mini|hochkant|Ursula Hinrichs (2007) Ursula Hinrichs (geb. Tammen, * 27. April 1935 in Apen, Landkreis Ammerland) ist eine deutsche Schauspielerin.
Biografie Ursula Hinrichs kommt aus dem Oldenburger Land und spricht oldenburgisch platt. Mit siebzehn Jahren gab sie ihren Einstand mit „För de Katt“ an der Oldenburger August-Hinrichs-Bühne. August Hinrichs, der Namensgeber der Bühne, war der Großvater ihres Mannes. Mit ihrem Ehemann hat Hinrichs zwei erwachsene Kinder. Seit 1970 lebt sie in Buchholz in der Nordheide nahe Hamburg.
Die Volksschauspielerin ist seit 1981 fester Bestandteil des Ensembles des Ohnsorg-Theaters, wo sie seit 1972 schon regelmäßige Gastauftritte hatte. Durch die Fernsehaufzeichnungen der Ohnsorg-Stücke wurde sie auch einem bundesweiten Fernsehpublikum bekannt. Seit dem Jahr 2000 nimmt sie nur noch eine Rolle pro Saison am Ohnsorg-Theater an, was auch bei ihrem 80. Geburtstag noch der Fall war. Monika Nellesen (Die Welt) schrieb über Hinrichs anlässlich ihres 70. Geburtstages, die Schauspielerin verkörperte in ihren Rollen eine „seltene, kostbare Mischung“: Auf der einen Seite seien dort Disziplin verbunden mit einem „resolut deftigen Pragmatismus“, zugleich sei sie „herzerwärmend innerlich, gepaart mit mädchenhaft scheuem Charme.“
In den 1990er- und 2000er-Jahren war Hinrichs im Fernsehen auch regelmäßig außerhalb von Ohnsorg-Aufzeichnungen zu sehen. So zählte sie in den Kinderserien Neues vom Süderhof (1991–1997) und Die Kinder vom Alstertal (1998–2004) jeweils in der Rolle der Großmutter zur Hauptbesetzung. In der Miniserie Der große Bellheim war sie 1993 als Emma, die Haushälterin des von Mario Adorf gespielten Bellheim, zu sehen. Daneben ist sie seit 1956 als Sprecherin von plattdeutschen Hörspielen und Texten tätig, so seit 2011 als Oma Hertha in der NDR-Radioreihe Düsse Petersens. In den letzten Jahren nimmt Hinrichs im norddeutschen Raum häufiger plattdeutsche Lesungen vor., Artikel von 2019 (Nachweis für „letzte Jahre“).
Auszeichnungen 2008 wurde Hinrichs in der Sparte „Plattdeutsch“ mit dem Blauen Löwen, dem Kulturpreis des Landkreises Harburg, ausgezeichnet. Im Laufe ihrer Karriere erhielt sie außerdem die Kulturpreise der Stadt Oldenburg und der Gemeinde Apenhttps://www.nwzonline.de/apen/tange-theaterabend-erfrischender-auftritt-in-der-heimat-apen_a_5,1,911220498.html# sowie den Journalistenpreis der Hamburger Presse.
Filmografie (Auswahl)
Hörspiele (Auswahl) 1987: Lütt Engels (Radio Bremen/NDR) 2000: Susanne Krahe: Lisabetha - Regie: Gottfried von Einem 2006: Dylan Thomas: Ünner dem Melkwoold – Regie: Hans Helge Ott (RB/NDR) 2008: Kunterbunt is dat Leven! (CD) Seit 2011: Düsse Petersens – plattdeutsch-hochdeutsche Hörspielreihe, Radio Bremen und NDR 1.http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/niederdeutsches_hoerspiel/duesse-petersens/petersens134.html 2017: Die Piraten und der Windmacher (CD, ISBN 3-8337-1105-1)
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Einzelnachweise
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