mini|273x273px|Stadtgebiet Neumarkt Stauf () ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz.

Geographie Das Kirchdorf Stauf liegt auf einer Höhe von südwestlich von Neumarkt, am Fuß des 512 Meter hohen Staufer Berges, und hat 807 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2022). Über den Staufer Berg führt die Europäische Hauptwasserscheide, die Main/Donau-Wasserscheide, welche hier ebenso in der Nähe des Ortes den Ludwig-Donau-Main-Kanal kreuzt.

Geschichte Auf dem Staufer Berg befinden sich die Reste des Burgstalles Stauf, der zum Besitz der Familie Stauff von Stauffenberg gehörte, über die jedoch nur wenig bekannt ist. Ein Hans Staff von Stauffenberg ist 1424 Beisitzer beim Landgericht Hirschberg, 1427 folgt ihm ein Dietrich von Stauffenberg.

Der Ort selbst entwickelte sich ab etwa 1100, 1269 wird unter den zum Amt Berngau gehörigen Orten auch ein „Steuffleyn“ erwähnt. 1326 wird „Steufflein“ als Dorf mit 4 Huben und einem Lehen beschrieben. Im Sommer 1633, also im Dreißigjährigen Krieg, hielt sich in der Nähe von Stauf ein 600 Mann starkes Infanterieregiment des österreichischen Generals Ernesto Montecuccoli auf, die sich am 27. Juni 1633 ein Gefecht mit schwedischen Truppen lieferten. Als die Schweden kurz darauf nach starkem Beschuss in Neumarkt eindrangen, kam es in den umliegenden Orten zu Plünderungen, so auch in Stauf.

Die Gemeinde Stauf Mit dem königlichen Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstand die Ruralgemeinde Stauf, der neben dem Dorf Stauf auch der Ort Buchberg und die Einöde Hofbuchberg angehörten.

Für den Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals trat die Gemeinde Stauf 1845 den Rosenweiher ab und erhielt dafür 700 Gulden, mit denen 1852 eine Kapelle errichtet wurde.

Im Zweiten Weltkrieg blieb Stauf weitgehend von Zerstörungen verschont. Beim Kampf um Neumarkt im April 1945 errichtete eine SS-Einheit eine Feuerstellung auf dem Staufer Berg, die beim Heranrücken der amerikanischen Truppen jedoch aufgegeben wurde. +BerichtszeitpunktGemeinde StaufKirchdorf Stauf187128414819253121801950412264

Gebietsreform und Eingemeindung Bei der Gemeindegebietsreform, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, wurde die Gemeinde Stauf aufgelöst. Während das Dorf Stauf der Kreisstadt Neumarkt angegliedert wurde, fiel der Ortsteil Buchberg an die Gemeinde Sengenthal.

Seit jeher gehörte Stauf zur Pfarrgemeinde Berngau. 1976 wurde Stauf dann in die Pfarrei Woffenbach eingegliedert. 1979 erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Kirche St. Walburga, die 1980 fertiggestellt wurde.Website des Pfarrverbands West, abgerufen am 17. März 2026.

Einwohnerentwicklung Von 1840 bis 1970 handelt es sich um Zahlen der ehemaligen Gemeinde Stauf.

1840 bis 1950 / 1961 / 1970 / 1987 / 31. Dezember 2022 Verkehr und Infrastruktur Die Staatsstraße 2238, die Neumarkt mit Freystadt und der Bundesautobahn 9 verbindet, führte bis 1993 durch Stauf. Sie ist heute über eine Umgehungsstraße an die Neumarkter Stadtumgehung angeschlossen, wodurch der Straßenverkehr in Stauf erheblich reduziert werden konnte. Die Buslinie 569 verbindet Stauf mit dem Stadtzentrum und dem Bahnhof.

Stauf verfügt über nur wenig Infrastruktur. Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs, Ärzte, Kindergärten und Schulen befinden sich in Neumarkt selber oder im benachbarten Gemeindeteil Woffenbach. Südlich von Stauf liegt seit 1999 das Gewerbegebiet Stauf-Süd, in dem sich verschiedene Unternehmen ansiedelten. mini|Die alte Dorfkapelle von Stauf Kultur und Sehenswürdigkeiten Kirchliche Einrichtungen Dorfkapelle „Unbefleckte Empfängnis Mariä“Denkmalnummer D-3-73-147-91 „Unbefleckte Empfängnis Mariä“ Filialkirche St. Walburga

Bodendenkmäler (lt. Bayerischer Denkmalliste) Mittelalterlicher BurgstallDenkmalnummer: D-3-6734-0038 Mittelalterlicher Burgstall Vorgeschichtliche SiedlungDenkmalnummer: D-3-6734-0064 Vorgeschichtliche Siedlung

Vereinsleben Beim ältesten Verein des Dorfes handelt es sich um die 1897 gegründete Freiwillige Feuerwehr. Daneben sind die 1965 aus der Taufe gehobenen Burgschützen Stauf im Stadtteil sehr aktiv. Der im Jahre 1980 ins Leben gerufene SV Stauf, der zunächst in der Buchberger Straße seine Spielstätte hatte und später am Staufer Weiher eine Sportanlage erhielt, zeichnet für sportliche Belange verantwortlich. Der 1986 gegründete Verein für Gartenbau und Heimatpflege rundet das Vereinsspektrum Staufs ab.Webseiten der Vereine, abgerufen am 17. März 2026.

Weblinks

Belege

Kategorie:Geographie (Neumarkt in der Oberpfalz) Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)