Eliza Illiard, auch Ellice oder Elisa Illiard, geboren als Elisabeth Juliane Maria Piper (* 25. März 1906 in Köln; † 8. Juli 1969 in Berlin-WilmersdorfStandesamt Berlin-Schmargendorf, Sterbeurkunde Nr. 1790 vom 10. Juli 1969 (Landesarchiv Berlin). Die standesamtliche Namensform ist durchgängig Piper, lt. Grabstein Pieper), war eine deutsche Koloratursopranistin.

Leben 1932/1934 war Illiard am Nationaltheater Mannheim unter Intendant Herbert Maisch, der auch als Regisseur von 14 Spielfilmen bekannt wurde, engagiert. 1933 spielte sie die Fiaker-Milli in der Uraufführung von Arabella von Richard Strauss an der Staatsoper Dresden. 1934 sang sie die Dolores in der Uraufführung von „Lockende Flamme“ von Eduard Künneke im Theater des Westens in Berlin, ebenfalls 1934 die Elisabeth Hausdorf in der Uraufführung „Lauf ins Glück“ von Fred Raymond (mit Hans Söhnker) am Metropol Theater in Berlin

Weitere Bühnenrollen (Auszug): Angele Didier in „Der Graf von Luxemburg“ im Theater des Volkes in Berlin, Laura in „Der Bettelstudent“ im Admiralspalast in Berlin Weibliche Hauptrolle in „Herz über Bord“ im Theater am Nollendorfplatz in Berlin Gesangsdiva im Programm „Frauen am Variete“ im Wintergarten Berlin, Oktober 1935.

Eliza Illiard war von 1933 bis 1934 kurzzeitig mit dem Kaufmann André Mertens (* 1904 in Elberfeld) verheiratet.Standesamt Berlin-Dahlem, Heiratsurkunde Nr. 1 vom 29. Januar 1933 (Landesarchiv Berlin) 1935 heiratete sie den Komponisten, Bühnen- und Musikverleger und Dirigenten Will Meisel,Standesamt Berlin-Charlottenburg III, Heiratsurkunde Nr. 175 vom 12. März 1935 (Landesarchiv Berlin) der 51 Filmmusiken, 11 Bühnenwerke und zahlreiche Evergreens komponierte. Eliza Illiard war Erstinterpretin seines Koloraturwalzers „Lach mein Herz“.

Sie war Mutter zweier Söhne, Peter (1935–2010) und Thomas (1940–2014).. Beide wurden 1960 selbständige Verleger, ab 1969 waren sie alleinige Inhaber der Meisel Musikverlage.

Eliza Illiard lebte mit ihrer Familie in Berlin und war wegen ihrer künstlerischen Erfolge, ihres Sachverstandes und ihres Charmes eine angesehene Persönlichkeit in der Berliner Gesellschaft. Sie starb am 8. Juli 1969 im Alter von 63 Jahren im St. Gertrauden-Krankenhaus und wurde auf dem Friedhof Wilmersdorf neben ihrem Ehemann beigesetzt (Grabstelle C11-1-1/3).

Filmografie 1934: Gern hab’ ich die Frau’n geküßt 1934: Aufforderung zum Tanz 1935: Petersburger Nächte. Walzer an der Newa 1936: Liebeserwachen 1936: Skandal um die Fledermaus 1941: Ehe man Ehemann wird

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