Das Nordsauerländer Oberland ist ein naturräumlich abgegrenzter, an der Plackweghöhe im Plackwald maximal hoher Teil des Sauerlandes in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb der Haupteinheitengruppe 33 (Süderbergland, Bergisch-Sauerländisches Gebirge) bildet es die Haupteinheit 334.

Lage Das Nordsauerländer Oberland erstreckt sich in einem leichten Bogen von Balve bis nach Marsberg. Nach Norden grenzt im Haarstrang ein Teil der Hellwegbörden (Haupteinheit 542) und damit der Westfälischen Bucht (Haupteinheitengruppe 54) an.

Nach Süden trennen die Sauerländer Senken (335) das Gebiet vom sich anschließenden Rothaargebirge (mit Hochsauerland, 333) bzw. im Südwesten vom Lennegebirge (Teil des Südsauerländer Berglandes, 3362); im Westen schließt sich das Niedersauerland (3372) an.

Der Naturpark Arnsberger Wald im Knie zwischen der Möhne im Norden und der südwestlich abgrenzenden Ruhr bildet das (nördliche) Zentrum der Landschaft.

Naturräumliche Gliederung

Das Nordsauerländer Oberland (Ordnungsnummer 334) gliedert sich wie folgt:E. Meynen und J. Schmithüsen: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands - Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen 1953–1961Martin Bürgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 110 Arnsberg - Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969Martin Bürgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 111 Arolsen - Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963 334 Nordsauerländer Oberland 334.0 Sunderner Wälder 334.1 Oeventroper Ruhrtal 334.10 Rumbecker Hänge 334.11 Oeventroper Ruhrtalgrund 334.12 Glösingen-Enster Hänge (mit Wennemer Mark) 334.2 Unterer Arnsberger Wald 334.20 Himmelpforter Möhnetal 334.21 Möhneseegebiet 334.3 Oberer Arnsberger Wald 334.30 Mittelmöhnetal („Belecker Möhnetal“) 334.31 Heve-Möhne-Wald 334.32 Breitenbrucher Wald 334.33 Hirschberger Blöße 334.34 Kahlenbergsköpfe 334.4 Warsteiner Hügelland 334.5 Plackwald (s. Plackweghöhe) 334.6 Obermöhne- und Almewald 334.7 Briloner Land („Briloner Hochfläche“, nicht deckungsgleich mit Briloner Höhen!) 334.70 Briloner Kalkplatten („Briloner Kalkplateau“) 334.71 Almer Grund („Almer Quellgrund“) 334.72 Madfelder Schieferboden 334.8 Fürstenberger Wald

Landschaften

Der Naturpark Arnsberger Wald, der in der Hauptsache aus dem Arnsberger Wald im engeren Sinne mit dem Möhnesee im Nord(west)en, dem sich südöstlich anschließenden Plackwald (Warsteiner Wald) und dem von beiden eingeschlossenen Warsteiner Hügelland besteht, wird südwestlich, jenseits des Oeventroper Ruhrtals, durch die Sunderner Wälder fortgesetzt.

Nach Osten schließt sich der Obermöhne- und Almewald an den Naturpark an, nach Südosten das Briloner Land. das im äußersten Osten in den Fürstenberger Wald mit dem Aabachsee übergeht.

Gewässer

(Lippe) Alme (linker Lippe-Zufluss) (Afte) Aabach mit dem Aabachsee Ruhr Wanne (Ruhrzufluss bei Niedereimer) Röhr (linker Zufluss der Ruhr) Sorpe mit Sorpesee Möhne mit Möhnesee (rechter Ruhr-Zufluss) Biber (Möhnezufluss bei Rüthen) Glenne (Möhnezufluss nordwestlich von Warstein-Kallenhardt, nicht zu Verwechseln mit Glenne, ein Lippe-Zufluss) Wester (Möhnezufluss bei Belecke) Langer Bach (rechter Westeroberlauf bis vor Warstein) Wideybach (linker Westeroberlauf bis vor Warstein) Heve (Möhnezufluss, Einmündung in den Südarm des Möhnestausees)

Siehe auch

Liste der naturräumlichen Einheiten in Nordrhein-Westfalen Süderbergland

Einzelnachweise

Weblinks Bundesamt für Naturschutz Interaktive Kartendienste Landschaftssteckbriefe: Arnsberger Wald Sunderner Wälder, Plackwald, Obermöhne- und Almewald, Fürstenberger Wald, Oeventroper Ruhrtal Briloner Land Warsteiner Hügelland Phänologische Naturraumkarte Deutschland

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