Röttis ist ein Stadtteil von Plauen, des Verwaltungssitzes des sächsischen Vogtlandkreises. Röttis liegt im Stadtgebiet Nord und wurde 1999 eingemeindet. Zusammen mit Jößnitz und Steinsdorf bildet Röttis eine Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geographie Röttis liegt im Nordosten Plauens und grenzt an zwei weitere Stadtteile Plauens und an drei Ortsteile einer Gemeinde des Vogtlandkreises. Im Osten bildet die Weiße Elster die Grenze zur Nachbargemeinde.

Die Fläche der Ortschaft besteht zu 47,1 % aus Landwirtschaftlicher Nutzfläche und zu 29,0 % aus Wald. Die restliche Fläche sind Straßen, Wohn- und Industrieflächen.Gerd Kramer: Stadtentwicklung Plauen, Seite 64–65 in: Brigitte Unger, Werner Pöllmann u. a. (Hrsg.): Der Vogtlandatlas. Regionalatlas zur Natur, Geschichte, Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur des Sächsischen Vogtlandes. 3. Auflage. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2007, ISBN 978-3-937386-18-8

Geschichte Der Ort wurde 1244 als Rothis erwähnt. Es handelte sich um ein Waldhufendorf. Der Ort gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Plauen,Historisches Ortsverzeichnis Sachsen später zur Amtshauptmannschaft Plauen und anschließend zum Landkreis Plauen. 1969 wurde er nach Jößnitz eingemeindet. Am 1. Januar 1999 wurde Jößnitz mit Röttis und Steinsdorf in die damals noch kreisfreie Stadt Plauen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl: 1557: 9 besessene Mann, 1 Häusler, 4 Inwohner 1764: 6 besessene Mann, 3 Häusler, 13 Scheffel 1834: 61 1871: 94 1890: 98 1910: 113 1925: 101 1939: 83 1946: 140 1950: 131 1964: 78 2002: 50

Sehenswürdigkeiten mini|Die Elstertalbrücke an der Grenze zwischen Röttis und Jocketa

An der Grenze zu Jocketa befindet sich die Elstertalbrücke, die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt.

Politik Ortschaftsrat Der Ortschaftsrat für Röttis, Jößnitz und Steinsdorf besteht seit der letzten Wahl am 26. Mai 2019 aus acht Mitgliedern mit Vertretern der CDU, der SG Jößnitz und der FDP.

Ehrenamtlicher Ortsvorsteher ist Michael Findeisen (CDU).

Die Ortschaftsratswahlen von 1999 bis 2019 hatten folgende Ergebnisse (zum Vergleich ist auch noch die letzte Wahl zum Gemeinderat 1994 mit aufgeführt):

Parteien und Wählergemeinschaften201920142009 2004 1999 19941994 fand die letzte Wahl zum Gemeinderat der damals noch selbstständigen Gemeinde statt. % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % SitzeSG J e. V.Sportgemeinschaft Jößnitz e. V.42,1427,1319,5221,0213,1110,21CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands40,8342,1318,2217,1224,5312,81FDPFreie Demokratische Partei17,1117,1126,3321,4219,1244,85LinkeDie LinkeBis 2004 als Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS).----13,7121,8222,5218,1214,41FVSJFörderverein Schloß Jößnitz e. V.--------8,5011,1115,019,71 DSU Deutsche Soziale Union--------5,706,9010,118,11Gesamt100810081009100999,9Die restlichen Stimmen zu 100 % entfielen auf einen Einzelbewerber.910010Wahlbeteiligung in %69,154,848,746,454,275,3

Weblinks

Stadtteile und Ortschaften In: Webauftritt der Stadt Plauen.

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtteil von Plauen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Vogtlandkreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1969