zentriert|182px|Beginn des Aufrufs An Mein Volk Mit dem Aufruf An Mein Volkbittet Friedrich Wilhelm III. von Preußen um Unterstützung im Kampf gegen Napoleon. zentriert|158px|Erste Ausgabe von Pride and Prejudice Der von Jane Austen 1797 verfasste Roman Pride and Prejudice wird veröffentlicht. zentriert|350px|Völkerschlacht bei Leipzig, Blick über das Schlachtfeld auf Leipzig, Gemälde von Ernst Wilhelm Straßberger Napoleon Bonaparte verliert in der Völkerschlacht bei Leipzig gegen die Truppen aus Österreich, Preußen, Russland und Schweden. 1813 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1261/62 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1805/06 (10./11. September) Bengalischer Solarkalender 1218/19 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2356/57 (südlicher Buddhismus); 2355/56 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 75. (76.) Zyklus Jahr des Wasser-Hahns 癸酉 (am Beginn des Jahres Wasser-Affe 壬申) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1175/76 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4146/47 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1191/92 Islamischer Kalender 1227/1228/1229 (Jahreswechsel 3./4. Januar // 23./24. Dezember) Jüdischer Kalender 5573/74 (24./25. September) Koptischer Kalender 1529/30 (10./11. September) Malayalam-Kalender 988/989 Seleukidische Ära Babylon: 2123/24 (Jahreswechsel April) Syrien: 2124/25 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1869/70 (April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Befreiungskriege 8. Februar: Professor Henrich Steffens ruft seine Studenten in Breslau zum Widerstand gegen Napoleon auf. Russische Truppen marschieren am gleichen Tag in Warschau ein. 9. Februar: König Friedrich Wilhelm verordnet Preußen die Wehrpflicht. 28. Februar: Das preußisch-russische Militärbündnis von Kalisch wird unterzeichnet. Beginn der sechsten Koalition. Die strittige Frage der Rückgabe polnischen Territoriums an Preußen wird ausgeklammert, doch ist in den geheimen Zusatzartikeln die Wiederherstellung des Vorkriegszustandes und damit gegebenenfalls eine äquivalente Kompensation für Preußen vorgesehen. 4. März: Einmarsch russischer Truppen in Berlin, das kurz zuvor von den Franzosen geräumt worden war. 10. März: König Friedrich Wilhelm III. stiftet den deutschen Kriegsorden des Eisernen Kreuzes, eine Tapferkeitsauszeichnung für Soldaten aller Stände. 13. März: Der französische Marschall Louis-Nicolas Davout lässt die Brücke über die Elbe in Meißen bewusst niederbrennen. 16. März: Preußen erklärt Frankreich den Krieg. 17. März: Mit dem Aufruf An Mein Volk wendet sich der preußische König Friedrich Wilhelm III. in Breslau an seine Untertanen, „Preußen und Deutsche“, und bittet um Unterstützung für den Kampf gegen Kaiser Napoleon I. Am gleichen Tag gründet Scharnhorst die preußische Landwehr. 18. März: Russland und Preußen vereinbaren ein gemeinsames Vorgehen in Norddeutschland und in den Rheinbundstaaten. Vor allem einige Kosakenregimenter rücken von Berlin aus Richtung Norden vor und zwingen die Herzöge von Mecklenburg, die Fronten zu wechseln. Russische Truppen unter dem Befehl von Friedrich Karl von Tettenborn besetzen Hamburg und vertreiben die Franzosen aus der Stadt. Diese erobern jedoch am 30. Mai den Ort zurück. 2. April: Im Gefecht bei Lüneburg siegen verbündete Preußen und Russen über ein französisches Korps. Das Gefecht ist die erste größere Kampfhandlung nach dem Rückzug der in Russland geschlagenen Franzosen hinter die Elbe. 5. April: Im Gefecht bei Möckern erringen die alliierten Truppen unter General Ludwig Adolf Peter zu Sayn-Wittgenstein einen ersten größeren Sieg über die zahlenmäßig überlegenen französischen Verbände. 21. April: Preußen bestimmt im Landsturm-Edikt, dass alle Männer vom vollendeten 17. bis zum 60. Lebensjahr, sofern sie weder der Armee noch der Landwehr angehören, künftig einem Aufgebot zur Landesverteidigung Folge zu leisten haben. 2. Mai: Schlacht bei Großgörschen, erste Schlacht der Befreiungskriege. 2. Mai: Gefecht von Halle. 20./21. Mai: Schlacht bei Bautzen zwischen der Koalition und den Franzosen, Sieg der napoleonischen Truppen. Durch die verlustreichen Siege erzwingt Napoleon die Räumung Sachsens und den Abzug der verbündeten russisch-preußischen Truppen nach Schlesien. 22. Mai: Schlacht bei Reichenbach und Markersdorf. 28./30. Mai: Gefecht an der Nettelnburger Schleuse. 4. Juni: Gefecht bei Luckau. 26. Juni und 30. Juni: entscheidendes Treffen zwischen Napoleon und Metternich im Marcolini-Palais in der Friedrichstadt vor Dresden; danach trat das Kaiserthum Österreich den antinapoleonischen Verbündeten bei. 27. Juni: Die zweite Reichenbacher Konvention wird geschlossen. 12. Juli: Der Trachenberg-Plan wird beschlossen. 23. August: Schlacht bei Großbeeren. 26. August: Schlacht an der Katzbach. 26./27. August: Schlacht um Dresden zwischen den Franzosen unter Napoleon und dem Hauptheer der verbündeten Koalitionstruppen. Letzter Sieg der französischen Truppen auf deutschem Boden. 27. August: Preußische Verbände und ein französisches Korps liefern sich während der Befreiungskriege die Schlacht bei Hagelberg, die durch das Eingreifen russischer Kosaken mit der Flucht der Franzosen endet. 29./30. August: Schlacht bei Kulm in Böhmen zwischen der Koalition und den Franzosen. Sieg der Koalitionstruppen. 4. September: Überfall bei Dassow. 6. September: Schlacht bei Dennewitz (Befreiungskriege). 16. September: Schlacht an der Göhrde. 30. September: Karl Theodor von Dalberg verlässt das Großherzogtum Frankfurt. 1. Oktober: Das Königreich Westphalen wird in Kassel vom eingerückten Kosakenanführer Tschernyschew für aufgelöst erklärt, nachdem die kapitulierenden französischen Truppen König Jérôme Bonapartes abgezogen sind. 3. Oktober: In der Schlacht bei Wartenburg gelingt einem preußischen Korps während der Befreiungskriege der Übergang über die Elbe und damit eine Bedrohung der Nordflanke der in Sachsen befindlichen französischen Truppen Napoleon Bonapartes. 8. Oktober: Im Vertrag von Ried (Ried im Innkreis) wechselt das Königreich Bayern die Fronten. Es verlässt das napoleonische Frankreich und tritt gegen die Zusicherung des Wahrens seines Besitzstands den Alliierten im Sechsten Koalitionskrieg bei. 14. Oktober: Das bislang verbündete Königreich Bayern erklärt Frankreich den Krieg.

mini|hochkant|Karte der Truppenstellungen am 16. Oktober 1813

16. bis 19. Oktober: In der Völkerschlacht bei Leipzig werden die Truppen Napoléons von den verbündeten Heeren der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden besiegt. 25. Oktober: Die siegreichen Einheiten beginnen mit der Belagerung von Erfurt im französischen Fürstentum Erfurt. 28. Oktober: Karl Theodor von Dalberg dankt zugunsten von Napoléons Stiefsohn Eugène de Beauharnais als Großherzog von Frankfurt ab; das Großherzogtum zerfällt. 31. Oktober: Napoleon Bonaparte setzt sich nach der Völkerschlacht bei Leipzig mit den Resten seiner Armee in der zweitägigen Schlacht bei Hanau gegen ein bayerisch-österreichisches Heer durch, das ihm den Rückweg nach Frankreich verlegen wollte. 2. November: König Friedrich I. von Württemberg wechselt auf die Seite der Verbündeten im Sechsten Koalitionskrieg gegen den französischen Kaiser Napoleon über. Österreich hat ihm im Vertrag von Fulda Zusicherungen zum Bestand seines Königreiches gegeben. 30. November: Prinz Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau, ehemals Statthalter Wilhelm VI. der Niederlande, kehrt aus dem britischen Exil zurück. 2. Dezember: Die Niederlande proklamieren ihre Unabhängigkeit von französischer Herrschaft und Wilhelm I. als ihren Souverän. 21. Dezember: Alliierte Truppen der sechsten Koalition rücken zwischen Basel und Schaffhausen in die Schweiz ein, deren Grenztruppen sich kampflos zurückziehen. Mit der Besetzung zieht das Ende der Mediation im Alpenstaat herauf. 29. Dezember: In Zürich beschließen zehn alte Kantone der Schweiz die Aufhebung der Mediationsverfassung. Weil zugleich die Untertanenverhältnisse abgeschafft bleiben, treten in den folgenden Wochen Spannungen auf.

Napoleonische Kriege auf der Iberischen Halbinsel

21. Juni: In der Schlacht bei Vitoria im Baskenland besiegen englische, portugiesische und spanische Truppen unter dem Oberbefehl Wellingtons die Franzosen. 31. August: Belagerung von San Sebastián, Briten und Portugiesen stürmen im Spanischen Unabhängigkeitskrieg die von Franzosen besetzte spanische Stadt San Sebastián und stecken sie dabei in Brand. 11. Dezember: Franzosen und Spanier schließen mit dem Vertrag von Valençay Frieden und vereinbaren die Rückkehr von Ferdinand VII. auf den spanischen Thron.

Weitere Ereignisse in Europa 23. Februar: Friedrich Franz I. von Mecklenburg, als erster deutscher Fürst, der sich für die Gleichstellung der Juden einsetzte, erließ die landesherrliche Constitution zur Bestimmung einer angemessenen Verfassung der jüdischen Glaubensgenossen in den herzoglichen Landen. Das Gesetz verlieh den Mecklenburger Juden sowohl das Privat- wie das Staatsbürgerrecht. 28. Mai: Johann Peter Horst und Friederike Luise Delitz werden als Mitglieder einer Mordbrennerbande auf der Berliner Jungfernheide dem Scheiterhaufen überantwortet. Dies ist die letzte Hinrichtung durch Verbrennen in Deutschland. 10. Juni: Das vom Minister Maximilian von Montgelas erlassene Judenedikt regelt deren rechtlichen Verhältnisse im Königreich Bayern bis hin zu einer Begrenzung von Familien pro Ort. 24. Oktober: Der Friede von Gulistan beendet den Russisch-Persischen Krieg und Persien verliert weite Teile des Kaukasus an Russland.

Britisch-Amerikanischer Krieg mini|Vereinigte Staaten 1813

22. Januar: Eine britisch-indianische Armee besiegt in der Schlacht bei Frenchtown eine etwa 1.000 Mann zählende amerikanische Truppe und zwingt sie zur Kapitulation. Indianer ermorden anschließend etwa 30–60 verwundete Amerikaner (sog. River Raisin Massacre). Gouverneurswahl in New York 1813. 6. Juni: 700 Briten siegen in der Schlacht bei Stoney Creek (Kanada) über 3.000 Amerikaner. 24. Juni: Britische Truppen zwingen in der Schlacht bei Beaver Dams eine zahlenmäßig überlegene amerikanische Abteilung zur Kapitulation. 10. September: Die Amerikaner besiegen in der Schlacht auf dem Eriesee ein britisches Flottengeschwader und zwingen die Briten zur Räumung der von ihnen besetzten Teile Michigans. 28. September: Nach ihrer Niederlage in der Schlacht auf dem Eriesee müssen die Briten das 1812 eroberte Detroit und weitere Positionen am Detroit River räumen. 5. Oktober: Die Amerikaner besiegen die sich vom Detroit River zurückziehenden britisch-indianischen Truppen in der Schlacht am Thames River und beseitigen damit die britische Bedrohung ihrer Nordwestgrenze am Eriesee. 26. Oktober: Britisch-kanadische Miliztruppen besiegen in der Schlacht am Chateauguay River eine achtfach überlegene amerikanische Armee und zwingen sie zum Rückzug aus Kanada. 10. November: Britische Truppen besiegen in der Schlacht bei Chrysler’s Farm eine zweite, zehnfach überlegene amerikanische Armee, womit eine Doppelinvasion nach Kanada endgültig gescheitert ist. 19. Dezember: Britische Truppen erobern im Handstreich die amerikanische Festung Fort Niagara. 29. Dezember: Im Krieg von 1812 brennen britische Truppen die Stadt Buffalo nieder.

Lateinamerika 17. Oktober: Im Chilenischen Unabhängigkeitskrieg sorgt das Gefecht bei El Roble für eine Überraschung. Nach starken Verlusten der Patrioten gegenüber einer royalistischen Streitmacht wendet sich durch den Widerstand eines Haufens um Bernardo O’Higgins ein verloren geglaubtes Gefecht zu Gunsten der Patrioten. 6. November: Auf dem Kongress von Chilpancingo fordert José Maria Morelos y Pávon erstmals die Unabhängigkeit Mexikos von Spanien durch die Abtrennung vom Vizekönigreich Neuspanien.

Asien