mini|Markus Hering, als bester Schauspieler mit dem Nestroy-Theaterpreis 2008 ausgezeichnet mini|Hering mit Meret Becker bei der Österreichpremiere von Das Leben ist zu lang (2010)

Markus Hering (* 26. April 1960 in Siegen) ist ein freischaffender deutscher Film- und Theaterschauspieler und war lange Jahre Mitglied des Burgtheaters.

Biografie Hering wuchs in dem Siegerländer Dorf Holzhausen auf. Er bestand 1979 sein Abitur an der Evangelischen Landesschule zur Pforte in Meinerzhagen in der gleichen Klasse wie der Diplomat Nikolaus Meyer-Landrut und der Rechtsanwalt Oliver Tolmein. Anschließend absolvierte er eine Tischlerlehre und war als Waldarbeiter tätig.

Seine Schauspielausbildung machte er von 1983 bis 1987 an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover.Markus Hering, Vita persönliche Webseite, abgerufen am 13. Dezember 2023 Sein erstes Engagement führte ihn von 1987 bis 1989 ans Staatstheater Kassel., abgerufen am 13. Dezember 2023 Später wurde er nach Wien engagiert. Hier spielte er unter anderem am Schauspielhaus und am Volkstheater. In der Saison 1992–93 kam er ans Burgtheater. Bis 2011 gehörte er dort zum festen Ensemble. Seit September 2011 arbeitet er am Residenztheater München. Seit 2015 ist er wieder im Ensemble des Burgtheaters Wien.Markus Hering beim Burgtheater Wien, abgerufen am 13. Dezember 2023

Er ist geschieden und hat drei Töchter. Eine Tochter, Gretchen, spielte die Rolle der Infantin des spanischen Königshauses in Andrea Breths Don Carlos-Inszenierung und war 2014 in Die Freischwimmerin unter der Regie von Holger Barthel zu sehen, die älteste Tochter Lili spielt hin und wieder in deutschen Kinofilmen (Ameisen gehen andere Wege u. a.).

Rollen

Markus Hering war unter anderem in Frank Wedekinds Lulu (Regie Andreas Kriegenburg, 1999) als Enkidu in Gilgamesch von Raoul Schrott (Regie Theu Boermans, 2002) und als Dirigent in Gert Jonkes Chorfantasie (Regie Christiane Pohle, Koproduktion Graz 2003/Burgtheater, Uraufführung) zu sehen. Für diese Rolle wurde er 2003 auch mit dem Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie Bester Schauspieler ausgezeichnet. Markus Hering spielte die Rolle von Frank in Die Frau von früher von Roland Schimmelpfennig (Regie Stephan Müller) im Akademietheater und er las aus dem finnischen Nationalepos Kalevala von Elias Lönnrot im Vestibül des Burgtheaters, außerdem war er in Babel von Elfriede Jelinek in der Regie von Nicolas Stemann zu sehen. 2008 wurde er zum zweiten Mal mit einem Nestroy als Bester Schauspieler ausgezeichnet. In Stefan Bachmanns Inszenierung von „Verbrennungen“ spielte er den Notar Hermile Lebel. „Der freie Fall“ von Gert Jonke und die Rolle des Königs in „Philotas“ waren letzte wichtige Arbeiten am Burgtheater. In München spielt er im „Weiten Land“ unter der Regie von Martin Kusej, im „Sommernachtstraum“, Regie Michael Thalheimer, in der „Ballade vom traurigen Cafe“ den Vetter Lymon in der Regie von Walter Meyerjohann, den Malvolio in „Was Ihr wollt“ in der Regie von Amelie Niermeier und in „Trilogie der Sommerfrische“ von Herbert Fritsch. Am Burgtheater Wien spielte Markus Hering in „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ unter der Regie von Peter Wittenberg mit. Er spielte die Titelrolle in „jedermann (stirbt)“ von Ferdinand Schmalz und ist seit 2018 wieder festes Ensemblemitglied im Wiener Burgtheater.

Fernsehen Hering betätigt sich auch als Film- und Fernsehschauspieler. Er spielte in den Serien Tatort, Kommissar Rex und in den Filmen Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday, Charms Zwischenfälle, Wiener Blut, Der Stellvertreter und Whisky mit Wodka mit. In der Komödie Das Leben ist zu lang (2010) von Dani Levy spielte er die Hauptrolle des Alfi Seliger. Seit 2001 ist er in der ARD-Serie Um Himmels Willen der Herr Stolpe. Hering ist in „Finsterworld“ von Frauke Finsterwalder zu sehen sowie im Kinofilm von Christian Frosch, Von jetzt an kein Zurück. In der Neuverfilmung von Heidi spielt Markus Hering den Hausarzt von Clara. Zu sehen in „Looping“ von Leonie Krippendorff, einem hochgelobten Erstlingsfilm mit Jella Haase, Marie-Lou Sellem und Lana Cooper in den Hauptrollen. 2017 drehte Rena Dumont ihren Kurzfilm „Hans im Pech“ mit ihm in der Hauptrolle. Der Film hat großen Erfolg auf etlichen Filmfestivals.

Hörbücher Kalewala von Elias Lönnrot Sallys Geheimnis von Arno Geiger Aus meinem Leben von Franz Michael Felder Jonke zu hören- Markus Hering liest Gert Jonke

Filmografie 1990: Ekkehard (2 Folgen) 1994: Mautplatz 1995: Transit 1996: Charms Zwischenfälle 1996–2001: Kommissar Rex (2 Folgen) 1999: Ein einzelner Mord 1999: Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday 1999: In aller Freundschaft: Der Neue 2000: Hirnschal gegen Hitler 2000: Kaliber Deluxe 2000: Liebestod 2000: The Long Rain 2000: Probieren Sie’s mit einem Jüngeren 2000: Tatort – Chaos 2001: www.vermisst-auf-dem-oktoberfest.de 2001: Die Kommissarin – Tödliches Verlangen 2001: Eine öffentliche Affäre 2002: Projektionen eines Filmvorführers in einem Pornokino 2002: Der Stellvertreter 2002: Der Bulle von Tölz: Mord mit Applaus 2002: Solino 2002: Ein himmlisches Weihnachtsgeschenk (Fernsehfilm) 2002: Julia – Eine ungewöhnliche Frau – Unschuldig 2002: Medicopter 117 – Jedes Leben zählt – Geldtransport 2002–2021 Um Himmels Willen als Herr Stolpe 2003: Die Sitte – Verbotene Lust 2003: Liebe zartbitter 2003: Im Namen des Gesetzes – Schüsse in der Nacht 2003: Der Puppengräber 2003: Wenn Weihnachten wahr wird 2004: Land’s End 2004: Europäische Visionen 2004: Der Bestseller – Wiener Blut 2005: Ein Fall für zwei – Graffiti 2005, 2020: SOKO Kitzbühel – Aus der Stille kommt der Tod, Die Freiheit am Ende 2006: Schlosshotel Orth – Zurück ins Leben 2006: Fünf Sterne – Falschmeldung 2007: Immer nie am Meer 2007: Weiße Lilien 2007: Tatort – Roter Tod 2008: König Lear 2008: Das jüngste Gericht 2008: Die Slupetzkis – Urlaub in Balkonien 2008: Die Slupetzkis – Urlaub wider Willen 2009: Whisky mit Wodka 2010: Das Leben ist zu lang 2010: Tatort – Borowski und eine Frage von reinem Geschmack seit 2011: Schnell ermittelt 2011: Tatort – Das Dorf 2011: Ameisen gehen andere Wege 2012: Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei – Freunde fürs Leben 2012: Der Kriminalist – Blaues Blut 2013: Großstadtklein 2013: Finsterworld 2013: SOKO Donau – A schene Leich 2013: Kommissarin Heller: Tod am Weiher 2014: Von jetzt an kein Zurück 2014: Ellas Entscheidung (Fernsehfilm) 2015: Tatort – Côte d’Azur 2015: Heidi 2016: Looping 2016: Heldt – Der Kuckuck 2017: Tatort – Am Ende geht man nackt 2017: Tatort – Hardcore 2018: Hans im Pech (Kurzfilm) 2019: Brecht 2020: Um Himmels Willen – Loslassen 2020: Enfant Terrible 2023: Fossil 2024: Zitronenherzen (Fernsehfilm) 2025: Sternstunde der Mörder (Fernsehserie) 2025: Dann passiert das Leben 2025: Hundertdreizehn (Fernsehserie, Folge Sofia)

Hörspiele 2014: Werner Fritsch: Aller Seelen – Regie: Werner Fritsch (Hörspiel – ORF/HR) 2014: Thomas Glavinic: Die Arbeit der Nacht – Regie: Ursula Scheidle (Hörspiel – NDR/ORF) 2015: David Vogel: Eine Wiener Romanze – Regie: Harald Krewer (Hörspiel, 2 Teile – ORF/DKultur) 2023: 9 Millimeter – Autor: Lionel Spycher – Regie: Harald Krewer

Auszeichnungen Nestroypreis als bester österreichischer Schauspieler 2003 und 2008, Schauspieler des Jahres im ORF 2014 Weblinks

Website von Markus Hering

Markus Hering bei der Agentur Schlag

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Burgschauspieler Kategorie:Nestroypreisträger Kategorie:Darstellender Künstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Mann