mini|Langjähriger Sitz des Verlages in der Speicherstadt Münster Der Westfalenspiegel war eine Zeitschrift für Westfalen-Lippe, die sechsmal im Jahr im Ardey-Verlag (Münster) erschienen ist und seit Oktober 1951 herausgegeben wurde. Der Westfalenspiegel war eines der ältesten regionalen Kulturmagazine in Deutschland. Die Zeitschrift wurde über Abonnements, Museumsshops und über den Zeitschriftenhandel vertrieben. Finanziell unterstützt wurden der Verlag und das Magazin vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe.Geschichte des Magazins auf der Homepage des Westfalenspiegel Beide waren damit Teil der Kulturförderung in Westfalen-Lippe.
Der Westfalenspiegel wurde mit dem Heft 6 des Jahrgangs 75 (2025) eingestellt.Einstellung des Westfalenspiegels großer Verlust für die Print-Landschaft in Westfalen, 1. September 2025, abgerufen am 3. November 2025. Die Zeitschrift hatte zuletzt, vor der Einstellung Ende 2025, eine Auflage von 12.000 Exemplaren.Mediadaten, abgerufen am 3. November 2025.
Inhalt Das Magazin berichtete über Kunst, Museen, Literatur, Theater, Musik und Film, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, stellte Personen, Städte und Landschaften aus Westfalen und Lippe vor und gab Ausflugs- und Termintipps. Seit 2002 hatte jedes Heft einen etwa 14- bis 20-seitigen Themenschwerpunkt, zum Beispiel „Architektur“, „Artenvielfalt in Westfalen“, „Theater im Aufbruch“, „Fotografie“, „Scherz, Satire, Ironie“, „Erinnerungsorte“, „An der Weser“, „Popmusik“, „Wunderwelt Wald“, „Comics“, „Von Rittern und Burgen“, „Erde im Klimastress“, „Archäologie“, „Unser Gehirn“ und „Archive“. Zu den festen Rubriken gehörten Ausstellungs-, Buch- und Theaterkritiken, ein Prominenten-Fragebogen, ein Cartoon von Holga Rosen, ein Rätsel und der Kulturkalender mit Terminhinweisen aus Westfalen-Lippe.
Im Literaturteil hat die Zeitschrift seit den 1950er-Jahren häufig Gedichte und Auszüge aus Prosawerken zeitgenössischer Autoren veröffentlicht, zum Beispiel von Peter Paul Althaus, Otto A. Böhmer, Otto Jägersberg, Hugo Ernst Käufer, Klaus-Peter Wolf, Ernst Meister, Karl Riha, Peter Rühmkorf, Paul Schallück, Ralf Thenior, Oliver Uschmann, Frank Goosen, Volker W. Degener und Fritz Eckenga.
Anhand von Fotostrecken stellte die Zeitschrift regelmäßig Arbeiten bekannter westfälischer Fotografen und Illustratoren vor wie Fritz Pitz, Thomas Wrede, Hans Rudolf Uthoff, Brigitte Kraemer, Roman (Maria) Mensing, Annet van der Voort, Robert Nippoldt und des Pixelprojekt Ruhrgebiet. In den 1950er Jahren zählte der Fotograf Albert Renger-Patzsch zu den Mitarbeitern des Magazins und veröffentlichte dort zahlreiche seiner Bilder.
Auf der Website des Westfalenspiegels wurden aktuelle Nachrichten und Beiträge aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft sowie Freizeit-Tipps veröffentlicht. Zudem informierte ein Newsletter der Redaktion einmal pro Woche über Neuigkeiten aus Westfalen. Auf der Website sind weiterhin viele Beiträge und die Inhaltsverzeichnisse der Westfalenspiegel-Ausgaben von 1980 bis 2025 zu finden.
Geschichte Ursprüngliche Herausgeber der Zeitschrift waren der Westfälische Heimatbund und der Landesverkehrsverband Westfalen. Die Zeitschrift erschien anfangs im Monatsrhythmus und sollte „ein Spiegel des westfälischen Lebens“ sein. Der erste Chefredakteur (von Oktober 1951 bis Mai 1975) war der Journalist Clemens Herbermann. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehörten Kultur und Kulturpolitik zwischen Rhein und Weser sowie die touristischen Reize westfälischer Städte und Landschaften. Einen hohen Stellenwert hatte von Anfang an die westfälische Literatur. So dokumentierte und reflektierte der Westfalenspiegel den Schmallenberger Dichterstreit, befürwortete eine moderne westfälische Literatur und veröffentlichte früh Texte des damals umstrittenen Ernst Meister, was zu heftigen Leserbriefdiskussionen in dem Magazin führte.
Zu den ehemaligen Autoren zählten viele Schriftsteller und Künstler: Josef Reding Hans Dieter Schwarze Erwin Sylvanus Norbert Johannimloh Kurt Dörnemann August Everding Werner Streletz Jürgen P. Wallmann
Weblinks Westfalenspiegel Das Literaturportal Westfalen über den Westfalenspiegel
Einzelnachweise
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