zentriert|350px|Polen-Litauen in den Grenzen von 1771 und die drei Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 Mit der dritten Polnischen Teilungverschwindet Polen von der politischen Landkarte Europas. zentriert|172px|Napoleon Buonaparte Napoleon Buonaparte schlägt im Auftrag des Direktoriums einen royalistischen Aufstand nieder. zentriert|168px|Erste Seite des Vertrags von Greenville Im Vertrag von Greenville überlassen mehrere indianische Stämme den USA große Teile von Ohio. 1795 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1243/44 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1787/88 (11./12. September) Bengalischer Solarkalender 1200/01 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2338/39 (südlicher Buddhismus); 2337/38 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 74. (75.) Zyklus Jahr des Holz-Hasen 乙卯 (am Beginn des Jahres Holz-Tiger 甲寅) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1157/58 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4128/29 (2./3. Oktober) Französischer Revolutionskalender Jahr III./IV. der Republik (21./22. September) Iranischer Kalender 1173/74 Islamischer Kalender 1209/10 (Jahreswechsel 17./18. Juli) Jüdischer Kalender 5555/56 (13./14. September) Koptischer Kalender 1511/12 (11./12. September) Malayalam-Kalender 970/971 Seleukidische Ära Babylon: 2105/06 (Jahreswechsel April) Syrien: 2106/07 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1851/52 (April)
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Französische Revolution und Koalitionskriege
18. Januar: Der niederländische Statthalter Wilhelm V. (Oranien) flieht vor den anrückenden französischen Revolutionstruppen nach England. 19. Januar: Die Batavische Republik wird in den Niederlanden ausgerufen.
28. Januar: Die bei Texel im Eis eingefrorene niederländische Flotte wird einer Abteilung französischer Kavallerie übergeben. 18. Februar: Englisch-Russischer Bündnisvertrag Februar: Die Engländer besetzen die niederländische Kolonie Ceylon. 1. April: In Paris wird der Germinal-Aufstand der Sansculotten gegen den Nationalkonvent infolge einer Hungersnot während der Französischen Revolution unblutig beendet. 5. April: Friede von Basel zwischen Preußen und Frankreich: Frankreich behält das linke Rheinufer. 7. April: Man setzt den Franc als nationale Währung als Nachfolger des Livre ein; sie war dezimal unterteilt und galt bis zum 31. Dezember 2001. 7. Mai: Napoleon Bonaparte erhält den Befehl, sich in die Vendée zu begeben, als General der Infanterie – in seinen Augen eine Degradierung. Weil er sich weigert, wird er im Spätsommer von der Liste der aktiven Generäle gestrichen. 16. Mai: Die in den Niederlanden neu geschaffene Batavische Republik schließt in Den Haag einen Friedensvertrag mit Frankreich. 20. Mai: Französische Revolution: In Paris kommt es im Prairial unter Beteiligung der Sansculottes zum sogenannten Prairialaufstand der hungernden Pariser Bevölkerung, die Brot und die Verfassung von 1793 einfordert. Er wird nach drei Tagen niedergeschlagen. 31. Mai: Französische Revolution – Das Revolutionstribunal, ein Gerichtshof für politische Prozesse, wird abgeschafft. 6. Juni: Das sieben Monate lang belagerte Luxemburg kapituliert im Ersten Koalitionskrieg vor französischen Revolutionstruppen.
8. Juni: In einem Turm des ehemaligen Templerpalastes (Temple (Paris)) stirbt der gefangengehaltene zehnjährige Kronprinz Louis Charles de Bourbon, dauphin de Viennois 14. Juli: Die Marseillaise wird französische Nationalhymne. 22. Juli: Mit dem Frieden von Basel scheidet auch Spanien aus dem Ersten Koalitionskrieg gegen Frankreich aus. Frankreich erhält ein Drittel der Insel Hispaniola (Haiti). 22. Juli: In der Emigrantenschlacht auf der bretonischen Halbinsel Quiberon schließt der General Lazare Hoche mit seinem Revolutionsheer ein royalistisches Heer von Chouans ein und erobert zudem das Fort Penthièvre. Die sich ihm auf Gnade oder Ungnade ergebenden 952 Gefangenen werden auf Weisung des französischen Nationalkonvents getötet. 22. August: In Frankreich wird die neue Direktionalverfassung beschlossen, die dem Großbürgertum Vorteile verschafft. Bei der vorangegangenen Volksabstimmung blieben die meisten Wähler zu Hause. 6. September: Die französische Sambre-Maas-Armee unter Jean-Baptiste Jourdan überquert bei Düsseldorf den Rhein
mini|links|Schlacht bei Handschuhsheim 24. September: Ca. 4000 Mann Kaiserlicher Truppen können in der Schlacht von Heidelberg-Handschuhsheim ein mehr als dreifach stärkeres französisches Aufgebot an Revolutionstruppen zurückschlagen. 28. September: Österreich schließt sich dem englisch-russischen Bündnis gegen Frankreich an. 1. Oktober: Frankreich annektiert die Österreichischen Niederlande, in denen sich seit der Eroberung im Vorjahr Einheiten seiner Revolutionstruppen befinden.
5. Oktober: Brigadegeneral Napoleon Bonaparte schlägt im Auftrag des Präsidenten des französischen Nationalkonvents Paul de Barras einen Aufstand der Royalisten in Paris nieder. (13 Vendémiaire) 11. Oktober Ein österreichisches Heer unter Clerfait schlägt die Franzosen unter Jourdan bei Höchst. 26. Oktober: Der französische Nationalkonvent tagt letztmals. Die Regierungsgeschäfte führt verfassungsgemäß künftig das Direktorium. 29. Oktober: Österreichische Truppen entsetzen das von Franzosen belagerte Mainz. 31. Oktober: Auf Basis der am 26. Oktober in Kraft getretenen Verfassung des Jahres III wird in Paris das erste Direktorium bestimmt. Es besteht aus Lazare Nicolas Marguerite Carnot, Étienne-François Le Tourneur, Paul de Barras, Jean François Reubell und Louis-Marie de La Révellière-Lépeaux. 14. November: Im Gefecht bei Lambsheim siegt die deutsche Reichsarmee über französische Truppen.
Polen
3. Januar: In einem Vertrag zwischen Russland, Preußen und Österreich wird die dritte Teilung Polens (Erste Teilung Polens 1772, Zweite Teilung Polens 1793) geregelt. 18. März: Der kurländische Landtag beschließt, sich mit dem Herzogtum Kurland und Semgallen unter russische Regentschaft zu begeben. Der Herzog wird mit einer Pension abgefunden, das Gebiet als Gouvernement Kurland in das Zarenreich integriert. Ende April: Eingliederung Kurlands in das russische Reich. 24. Oktober: Der dritte polnische Teilungsvertrag wird zwischen Preußen, Russland und Österreich unterzeichnet. Er beendet die Existenz des Königreichs Polen. 25. November: Der polnische König Stanislaus II. August muss abdanken.
Eidgenossenschaft
Memorial und Stäfner Handel
Amerika
mini|Verhandlungen über den Vertrag von Greenville 7. Februar: Der 11. Zusatzartikel wird ratifiziert. 3. August: Im Vertrag von Greenville überlassen mehrere Stämme amerikanischer Ureinwohner nach ihrer im Jahr zuvor verlorenen Schlacht von Fallen Timbers den Vereinigten Staaten große Teile des heutigen Bundesstaats Ohio. Im Gegenzug erhalten die Indianer Waren im Wert von 20.000 US-Dollar. 5. September: Die Vereinigten Staaten und das Osmanische Reich schließen den Friedens- und Freundschaftsvertrag von Algier. 27. Oktober: Im Pinckney-Vertrag kommt es in Madrid zu spanisch-amerikanischen Vereinbarungen über die gemeinsame Grenze an Mississippi und dem 31. Breitengrad. Beide Seiten gewähren einander freien Schiffsverkehr auf dem Mississippi, und US-Kaufleute dürfen Waren in New Orleans einlagern. 5.000 Garifuna werden von den Engländern von St. Vincent nach Honduras deportiert Im zweiten Naturalization Act wird bestätigt, dass nur „freie Weiße“ die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten können. Das im Januar 1795 verabschiedete Gesetz bleibt in Kraft, bis 1868 der 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten ratifiziert wird. Im Frühjahr 1795 bereiten Sklaven in Pointe Coupée, Louisiana einen Aufstand vor, der einer der größten Sklavenaufstände in der Geschichte der Südstaaten geworden wäre, werden am 10. April jedoch entdeckt.
Afrika
mini|Flagge der Republiek Graaff-Reinet 6. Februar: In Graaff-Reinet wird durch eine Rebellion der Buren gegen die Niederländische Ostindien-Kompanie mit der Republik Graaff-Reinet die erste Burenrepublik gegründet.
mini|links|Die Reisen Mungo Parks in Westafrika 22. Mai: Mungo Park bricht an Bord des Handelsschiffes Endeavour von Portsmouth aus zu seiner ersten Afrika-Expedition auf, um den Lauf des Niger zu erkunden. Einen Monat später geht er in Jillifree am Gambia an Land. Nach einigen Tagen Reise landeinwärts erreicht er am 5. Juli Pisania, nahe dem heutigen Karantaba Tenda. Hier verbringt er fünf Monate in einer englischen Faktorei beim Sklavenhändler Laidley, um die Regenzeit abzuwarten, sich zu akklimatisieren und Mandingo zu lernen. Ende Juli erkrankt er vermutlich an der zu jener Zeit noch unbekannte Malaria. Ende November bricht Park mit zwei Dienern von Pisania landeinwärts auf. Ohne große Probleme durchqueren sie das Reich Wuli und erreichen am 13. Dezember die Stadt Tallika in Bondu. Am 21. Dezember trifft er in Fatteconda, der Hauptstadt Bondus ein. Da zu jener Zeit Krieg zwischen Kaarta und Bambara herrscht, und Mungo Park etlichen Flüchtlingen begegnet, wählt er, um nicht zwischen die Fronten zu geraten, den nordöstlichen Weg über Ludamar um nach Bambara zu gelangen. Nachdem Frankreich in den Niederlanden einmarschiert ist, landen britische Truppen unter General James Henry Craig in Kapstadt, um die Siedlung für Wilhelm V. von Oranien zu sichern. Der Gouverneur von Kapstadt übergibt nach anfänglicher Weigerung am 16. September die Kapkolonie den Briten. Dazu ist er umso mehr bereit, als die Khoi Khoi die instabile Lage nutzen und sich den Briten anschließen.
Asien
11. September: Ein persisches Heer unter Aga Mohammed Khan marschiert in Georgien ein und vernichtet dessen völlig überraschtes Heer in der Schlacht von Krtsanisi. Danach erobert er die georgische Hauptstadt Tiflis, zerstört große Teile der Stadt und führt rund 22.000 Menschen in die Sklaverei.
Ozeanien
Mit Hilfe europäischer Feuerwaffen beginnt Kamehameha I. mit der Einigung der Hawaii-Inseln. Er erobert die Inseln Oʻahu und Molokaʻi in blutigen Kämpfen und gründet das Königreich Hawaii.
Wirtschaft
15. August: In Frankreich wird die Livre formell durch den Franc ersetzt.
Wissenschaft und Technik
25. Juni: Zur Lösung des Längenproblems, das die Schifffahrt auf See mit Längengraden hat, entsteht in Frankreich das Bureau des Longitudes. James Hutton veröffentlicht das Buch mit zwei Bänden Theory of the Earth. Darin betont er die Bedeutung langsamer, aber beständiger geologischer Prozesse, die die Oberfläche der Erde formen. Außerdem entwickelt er das Konzept des Aktualismus. Immanuel Kant verfasst die Schrift Zum ewigen Frieden. Friedrich August Wolf veröffentlicht sein Werk Prolegomena ad Homerum und stößt damit die Homerische Frage an.
Kultur
2. März: Joseph Haydns vorletzte Sinfonie, die mit dem Paukenwirbel, wird in London uraufgeführt. 29. März: In Wien erfolgt die Uraufführung des Klavierkonzerts Nr. 2 B-Dur op. 19 von Ludwig van Beethoven mit dem Komponisten als Solisten. Beethoven wird das Werk in der Folge noch öfter umarbeiten.
mini|Die Nikolaikirche vor dem Brand 3. September: Durch unachtsames Hantieren mit Lötfeuer bei Reparaturarbeiten brennt die Kirche St. Nikolai in Potsdam vollständig aus. 25. Oktober: In Frankreich wird das republikanische Institut national des sciences et des arts als Nachfolgeeinrichtung der früheren königlichen Akademien geschaffen, die der Nationalkonvent am 8. August 1793 verboten hat. Die neue Organisation wird später zum Institut de France, dem auch die Académie des Beaux-Arts unterstellt ist.
Gesellschaft
8. April: Der Prince of Wales und spätere britische König Georg IV. heiratet in London Caroline von Braunschweig-Wolfenbüttel. Es wird eine unglückliche Ehe.
Katastrophen
mini|Der Brand von Kopenhagen Kopenhagen wird durch einen Brand im Juni zerstört. Hungersnot in Teilen Europas, insbesondere in Frankreich.
Natur und Umwelt