Als Sonderkulturen werden in der Landwirtschaft und ihrer statistischen Auswertung die Bereiche der Pflanzenproduktion bezeichnet, die als besonders arbeits- und kostenintensiv gelten. Darunter fallen unter anderem: Weinbau Obstanbau Hopfen Feingemüse Gemüse Tabakanbau Gewürzanbau Arzneipflanzen Blumenkulturen Rosenzucht
Baumschulen außerhalb geschlossener Waldgebiete in Deutschland bewirtschaften z. B. über 3.300 landwirtschaftliche Betriebe allein zum Anbau von Weihnachtsbäumen insgesamt 19.100 Hektar in Weihnachtsbaumkulturen (Stand 2024)Advents- und Weihnachtszeit. Zahlen, Daten, Fakten . Destatis, abgerufen am 1. Januar 2025
Die Abgrenzungen des Begriffs sind nicht eindeutig, je nach Quelle wird beispielsweise der Gemüseanbau komplett, nur teilweise oder gar nicht den Sonderkulturen zugeordnet. Andere Definitionen wenden beispielsweise das Ausschlussverfahren an: Danach sind Sonderkulturen alle Kulturen, die nicht zu Hackfrüchten, Getreide oder Futterpflanzen zählen. Dazu kommen regionale Abweichungen, die von den jeweiligen Landwirtschaftskammern festgelegt werden.
Dennoch besitzen Sonderkulturen einige gemeinsame Merkmale: Sie sind kosten- und arbeitsintensiv. Ihre Marktorientierung und -abhängigkeit ist größer als beispielsweise im Getreidebau, deshalb sind Erlöse wie auch Risiken höher. Die Anbauflächen und -betriebe sind meist kleinteilig. Sie benötigen bestimmte klimatische Voraussetzungen.
Siehe auch Dauerkultur Kulturpflanze
Weblinks
Anja Heiderich (stud.): Baden-Württemberg – Land der Sonderkulturen
Einzelnachweise
Kategorie:Land- und Forstwirtschaft