miniatur|Krastjo Stojanow Pischurka (1856) Krastjo Stojanow Pischurka (auch Krastjo Stoyanov Pishurka geschrieben, ; * 1823 WrazaКръстьо Пишурка – ерудираният врачанин от Възраждането oder in LomFranziska Stelzner: Zum Werdegang der ersten praktizierenden Leipziger Zahnärztinnen am Beispiel von Alexandra Koch, geb. Pischurka (1895–1986). Dissertation, Universität Leipzig 2005, S. 30.; † 6. Januar 1875 ebenda) war ein bulgarischer Theaterregisseur und Schauspieler sowie Gelehrter und Schriftsteller aus der Zeit der bulgarischen nationalen Wiedergeburt.

Leben Kindheit und Jugend Krastjo Pischurka wurde in der im Balkangebirge gelegene Stadt Wraza 1823 geboren. Die meisten Quellen sprechen von einer Familie von Schriftstellern, aus der er stammen soll.„Произлиза от стар, издигнат врачански род с много книжовници, ...“ Zitat: Кръстьо Пишурка – ерудираният врачанин от Възраждането, in: news.vratza.com, vgl. Кръстьо Пишурка – ерудираният врачанин от Възраждането, in: Für andere Quellen ist die familiäre Herkunft Krastjo Pischurkas ungewiss.Krastjo Pischurka: Herkunft und Familiengeschichte bis zur Enkelgeneration, Januar 2013, S. 16 ff.

Aus seiner frühen Kindheit wird überliefert, dass sich die Bewohner seines Dorfes bei einem Überfall in Zisternen geflüchtet hätten. Dieser Überfall wird mit dem russisch-türkischen Krieg (1828–1829) in Verbindung gebracht. Krastjo Pischurka soll gerettet und anschließend in der Ukraine von einem weißrussischen Offizier aufgezogen worden sein.Franziska Stelzner: Zum Werdegang der ersten praktizierenden Leipziger Zahnärztinnen am Beispiel von Alexandra Koch, geb. Pischurka (1895–1986). Dissertation, Universität Leipzig 2005, S. 30.Krastjo Pischurka: Herkunft und Familiengeschichte bis zur Enkelgeneration, Januar 2013, S. 16

Er besuchte die elementare Klosterschule in Wraza und studierte später an der griechischen Schule in Plowdiw mit Abschluss an der griechischen Schule in Istanbul.

Wirken mini|Das von Krastjo Pischurka gegründete Tschitalischte in Lom

Er war einer der ersten bulgarischen Regisseure und Schauspieler. 1856 gründete er das Tschitalischte in Lom. Da Frauen nicht als Schauspielleinen auftreten durften, übernahm Pischurka die Rolle der Genowewa (aus dem Bulg. Многострадална Геновева) bei der Uraufführung des Melodrams am in Lom. Hier gründete er 1857 die Erste Bulgarische Frauenvereinigung. Während der Vorbereitungen zu der Aufführung Welisarij (aus dem Bulg. Велизарий), wurde Krastjo Pischurka wegen „Hervorrufung patriotischer Gefühle“ von der Osmanischer Obrigkeit verhaftet und zu drei Monaten Kerker verurteilt.

Nachdem er aus Lom vertrieben worden war, übernahm er ein Lehramt in Widin. 1862 kehrte er nach Lom zurück, wo er 1872 eine Buchhandlung eröffnete.

Krastjo Pischurka hinterließ ein umfangreiches literarisches Werk, übersetzte und bulgarisierte Dramen und Novellen. Er war Mitarbeiter folgender Zeitungen und Zeitschriften: Zarigradski westnik, Makedonija, Zornitza, Tschitalischte und Utschiliste.

Werke (Auswahl)

Аделаида, алпийската пастирка, 1857 Сбор от български песни, 1864 Опелото на Исуса Христа, 1869 Изпаднал търговец или смъртна жертва, 1870 Момина китка или книга за секого, Übersetzung aus dem Französischen eines Stückes von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont, 1870 Куткудячка или разни морални стихове и приказки, 1871 Рахилин плач, Übersetzung aus dem Serbischen, 1872

Ehe und Nachkommen

In Lom heiratete er Angelina. Sie engagierte sich gemeinsam mit ihrem Mann im Kontext der Bulgarischen Wiedergeburt. 1858 gründete sie in Lom den ersten bulgarischen Frauenverein.

Sie hatten fünf Kinder: Maria, Alexander Krastjo, Viktoria, Stephan und Grosdanka. Maria verstarb schon als Kind. Alexander Krastjo beteiligte sich an den Vorbereitungen zum Aprilaufstand. Als Freiwilliger der bulgarischen Landwehr fiel er in der Schlacht am Schipkapass. Viktoria heiratete den Lehrer und Schriftsteller Dimiter Marinov in Lom. Stephan emigrierte nach Leipzig und gründete dort eine Familie. Er war mit Konstantin Jireček befreundet. Grosdanka selbst hatte keine Nachkommen, sie zog die jüngste Tochter ihrer Schwester Viktoria auf.Krastjo Pischurka: Herkunft und Familiengeschichte bis zur Enkelgeneration, Januar 2013, S. 9 ff.Batewa, Mimi: Viktoria Pischurka (1857-1919), in: Lom-Press vom 7. Dezember 1994, S. 6

Rezeption

1933 wurde auf dem Platz vor dem Tschitalischte in Lom ein Denkmal für ihn eingeweiht. Während der Sozialistischen Ära wurde eine Ortschaft südlich von Lom nach ihm benannt. In Lom wird er heute mit einem jeweils Ende September stattfindenden Theaterfestival geehrt.Krastjo Pischurka: Herkunft und Familiengeschichte bis zur Enkelgeneration, Januar 2013, S. 8

Quellen

Literatur

Кратка българска енциклопедия, Издателство на БАН, Sofia, 1967 Търново, Велико: Енциклопедия на българската възрожденска литература, Sofia, 1996, ISBN 954-427-251-8

Einzelnachweise

Weblinks Krastjo Pischurka: Herkunft und Familiengeschichte bis zur Enkelgeneration (PDF; 19,1 MB), Januar 2013

Krastjo Pischurka: Herkunft und Familiengeschichte bis zur Enkelgeneration, zweite überarbeitete Auflage (PDF; 2,3 MB), Mai 2019

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