mini|alternativtext=Foto einer Kirche|Altarraum der Kreuzerhöhungskirche in Wissen. Peter Hecker (* 13. April 1884 in Türnich; † 28. Dezember 1971 in Odenthal-Scheuren) war ein deutscher Maler.

Leben und Werk Peter Hecker malte hauptsächlich Andachtsbilder, zumeist direkt auf Kirchenwände. Einige wenige profane Gemälde fanden sich in der Ordensburg Vogelsang und in der zerstörten Kölner Oper am Rudolfplatz.

In den Jahren 1906 bis 1908 besuchte Hecker die Kunstakademie Düsseldorf.Museum Kunstpalast: Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule (Auswahl, Stand: November 2016, ) Im Ersten Weltkrieg war er Soldat. Seine Fronterlebnisse flossen mitunter in seine kirchlichen Wandmalereien mit ein, etwa in einige Wandgemälde in der Frechener Kirche St. Audomar. Ein Frühwerk von Hecker war die Ausmalung der Köln-Ehrenfelder Kirche St. Mechtern, die über das Kölner Institut für religiöse Kunst vermittelt wurde. St. Mechtern wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Zwar sind einige Reste der Ausmalung erhalten geblieben, doch sein Heiland des 20. Jahrhunderts blieb es nicht. Auf diesem Bild sammelt Christus vom Schicksal gebeutelte Menschen um sich, während im Hintergrund das dekadente Nachtleben der Großstadt der 1920er Jahre dargestellt ist.

Das Schicksal von Zerstörung ereilte auch die Ausmalung einer alten Kirche in Arnoldsweiler bei Düren. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Hecker erneut den Auftrag, die Kirche auszumalen. Neben seinen obligatorischen Heiligenbildern sieht man nun einen Sensenmann auf einem der todbringenden Flugzeuge des zu Ende gegangenen Krieges reiten.

Bedeutend ist auch die Ausmalung der Kreuzerhöhungskirche in Wissen an der Sieg. Diese blieb vollständig erhalten und ist konzeptionell interessant, da sich die Ausmalung auf den Altar hin konzentriert. Sie steht damit im Einklang mit den Ideen der Liturgischen Bewegung, welche die Altar- bzw. Christo-Zentriertheit in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen stellte. Die Arnoldsweiler-Ausmalung kennt das nicht, da sich der eigentliche Altar in einer historistischen Hauptkirche neben der Grabeskirche des hl. Arnold befindet.

Hecker malte im Laufe der Jahre etliche weitere Kirchen aus, die meisten im Rheinland. Aber auch in der Sankt-Hedwigs-Kathedrale zu Berlin war er tätig. Ein letztes Werk findet sich im Kölner Dom. Unter der aus Beton gegossenen Orgelempore widmete er sich dem Thema Musik. Biblische Fundstellen, in denen Musik angesprochen wird, wie zum Beispiel die Posaunen von Jericho, sind dort bildlich umgesetzt. Eine Reverenz an den Auftraggeber enthält dieses Werk auch: Der Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Frings spielt Geige.

Hecker starb 1971 im Alter von 87 Jahren. Er war verheiratet mit Maria Hecker geb. Windelschmidt (1893–1978), einer Schwester des Malers Heinrich Windelschmidt. Die Familiengrabstätte befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

Siehe auch: Expressionistische Kirchenmalerei

Kirchen mit Gemälden von Peter Hecker Kölner Dom (Gewölbe unter der Orgelempore) St. Johannes Enthauptung (Koblenz) Kriegergedächtniskapelle von Alt St. Alban (Teil des Kölner Gürzenich) Kriegergedächtniskapelle von St. Mechtern (Köln) (im Zweiten Weltkrieg zerstört) St.-Patrokli-Dom (Soest) St. Albertus Magnus (Köln) St. Georg (Köln) St. Agatha (Merchingen (Merzig)) Bauwerk des Kirchenexpressionisten Clemens Holzmeister St. Nikolaus (Köln-Sülz) St. Nikolaus (Bensberg) (Kreuzweg) St. Marien (Recklinghausen-Süd) Kath. Kirche Herz Jesu (Leverkusen-Wiesdorf) St.-Hedwigs-Kathedrale (Berlin) (im Zweiten Weltkrieg zerstört) St. Audomar (Frechen) St. Marien (Neuss)Bildbeschreibung auf der Website der Gemeinde St. Barbara (Neuss)Geschichte der Kirche St. Barbara Neuss mit kurzer Beschreibung des Freskogemälde an der Chorwand Krankenhauskirche St. Elisabeth (Köln) Kreuzerhöhungskirche in Wissen an der Sieg (Gewölbe) 1952 und 1954: Klein St. Arnold (Arnoldsweiler)kirche-dueren-nord.de 1955–1960: St. Martin (Aldenhoven)kirchenmusik-dueren.de St. Maria Lyskirchen (Köln) St. Martinus (Burg), Altarfenster, hier fügte er 1969 zwei Astronauten in den Mond ein, um an die Mondlandung zu erinnern.WDR-Lokalzeit Bergisch Land vom 20. Juli 2009.Bildbeschreibung auf der Website der Gemeinde Sankt Raphael (Wuppertal) Alt St. Martin (Muffendorf) St. Severin (Mehlem) St. Andreas (Köln) (Chor und Kreuzweg) St. Margareta (Kloster Arnstein) St.-Franziskus-Schule Olpe, Treppenhaus, Fresko mit der Szene Predigt des hl. Franziskus, 1948 Generalvikariat des Erzbistums Köln, Marzellenstraße 32, Fresko im Treppenhaus misereor quadrogesima MCMLVIIII, 1959. Herseler-Werth-Schule, Bornheim-Hersel/Rhein Romanische Pfarrkirche St. Arnoldus in Arnoldsweiler Thomas-Morus-Akademie Bensberg (großer Kreuzweg) St. Elisabeth in Köln (Chor)

Literatur Elisabeth Peters: Kirchliche Wandmalerei im Rheinland 1920–1940. Ein Beitrag zur Geschichte des Kölner Instituts für religiöse Kunst. CMZ-Verlag, Rheinbach, 1996, ISBN 978-3-87062-026-4.

Barbara Schock-Werner: Domgeschichten, mit der Dombaumeisterin a.D. durch die Kölner Kathedrale, Köln 2020, S. 98–99.

Weblinks

WDR, 2004 Orgelempore in Kölner Dom, die ein Spätwerk Heckers trägt

Einzelnachweise

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