Bod (, siebenbürgisch-sächsisch Branjdref, ) ist eine Gemeinde in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Bringendorf oder Brignendorf und der ungarischen Botfalva bekannt.Bod bei arcanum.hu (ungarisch).
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Bod im Kreis Brașov Die Gemeinde Bod liegt im Burzenland im Nordosten des Kreises Brașov. Der Ort liegt an der Kreisstraße (drum județean) DJ 103, 15 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt), zwei Kilometer von der Nationalstraße DN 13, entfernt. Des Weiteren liegt die Gemeinde an der internationalen, elektrifizierten Bahnstrecke Teiuș–Brașov.
Geschichte
Archäologische Funde weisen darauf hin, dass die Gegend um die Ortschaft bereits in der Jungsteinzeit besiedelt gewesen sein dürfte.
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1386 nach der Ansiedelung der Siebenbürger Sachsen, die Brenndorf jahrhundertelang nachhaltig prägen sollten.
Durch die geografische Lage des Ortes war die Gemeinde seit jeher von aus dem Süden und Osten einfallenden Eroberungs- und Plünderungszügen bedroht.Historisches über die Entwicklung von Brenndorf auf www.siebenbuerger.de
Während des Zweiten Weltkrieges kam es aufgrund der Sendeanlage zu erheblichen Kämpfen.
Im Jahre 2009 wurden noch 65 Mitglieder der evangelischen Gemeinde gezählt.Dieter Drotleff: Pfarrer, Kuratoren, Seelenzahlen. In: Allgemeine Deutsche Zeitung. Beilage: Karpatenrundschau, 4. März 2010, S. 3.
Demografie Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Bod: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 1. November 2008 (PDF; 513 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1933 539 - 1258 136 1920 2393 920 100 1369 4 1956 3892 2140 638 1075 39 1977 5082 3297 837 919 29 2002 3927 3291 469 64 103 2011 3994 3373 322 42 257 (Roma 16) 2021 5097 4356 196 20 525 (Roma 4) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl 1977, gleichzeitig die der Rumänen und der Magyaren ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Rumäniendeutschen (1.406) wurde 1930 und die der Roma (136) 1850 registriert. Fast bei jeder Aufnahme bekannten sich einer bis drei Menschen als Ukrainer, Serben oder Slowaken.
Wirtschaft In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Eisenbahnlinie von Kronstadt nach Budapest errichtet, wodurch sich auch für Brenndorf neue Möglichkeiten der wirtschaftlichen Entfaltung ergaben.
Die 1889 gegründete Zuckerfabrik ist das markanteste Unternehmen der Gemeinde. Aus der Zeit der Gründung stammt auch die Katastralgemeinde „Colonia Bod“.
1933/34 wurde der Langwellensender Bod in Betrieb genommen.
Sonstiges Der rumänienweite Kälterekord wurde hier im Januar 1942 registriert (−38,5 °C).
Sehenswürdigkeiten Evangelische Kirche aus dem 14. Jahrhundert Lang- und Mittelwellensendeanlage von Bod (errichtet 1933/34), weithin sichtbar
Persönlichkeiten
Damasus Dürr (1537–1585), HumanistBericht über Damasus Dürr bei siebenbuerger.de Heinrich Zillich (1898–1988), Schriftsteller und Vertriebenenfunktionär Reinhardt Schuster (* 1936), MalerFranz Heinz: Malerei und Grafik von Reinhardt Schuster in Bern am 9. September 2012 bei siebenbuerger.de
Siehe auch Liste deutscher und ungarischer Bezeichnungen rumänischer Orte
Weblinks
Brenndorf auf www.siebenbuerger.de Website der Heimatortsgemeinschaft Brenndorf Bod bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1386