zentriert|350px|Ergebnisse des Adams-Onís-Vertrags Mit Inkrafttreten des Adams-Onís-Vertrags geht Florida von Spanien an die USA, die dafür auf Texas verzichten. zentriert|170px|Kloster Agia Lavra, Germanos segnet die Fahne des Freiheitskampfes. Ölgemälde von Theodoros Vryzakis, 1865 Mit dem Eid im Kloster Agia Lavra beginnt der Griechische Unabhängigkeitskrieg. zentriert|170px|Fabian Gottlieb von Bellingshausen Fabian Gottlieb von Bellingshausen entdeckt die Peter-I.-Insel. 1821 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1269/70 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1813/14 (10./11. September) Bengalischer Solarkalender 1226/27 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2364/65 (südlicher Buddhismus); 2363/64 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 75. (76.) Zyklus Jahr der Metall-Schlange 辛巳 (am Beginn des Jahres Metall-Drache 庚辰) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1183/84 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4154/55 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1199/1200 Islamischer Kalender 1236/1237 (Jahreswechsel 27./28. September) Jüdischer Kalender 5581/82 (26./27. September) Koptischer Kalender 1537/38 (10./11. September) Malayalam-Kalender 996/997 Seleukidische Ära Babylon: 2131/32 (Jahreswechsel April) Syrien: 2132/33 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1877/78 (April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Laibacher Kongress / Königreich beider Sizilien 19. Januar: Großbritanniens Außenminister erklärt in einer Depesche an Preußen, Österreich, Russland und Frankreich, dass militärische Interventionen in Ländern, die vom Umsturz bedroht sind, nicht im Einklang mit den politischen Grundsätzen Großbritanniens stünden. Großbritannien stellt sich damit gegen die Heilige Allianz.

26. Januar: Der Laibacher Kongress beginnt. Teilnehmer sind Zar Alexander I. von Russland, Kaiser Franz I. von Österreich und König Ferdinand I. beider Sizilien. Beim dritten Monarchenkongress steht die Situation nach dem Putsch im Königreich beider Sizilien im Mittelpunkt der politischen Beratungen. Nach der feierlichen Einführung der neuen Verfassung für das Königreich beider Sizilien bittet König Ferdinand I. von Neapel-Sizilien um Unterstützung für die Niederschlagung der liberalen Bewegung. Daraufhin greift Österreich militärisch in den Konflikt ein. 7. März: Die österreichische Armee besiegt bei Rieti neapolitanische Truppen unter General Guglielmo Pepe. Die von den europäischen Großmächten geduldete Militärintervention ins Königreich beider Sizilien dient zur Beruhigung der Lage nach einem Militärputsch der Carbonari im Jahr zuvor und dem Unterdrücken republikanischer Bestrebungen. 8. April: Die österreichischen Truppen schlagen die liberalen Aufständischen in Piemont und stellen die absolutistische Ordnung wieder her. König Ferdinand I. hebt am 15. Mai die liberale Verfassung wieder auf. 12. Mai: Der Laibacher Kongress endet mit dem Beschluss, den liberalen Putsch im Königreich beider Sizilien mit einer militärischen Intervention niederzuschlagen.

Griechische Revolution 17. März: Von der Mani auf dem Peloponnes geht mit einem Gottesdienst und der Enthüllung der ersten revolutionären Flagge die revolutionäre griechische Bewegung gegen das Osmanische Reich aus. Petros Mavromichalis bewegt sich im Anschluss zusammen mit Theodoros Kolokotronis und 2000 Mann in Richtung Kalamata. 21. März: Mit der Belagerung von Kalavryta erfolgt die erste revolutionäre Aktion des Unabhängigkeitskrieges. 23. März: Nach der kampflosen Befreiung von Kalamata durch Elias Mavromichalis wird die von der Untergrundorganisation Filiki Eteria seit Jahren geplante Griechische Revolution angekündigt, die zur Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich führen soll.

25. März: Im Kloster Agia Lavra segnet angeblich Metropolit Germanos von Patras die griechische Flagge, während die griechischen Freiheitskämpfer die Losung „Tod oder Freiheit“ ausgeben. Die Revolution soll an drei verschiedenen Orten gleichzeitig entfacht werden, um bei den Osmanen auf diese Weise größere Verwirrung zu verursachen und so den Erfolg wahrscheinlicher zu machen. Einer dieser Orte war der Peloponnes, auf der eine größere Gruppe von Rebellen, die sogenannten Klephten, den Revolutionsplan unterstützen. Der zweite Ort ist Konstantinopel, wo Unruhen innerhalb der Phanariotengemeinde geplant sind und das als selbstverständliche Hauptstadt des neu zu schaffenden Griechenlands angesehen wird. Als dritte Aktion ist der Einmarsch von griechischen Streitkräften in das Fürstentum Moldau und die Walachei geplant. Diese sollen aus Odessa über die russische Grenze einmarschieren. Als Alexander Ypsilantis im März mit seinen 450 Mann, dem „heiligen Bataillon“, in die Moldau einmarschiert, greifen die Rumänen unter Tudor Vladimirescu jedoch nicht die Osmanen, sondern die Häuser der verhassten griechischen Phanarioten an. Der Einmarsch der Griechen in die rumänischen Donaufürstentümer endet nach kurzer Zeit in einem völligen Fiasko. Unter Tudor Vladimirescu beginnen die Walachen einen eigenen Volksaufstand und besetzen am 29. März Bukarest. Anschließend beginnen sie Verhandlungen mit den Osmanen. Die griechischen Einheiten werden am 19./29. Juni von den Osmanen vernichtend geschlagen, während Ypsilantis sich nach Österreich absetzt. 22. April: Nach der Niederschlagung des Aufstandes in Konstantinopel wird der Ökumenische Patriarch Gregorios V. in Konstantinopel auf Befehl von Sultan Mahmud II. an einer Kirchentür aufgehängt. Daraufhin verurteilen der neue Patriarch und andere kollaborierende Phanarioten die Revolution.

8. Mai: In der Schlacht von Gravia besiegen Griechen unter Odysseas Androutsos eine Gruppe von etwa 120 Männern der Osmanischen Armee. Der griechische Anführer Athanasios Diakos wird am 24. April durch Pfählung hingerichtet, nachdem er die Konversion zum Islam abgelehnt hat. 22. oder 23. April: Die Schlacht von Alamana gilt als erste griechische Niederlage der Revolution. 24. Mai: Die Schlacht von Valtetsi ist der erste entscheidende Sieg der Griechen in ihrem Kampf um die Freiheit. Der Sieg stärkt die Moral und das Selbstvertrauen der griechischen Revolutionäre und ermutigt sie, den Kampf für ihre Freiheit fortzusetzen. 5. Oktober: Griechische Aufständische unter Theodoros Kolokotronis erobern in der Griechischen Revolution die zuvor belagerte Stadt Tripoli auf dem Peloponnes und massakrieren die Bevölkerung muslimischen Glaubens. 20. Dezember: In Nea Epidavros tritt die erste griechische Nationalversammlung zusammen. Zum Jahresende sind die Morea, die Inseln Hydra, Spetses und Psara und der größte Teil Mittelgriechenlands unter griechischer Kontrolle. Nur einzelne stark befestigte Burgen konnten die Osmanen behaupten.

Portugal/Brasilien

Vereinigtes Königreich von Portugal, Brasilien und den Algarven: Infolge der Liberalen Revolution wird in Portugal eine Verfassungsgebende Versammlung gewählt; die erste Verfassung in der Geschichte des Landes wird verabschiedet. König Johann VI., der sich schon am 26. Februar verpflichtet hat, die Verfassung anzuerkennen, reist am 25. April mit seiner Familie aus Brasilien nach Portugal zurück, wo er am 3. Juli ankommt. Sein Sohn Pedro bleibt als sein Stellvertreter in Brasilien zurück, wo sich bereits seit einiger Zeit eine Unabhängigkeitsbewegung um José Bonifácio de Andrada e Silva etabliert hat.

Weitere Ereignisse in Europa 13. März: König Viktor Emanuel I. dankt im Königreich Sardinien ab, bleibt aber Herzog von Savoyen. Sein Bruder Karl-Felix folgt ihm auf dem Thron nach.

mini|links|Das prunkvolle Krönungsbankett in der Westminster Hall 19. Juli: Georg IV. wird in London zum britischen König gekrönt. Sein Krönungsbankett in Westminster Hall ist das letzte in der Geschichte der britischen Monarchie.

Afrika 13. Juni: Ägyptische Truppen erobern bei ihrem Vordringen auf benachbartes Gebiet die Hauptstadt Sannar im Sultanat von Sannar. Die Ägypter machen umgehend ihr Militärlager Khartum zur neuen Hauptstadt. Das 300 Jahre alte Reich der Fung hört auf zu existieren.

Nordamerika 22. Februar: Nach der Ratifizierung durch beide Seiten wird der Adams-Onís-Vertrag zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten kundgemacht. 10. April: Springfield, die spätere Hauptstadt des US-Bundesstaates Illinois und Heimatstadt Abraham Lincolns, wird unter dem Namen Calhoun gegründet.

miniatur|Ost- und Westflorida 1810 10. Juli: Die bisherige Spanische Kolonie Florida, bestehend aus Ost- und Westflorida, geht mit Inkrafttreten des 1819 geschlossenen Adams-Onís-Vertrages in US-amerikanische Verwaltung über. Die Vereinigten Staaten verzichten dafür auf alle Ansprüche auf das zum Vizekönigreich Neuspanien gehörende Texas.

mini|links|Vereinigte Staaten 1821 nach der Aufnahme Missouris 10. August: Missouri wird als Folge des Missouri-Kompromisses als 24. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen.

Lateinamerika 24. Februar: Im Mexikanischen Unabhängigkeitskrieg verkünden Agustín de Iturbide und Vicente Guerrero den Plan von Iguala, in dem die Idee eines unabhängigen, katholischen und vereinigten Mexiko formuliert wird. Mexiko ist zu diesem Zeitpunkt noch Teil Neuspaniens. 24. Juni: Im Unabhängigkeitskrieg Venezuelas siegen die Separatisten unter Simón Bolívar in der entscheidenden Schlacht von Carabobo über die spanischen Truppen unter Miguel de la Torre. Damit befreit sich Venezuela endgültig von der Kolonialherrschaft Spaniens.

mini|hochkant|José de San Martín 28. Juli: José de San Martín ruft die Unabhängigkeit Perus gegenüber Spanien auf dem Kongress in Lima aus. 24. August: Der mexikanische Feldherr Agustín de Itúrbide und der ohne spanischen Auftrag handelnde Vizekönig Juan O’Donojú schließen den Vertrag von Córdoba. Er bildet die Basis für die Unabhängigkeit Mexikos und sieht dort eine konstitutionelle Monarchie vor. 15. September: Guatemala, El Salvador, Costa Rica und Honduras erlangen die Unabhängigkeit von Spanien und erklären das Generalkapitanat Guatemala als zu Mexiko zugehörig, bis es sich 1823 als Zentralamerikanische Konföderation von Mexiko abspaltete. 28. November: Panama erklärt sich von Spanien für unabhängig und schließt sich Großkolumbien an. 1. Dezember: Costa Rica erhält eine vorläufige Verfassung, die Pacto de Concordia.

Antarktis 10. Januar: Fabian Gottlieb von Bellingshausen entdeckt im Rahmen der ersten russischen Südpolarexpedition die Peter-I.-Insel im Südpolarmeer. Aufgrund der Witterung kann er die Insel allerdings nicht betreten. 28. Januar: Die Alexander-Insel wird von Fabian Gottlieb von Bellingshausen entdeckt; er benennt die Insel nach seinem Auftraggeber Zar Alexander I., hält sie allerdings irrtümlich für einen Teil des antarktischen Festlands und nennt sie daher Alexander-I.-Land, ein Name, der sich bis 1940 hält. 7. Februar: Der amerikanische Robbenjäger John Davis betritt nach eigenen Angaben als erster Mensch antarktischen Boden.

Wirtschaft 1. Mai: Die Bank von England tauscht ihre Banknoten wieder gegen Gold ein; Ende der bank-restriction (seit 1797). 5. Mai: In Manchester wird die britische Tageszeitung The Manchester Guardian gegründet. 23. Juni: In Dresden wird von den Elbanrainerstaaten die Elbschifffahrtsakte unterzeichnet. Bis diese am 1. März 1822 in Kraft tritt werden die Zollstationen an der Elbe von 35 auf 14 reduziert. 4. August: In den USA erscheint erstmals die Wochenzeitung The Saturday Evening Post.

Wissenschaft und Technik mini|Altes Konvikt Kantonsschule Trogen um 1830 1. Februar: In Trogen wird die von Johann Caspar Zellweger gegründete Lehr- und Erziehungsanstalt für die Söhne der gebildeten Stände, die heutige Kantonsschule Trogen, eröffnet. Sie ist damit eine der ältesten Bildungsinstitutionen des Kantons und die zweitälteste nicht kirchliche Mittelschule der Schweiz.