zentriert|167px|James Monroe In seiner Rede zur Lage der Nation formuliert US-Präsident James Monroe die Monroe-Doktrin. zentriert|173px|Bernardo O’Higgins Der chilenische Diktator Bernardo O’Higgins wird gestürzt. zentriert|350px|Die aufständischen Sklaven zwingen die europäischen Truppen zum Rückzug In Demerara-Essequibo im heutigen Guyana bricht ein Sklavenaufstand aus. 1823 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1271/72 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1815/16 (11./12. September) Bengalischer Solarkalender 1228/29 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2366/67 (südlicher Buddhismus); 2365/66 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 75. (76.) Zyklus Jahr des Wasser-Schafs 癸未 (am Beginn des Jahres Wasser-Pferd 壬午) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1185/86 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4156/57 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1201/02 Islamischer Kalender 1238/1239 (Jahreswechsel 6./7. September) Jüdischer Kalender 5583/84 (5./6. September) Koptischer Kalender 1539/40 (11./12. September) Malayalam-Kalender 998/999 Seleukidische Ära Babylon: 2133/34 (Jahreswechsel April) Syrien: 2134/35 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1879/80 (April)
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Lateinamerika
18. Januar: In Chile kommt es zum Sturz von Diktator Bernardo O’Higgins, der durch eine Junta ersetzt wird. Ramón Freire y Serrano marschiert auf die Hauptstadt und wird am 5. April neues Staatsoberhaupt. 1. Februar: Der Plan von Casa Mata, der zur Umwandlung Mexikos in eine föderale Republik führt, wird verabschiedet. 1. Juli: Bildung der Zentralamerikanischen Konföderation, aus der 1839 die selbstständigen Republiken Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica hervorgehen 18. August: In Demerara-Essequibo im heutigen Guyana bricht ein Sklavenaufstand aus. Er wird am 22. August niedergeschlagen.
Vereinigte Staaten von Amerika
September: Der Vertrag von Moultrie Creek zwingt den Stamm der Seminolen unter den Schutz der Vereinigten Staaten. Sie verzichten auf ihr Land und werden in ein Reservat umgesiedelt. 2. Dezember: US-Präsident James Monroe formuliert in seinem Bericht an den Kongress der Vereinigten Staaten die Monroe-Doktrin. Darin postuliert er die Existenz zweier politischer Sphären, betont die Nichteinmischung der USA in europäische Konflikte und fordert ein Ende aller Kolonialisierungsbestrebungen in Amerika.
Französische Invasion in Spanien
7. April: Truppen aus Frankreich rücken im Auftrag der Heiligen Allianz unter dem Oberbefehl von Louis-Antoine de Bourbon, duc d’Angoulême, in Spanien ein, um Aufständische zu bekämpfen und die Regentschaft von König Ferdinand VII. zu erneuern.
31. August: Die Schlacht von Trocadero gewinnt die französische Armee gegenüber den in Cádiz konzentrierten aufständischen Milizen. Die bürgerliche Revolution in Spanien ist damit so gut wie niedergeschlagen. 23. September: Die von liberalen Revolutionären gehaltene Stadt Cádiz fällt.
Griechenland
28. Februar oder 3. März: In London wird das London Philhellenic Committee zur Unterstützung der Griechischen Republik gegründet. Nach den ersten griechischen Erfolgen im Unabhängigkeitskrieg und der Ausrufung der Hellenischen Republik im Vorjahr wird am 29. März die Zweite Nationalversammlung in Astros eröffnet. Sie wird von Petros Mavromichalis geleitet und hat das Ziel, die im Vorjahr beschlossene Verfassung zu überarbeiten. Im November beginnt der erste griechische Bürgerkrieg zwischen Anhängern von Georgios Koundouriotis und Theodoros Kolokotronis.
Weitere Ereignisse in Europa
27. Mai: Infant Miguel von Portugal führt die Vilafrancada an, einen absolutistischen Aufstand gegen seinen liberalen Vater Johann VI. Der Aufstand wird niedergeschlagen. November: Die osmanischen Truppen beenden die zweijährige Belagerung von Mesolongi. Kurfürst Wilhelm II. von Hessen-Kassel erhält einen anonymen Brief, in dem er mit dem Tod bedroht wird, wenn er nicht mehrere ultimative Forderungen erfüllt. Die Drohbriefaffäre ist der Anlass für durchgreifende polizeistaatliche Maßnahmen gegen vermutete und befürchtete Oppositionsbestrebungen im Kurfürstentum Hessen.
Antarktis
23. Februar: Der englische Seefahrer James Weddell dringt als erster während einer Antarktisexpedition bis auf 74°15' Süd vor.
Wissenschaft und Technik
10. April: In München wird die Königliche Baugewerksschule gegründet. Sie ist die erste Lehranstalt für Handwerker im Bauwesen im deutschen Sprachraum.
Kultur Literatur
miniatur|hochkant|„The Pioneers“, Titel der Originalausgabe James Fenimore Cooper veröffentlicht den Roman The Pioneers, or the Sources of the Susquehanna, den ersten veröffentlichten Band seines Lederstrumpf-Zyklus. George Gordon Byron schreibt auf Kefalonia seinen Don Juan (Byron) als epische Satire.
Musik und Theater
3. Februar: Die Uraufführung der Oper Semiramide (Semiramis) von Gioacchino Rossini nach einem Libretto von Gaetano Rossi findet am Teatro La Fenice in Venedig statt. Die Titelrolle schrieb Rossini für seine Frau Isabella Colbran. 15. Februar: Die Oper Cordelia von Conradin Kreutzer mit dem Libretto von Pius Alexander Wolff wird am Theater am Kärntnertor in Wien uraufgeführt. Nicht zuletzt dank ihrer ersten Interpretin Wilhelmine Schröder wird die Oper zu einem außerordentlichen Erfolg. 11. April: Die romantische Oper Sulmona von Peter Joseph von Lindpaintner wird in Stuttgart uraufgeführt. 20. August: Die Tragödie Almansor von Heinrich Heine hat ihre Uraufführung am Nationaltheater Braunschweig in einer Inszenierung von Ernst August Friedrich Klingemann, der in mehrfacher Weise in das Stück eingegriffen hat. Die Aufführung gerät zu einem Fiasko und muss nach tumultartigen Szenen im Zuschauerraum abgebrochen werden. Die misslungene Uraufführung bleibt, soweit bekannt, die einzige Inszenierung des Stückes wie auch überhaupt eines von Heines Dramen. 1. Dezember: Die Uraufführung der zweiten Fassung der Oper Libussa von Conradin Kreutzer findet in Berlin statt.
Sonstiges
19. April: Gründung der Hamburger Liedertafel von 1823 durch Albert Methfessel Der Kunstverein München und Der Kunstverein in Bremen werden gegründet.
Gesellschaft
miniatur|hochkant|Der „Hofnarr des Königs Carneval“ als früheste bekannte Darstellung zum ersten Maskenzug 10. Februar: Der erste vom Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e. V. organisierte Kölner Rosenmontagszug startet unter dem Motto Thronbesteigung des Helden Carneval in der Kölner Innenstadt. 1. März: In Wien wird der Volksgarten als erster Park aus dem Besitz des Hofärars für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In London wird für Künstler, Literaten und Wissenschaftler der Athenaeum Club gegründet.
Religion
15. Juli: Durch Unachtsamkeit setzt in Rom am Abend ein am Dach arbeitender Handwerker die Kirche Sankt Paul vor den Mauern in Brand. Das aus dem vierten Jahrhundert stammende Gotteshaus wird vom Feuer stark beschädigt. 20. August: In Rom stirbt nach 23-jährigem Pontifikat Papst Pius VII. Am 2. September tritt das von Kardinaldekan Giulio Maria della Somaglia einberufene Konklave zusammen. 21. September: Dem späteren Religionsstifter Joseph Smith erscheint nach eigenen Angaben ein himmlisches Wesen namens Moroni, das ihn auf in einem nahen Hügel vergrabene antike Goldplatten hinweist. 28. September: Das Konklave wählt Annibale Francesco Clemente Melchiorre Girolamo Nicola della Genga zum Papst. Dieser nimmt den Namen Leo XII. an. Der neue Papst zählt zu den sogenannten Zelanti, einer Strömung, die die Auseinandersetzung mit den modernen Geistesströmungen offensiv aufnehmen und dabei auch Konflikte mit den Staaten riskieren.
Geboren Januar/Februar 1. Januar: Sándor Petőfi, ungarischer Nationaldichter († 1849) 1. Januar: Hans Wachenhusen, deutscher Schriftsteller († 1898) 3. Januar: Jacques-Nicolas Lemmens, belgischer Organist und Komponist († 1881)
miniatur|hochkant|Robert Whitehead
3. Januar: Robert Whitehead, britischer Ingenieur und Konstrukteur († 1905) 4. Januar: Benjamin F. Harding, US-amerikanischer Politiker († 1899) 4. Januar: Peter Joseph Osterhaus, 48er-Revolutionär, General der Nordstaaten im Sezessionskrieg († 1917) 5. Januar: Emil Palleske, deutscher Schauspieler und Schriftsteller († 1880) 8. Januar: Alfred Russel Wallace, britischer Zoologe († 1913) 9. Januar: Friedrich von Esmarch, deutscher Arzt († 1908) 12. Januar: Rose Montmasson, italienische Freiheitskämpferin († 1904) 14. Januar: Karl III., Herzog von Parma († 1854) 15. Januar: Giovanni Airoldi, Schweizer Jurist und Politiker († 1894) 15. Januar: Josef Seiler, deutscher Dichter, Komponist und Organist († 1877) 16. Januar: Louise Zeller, deutsche Autorin historischer Romane († 1889) 18. Januar: Victor Ruffy, Schweizer Politiker († 1869) 20. Januar: Imre Madách, ungarischer Dramatiker († 1864) 24. Januar: Wilhelm Franz Speer, deutscher Komponist, Organist und Chordirigent († 1898) 27. Januar: Édouard Lalo, französischer Komponist († 1892) 1. Februar: Benno Richard von Arent, preußischer Generalleutnant († 1899) 1. Februar: Edme Charles Philippe Lepère, französischer Staatsmann († 1885) 3. Februar: Karl Christian Andreae, deutscher Maler († 1904) 3. Februar: Benjamin Jaurès, französischer Admiral († 1889) 3. Februar: Spencer Fullerton Baird, US-amerikanischer Ornithologe und Ichthyologe († 1887) 5. Februar: August Wilhelm Dieckhoff, lutherischer Theologe an der Universität Göttingen († 1894) 7. Februar: Richard Genée, österreichischer Librettist, Bühnenautor und Komponist († 1895) 12. Februar: Christian Friedrich Arnold, deutscher Architekt und Akademieprofessor († 1890) 12. Februar: Richard Belcredi, österreichischer Politiker († 1902) 14. Februar: Samuel Apolant, deutscher Rabbiner († 1898) 14. Februar: Heinrich Rückert, deutscher Geschichtsschreiber und Germanist († 1875) 14. Februar: Royal C. Taft, US-amerikanischer Politiker († 1912) 15. Februar: Li Hongzhang, chinesischer General und Staatsmann († 1901) 17. Februar: George West, US-amerikanischer Politiker († 1901) 18. Februar: Jasper Francis Cropsey, US-amerikanischer Maler und Architekt († 1900) 21. Februar: Udo III. von Alvensleben, Rittergutsbesitzer († 1910) 21. Februar: Eduard Oscar Schmidt, deutscher Zoologe († 1886) 21. Februar: Julius Jolly, badischer Staatsminister († 1891) 23. Februar: Johannes von Holst deutsch-baltischer Gynäkologe († 1906) 23. Februar: Adolph Kullak, deutscher Pianist und Musikschriftsteller († 1862) 26. Februar: Gustav Adolf zu Hohenlohe-Schillingsfürst, deutscher Kardinalbischof († 1896) 27. Februar: Bernhard von Werder, preußischer General der Infanterie († 1907) 27. Februar: William Buel Franklin, General der US-Armee († 1903) 28. Februar: Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin († 1883) 28. Februar: Ernest Renan, französischer Schriftsteller, Historiker, Archäologe und Orientalist († 1892)
März/April 6. März: Karl I., König von Württemberg († 1891) 6. März: Joseph Renftle, altkatholischer Geistlicher († 1881) 8. März: Gyula Andrássy, österreich-ungarischer Politiker († 1890) 12. März: Hermann Rogalla von Bieberstein, deutsch-US-amerikanischer Bauingenieur und Politiker († 1906) 18. März: Antoine Chanzy, französischer General und Diplomat († 1883) 17. März: Peter Imandt, deutscher Vertreter der Arbeiterbewegung und Revolutionär († 1897) 20. März: Adolf Franckel, österreichischer Regisseur und Theaterleiter († 1896) 22. März: Christoph Ernst Luthardt, deutscher Theologe (19. Jh.) († 1902) 23. März: Charles Chalumeau, Schweizer Lehrer und Politiker († 1886) 23. März: Josef Chmelíček, tschechischer Zisterzienserpater, Theologe, Organist und Komponist († 1891) 23. März: Schuyler Colfax, US-amerikanischer Politiker († 1885) 23. März: August Wittig, deutscher Bildhauer († 1893)