zentriert|183px|St. Adalbert (Vojtech) und sein Bruder Gaudentius (Radim); Denkmal in Libice, Böhmen Gaudentius, erster Erzbischof von Gnesen, stirbt um das Jahr 1006. zentriert|157px|Seite aus dem Book of Kells Das Book of Kells wird aus einer Kirche in Irland gestohlen. zentriert|350px|Gesamtansicht der Tempelanlage von Borobudur Die buddhistische Tempelanlage von Borobudur wird durch einen Ausbruch des Vulkans Merapi zerstört. 1006 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 454/455 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 998/999 Buddhistische Zeitrechnung 1549/50 (südlicher Buddhismus); 1548/49 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 61. (62.) Zyklus Jahr des Feuer-Pferdes 丙午 (am Beginn des Jahres Holz-Schlange 乙巳) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 368/369 (Jahreswechsel April) Iranischer Kalender 384/385 Islamischer Kalender 396/397 (Jahreswechsel 26./27. September) Jüdischer Kalender 4766/67 (26./27. August) Koptischer Kalender 722/723 Malayalam-Kalender 181/182 Seleukidische Ära Babylon: 1316/17 (Jahreswechsel April) Syrien: 1317/18 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 1044 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1062/63 (Jahreswechsel April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Europa

Der ostfränkische König Heinrich II. schenkt dem Bistum Meißen drei Burgwarde, unter anderem das bei dieser Gelegenheit erstmals urkundlich erwähnte Göda, welches sich zum Zentrum der Christianisierung und territorialen Herrschaft in der Oberlausitz entwickelt. Der kinderlose König Rudolf III. von Burgund schließt mit seinem Neffen Heinrich II. einen Erbvertrag ab. Für seine Unterstützung soll der Kaiser Erbe von Burgund werden. Als Pfand erhält er vorab die Stadt Basel. Heinrich II. schließt ein Freundschaftsbündnis mit dem französischen König Robert II. Graf Balduin IV. von Flandern erobert gemeinsam mit Graf Lambert I. von Löwen die Stadt Valenciennes von der Grafschaft Cambrai. Arnulf II. von Cambrai bittet König Heinrich um Hilfe.

Afrika Sommer: Die aufständischen Beduinen der Kyrenaika rücken unter der Führung von Abu Rakwa gegen Ägypten vor, wo sie die Herrschaft der Fatimiden unter Kalif al-Hākim bi-amr Allāh gefährden. Ein Angriff auf Alexandria scheitert zwar, doch sie marschieren weiter auf Kairo. 16. August: Die Aufständischen werden bei Gizeh geschlagen. Am 30. August erleiden sie eine weitere schwere Niederlage bei Ras al-Birka. Abu Rakwa flüchtet nach Nubien, wo er in einem Kloster gefunden und gegen eine Geldzahlung an die Fatimiden ausgeliefert wird. Als Folge des Aufstands bemühen sich die schiitischen Fatimiden um eine verstärkte Annäherung an die Sunniten des Reichs.

Urkundliche Ersterwähnungen

1. April: Groß Börnecke, heute ein Stadtteil von Hecklingen, wird in einer Urkunde von Heinrich II. erstmals urkundlich erwähnt. Erste urkundliche Erwähnung der bayrischen Stadt Schwandorf, des Ortes Landershofen bei Eichstätt, der badischen Gemeinde Bellingen und des Freiburger Stadtteils Opfingen sowie von Oppligen. 1006/1020: Jaibing wird erstmals urkundlich erwähnt.

Wissenschaft und Technik

In China, Japan, dem Irak, Ägypten, Italien und der Schweiz wird im Sternbild Wolf die Supernova 1006 beobachtet, die bis zu −7,5 mag erreicht. SN 1006 dürfte damit das hellste natürliche punktförmige Himmelsobjekt gewesen sein, welches in der überlieferten Geschichte der Menschheit jemals zu sehen war. Den präzisesten zeitgenössischen Bericht überliefert der ägyptische Arzt und Astrologe Ali ibn Ridwan in seinem philosophischen Hauptwerk, dem Buch der Heilung.

Kultur, Religion und Gesellschaft Unbekannte Diebe stehlen das einzigartige Book of Kells aus der Kells Abbey in Kells in der irischen Grafschaft Meath. Nach einigen Monaten wird das Buch, um seinen kostbaren Einband beraubt, wiedergefunden. Das aufwendig gestaltete und verzierte Book of Kells enthält die vier Evangelien zusammen mit ganzseitigen Abbildungen von Jesus Christus, Maria mit Kind und den Evangelisten.

Katastrophen Ein gewaltiger Ausbruch des Vulkans Merapi auf Java lässt die große buddhistischen Tempelanlage von Borobudur für Jahrhunderte unter Sand, Steinen und Geröll verschwinden. Zugleich versinkt eine ganze Kultur. Es wird angenommen, dass auf diese Verwüstung der Zusammenbruch der hinduistischen Zivilisation des Königreichs von Mataram zurückzuführen ist.

Geboren

ʿAbdallāh ibn Muhammad al-Ansārī (bekannt als Pir e Herat), persischer Sufi-Dichter und Koranexeget († 1089) Ísleifur Gissurarson, erster Bischof von Island und Grönland († 1080) Konstantin X., Kaiser des Byzantinischen Reichs († 1067)

14. Oktober 1006/1007: Gottfried II., Graf von Anjou und Graf von Vendôme († 1060) um 1006: Petrus Damiani, italienischer Benediktiner, Bischof und Kirchenlehrer, einer der einflussreichsten Geistlichen des 11. Jahrhunderts, Heiliger der katholischen Kirche († 1072)

Gestorben

5. Februar: Albuin, Kärntner Adeliger, Bischof von Brixen 13. Februar: Fulcran, Bischof von Lodève (* um 926) 1005/1006: Emma von Böhmen, böhmische Fürstin

Weblinks