mini|Containerschiff Colombo Express im Hamburger Hafen mini|Historisches Handelsschiff: eine niederländische Fleute aus dem späten 17. Jahrhundert mini|Originalgetreue Nachbildung eines mittelalterlichen Schiffsquerschnitts Als Handelsschiff oder veraltet Kauffahrteischiff/Kauffahrer bezeichnet man im rechtlichen Sinne alle nicht staatlichen Schiffe (die Handelsflotte). Artikel 27 des deutschen Grundgesetzes bestimmt: „Alle deutschen Kauffahrteischiffe bilden eine einheitliche Handelsflotte.“
Im engeren Sinne versteht man unter einem Handelsschiff ein dem Transport von Gütern oder Personen zu gewerblichen Zwecken dienendes Schiff. Fischereischiffe, Forschungsschiffe und Sportboote sind hingegen keine Handelsschiffe, gehören aber bei Gewinnerzielungsabsicht zu den Kauffahrteischiffen.Christian Bubenzer, Runa Jörgens: Praxishandbuch Seearbeitsrecht, Walter de Gruyter, Berlin, 2015, S. 19ff
Anfang 2021 waren erstmals über 100.000 Seeschiffe mit mehr als 100 BRZ für den Welthandel in Fahrt, 2006 waren es weltweit etwa 70.000. Das Durchschnittsalter der Schiffe lag 2021 bei 21,7 Jahren.Rekordniveau bei der Flotte des Welthandels · Nie waren mehr Seeschiffe unterwegs als im Februar 2021. In: Täglicher Hafenbericht vom 22. Februar 2021, S. 1
Kauffahrteischiff Kauffahrteischiffe sind Seeschiffe, die mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben werden.
Jedes Kauffahrteischiff benötigt zurzeit: einen Fahrterlaubnisschein ein Schiffsbesatzungszeugnis ein Bootsausrüstungszeugnis oder Sicherheitszeugnis (siehe Befähigungszeugnis) Ausgestellt werden diese Dokumente von der Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr, (ehemals See-Berufsgenossenschaft).
Die Arbeit auf deutschen Kauffahrteischiffen ist im Seearbeitsgesetz (SeeArbG) geregelt. Das SeeArbG ist ein spezieller Teil des deutschen Arbeitsgesetzes, der die besonderen Regelungen für die Arbeit auf See enthält. Es resultiert aus der Umsetzung des internationalen Seearbeitsübereinkommens von 2006. Vorher regelte das Seemannsgesetz diesen Bereich.
Sportboote Sportboote unter deutscher Flagge, die mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben werden, werden zu den Kauffahrteischiffen gerechnet. Dazu gehören beispielsweise alle Schiffe unter deutscher Flagge, mit denen Ausbildung gegen Entgelt betrieben wird (Segelschule, Motorbootschule).
Arten von Handelsschiffen mini|hochkant|Binnentanker Julius Beckmann auf dem Main bei Frankfurt Man unterscheidet Handelsschiffe je nach Fahrtgebiet in: Seeschiffe (auch Küstenmotorschiffe) und Binnenschiffe
Gängige Schiffsarten sind unter anderem: Containerschiffe Massengutfrachter (auch Schüttgutschiffe oder Bulkcarrier genannt), etwa zum Transport von Kohle und Erz Tanker, unter anderem Öltanker, Produktentanker und Gastanker (LNG liquefied natural gas, LPG liquefied petroleum gas) Stückgutschiffe: Kühlschiffe beispielsweise für Fisch, Fleisch und Südfrüchte Schwergutschiffe Fähren RoRo-Schiffe mit befahrbaren Decks, auf die die Ladung gerollt wird Autotransporter (auch Car carrier genannt) Spezialschiffe für besondere Transportaufgaben, wie etwa Tiertransporter Passagierschiffe oder Fahrgastschiffe
mini|Der Hafenschlepper Michel dreht einen Autotransporter im Hamburger Hafen Daneben gibt es viele Arten von Spezialschiffen für andere Aufgaben, die auch zu den Handelsschiffen zählen, wie Schlepper für Hochsee und Hafen Schwimmbagger Bohrinselversorger
Handelsschifffahrt mini|Küstenmotorschiff Baltic Prestige Wenn auch die Bedeutung der Passagierschiffe für den Fernreiseverkehr abgenommen hat, so sind doch beim Güterverkehr die großen Handelsnationen in starkem Maße vom Seehandel und damit von Handelsschiffen abhängig.Auswärtiges Amt: Internationaler SeeverkehrHandelsschifffahrt auf Planet Wissen
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Kategorie:Frachtschiffstyp (Seeschifffahrt) Kategorie:Seehandel