Selbstkompetenz ist ein Begriff, der unter anderem in der Rehabilitation und im Bildungswesen verwendet wird. Den Begriff prägte der Erziehungswissenschaftler Heinrich Roth 1971 zur Unterscheidung von Kompetenzen, die in der Entwicklung des Menschen ausgeprägt werden. Daneben stehen die Sozial- und die Fachkompetenz.

Rehabilitation Er bezeichnet in der Rehabilitation die Fähigkeit von Patienten, auf der Grundlage von entsprechendem Wissen die Verantwortung für den Behandlungsprozess und die Rehabilitation zu übernehmen. Unter anderem gehört dazu auch, den eigenen Behandlungsprozess zu modulieren, auf gesunde Lebensführung zu achten – aber auch Wege zu finden, mit einer (chronischen) Krankheit oder Behinderung besser zu leben. Selbstkompetenz kann durch die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe erworben bzw. gestärkt werden.

Bildungswesen Die deutsche Kultusministerkonferenz beschreibt Selbstkompetenz als Der Begriff „Selbstkompetenz“ ersetzt (in diesem Zusammenhang) den bisher verwendeten Begriff „Humankompetenz“.

Im Rahmen der Betriebswirtschaftslehre wird statt von Selbstkompetenz auch von Empowerment oder von personaler Kompetenz (hier synonym zu Humankompetenz / Persönlichkeitskompetenz) gesprochen – im weitesten Sinne als Fähigkeit, mit sich selbst umzugehen.

Siehe auch Pädagogische Anthropologie Emotionale Intelligenz Schlüsselqualifikation

Literatur Periodicum: Schule leiten. [Friedrich Verl., Hannover/Seelze] () 6. Jg., Themenheft Nr. 20 „Innere Stärken entfalten: Selbstkompetenz“ (2020). Julius Kuhl, Susanne Müller-Using, Claudia Solzbacher, Wiebke Warnecke: Bildung braucht Beziehung: Selbstkompetenz stärken – Begabungen entfalten. / Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Hrsg.). Herder Verl., Freiburg/Basel/Wien , ISBN 978-3-451-32490-1.

Einzelnachweise

Kategorie:Physikalische und Rehabilitative Medizin Kategorie:Arbeits- und Organisationspsychologie Kategorie:Personalwesen