miniatur|Ilja Ilf im Jahr 1932 Ilja Arnoldowitsch Ilf (, eigentlich Iechiel Leib Fainsilberg (); * in Odessa; † 13. April 1937 in Moskau) war ein ukrainisch-sowjetischer Schriftsteller. Sein Künstlername Ilf ist von seinem bürgerlichen Namen Iechiel Leib Fainsilberg abgeleitet.

Leben Ilja Ilf wurde 1897 in eine jüdische Familie in Odessa geboren. Nach der Russischen Revolution 1917 begann er als Journalist zu arbeiten und zog 1923 nach Moskau. Gemeinsam mit Jewgeni Petrow (1903–1942) war er seit 1927 Mitarbeiter für satirische Zeitungen, darunter für Krokodil. Beide wurden berühmt durch ihre als Ilf und Petrow gemeinsam verfassten Romane „Zwölf Stühle“ und „Das goldene Kalb“, in denen der listenreiche Betrüger Ostap Bender die Hauptfigur ist. Wie Petrow später in seinen „Erinnerungen an Ilf“ schilderte, erzählte ihm Ilja Ilf während eines gemeinsamen Friedhofsbesuches auf ihrer USA-Reise von seiner Tuberkulose, an der er 1937 in Moskau verstarb.

Werke des Duos Ilf und Petrow

Deutsche Ausgaben (Auswahl)

Neuausgabe: übersetzt von Thomas Reschke: Die Andere Bibliothek, Berlin 2013, ISBN 978-3-8477-0340-2.

Ilja Ilf und Jewgeni Petrow: Das eingeschossige Amerika: Eine Reise mit Fotos von Ilja Ilf in Schwarz-Weiß und Briefen aus Amerika, aus dem Russischen von Helmut Ettinger. Mit einer Vorbemerkung von Alexandra Ilf und einem Vorwort von Felicitas Hoppe, 2 Bände in einer Kassette, Eichborn Verlag, Reihe Die Andere Bibliothek, Frankfurt am Main 2011 ISBN 978-3-8218-6239-2.

Literatur Ilja Ehrenburg: Menschen – Jahre – Leben (Memoiren), München 1962; Sonderausgabe, Kindler, München 1972, Band II, 1923–1941, Portrait Ilf/Petrow Seite 309–314, ISBN 3-463-00512-3.

Weblinks

Annotation: „Zwölf Stühle“ „Zwei Sowjet-Bürger in Amerika“

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