 970) 2. September: Máel Sechnaill mac Domnaill, König von Mide und Hochkönig von Irland (* 949) 20. November: Bernward, Bischof von Hildesheim und Heiliger (* um 950/960)
Genaues Todesdatum unbekannt
Abū ʿAbdallāh Muhammad ibn Muhammad al-Hārithī, schiitischer Theologe in Bagdad (* um 948 oder 950) Dietrich II., Bischof von Minden Rededja, tscherkessischer König
Gestorben um 1022
Ibn al-Bawwab, islamischer Kalligraf in Bagdad Olof Skötkonung, erster christlicher König von Schweden (* um 980)
Weblinks