mini|hochkant=0.7|Pfarrhof und Portal zum Kirchhof in Heiligenkreuz mini|hochkant=0.7|Kalvarienberg in Heiligenkreuz mini|hochkant=0.7|Kalvarienbergkirche mini|hochkant=0.7|Filialkirche in St. Ulrich Die Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen liegt zwischen der Ost- und Südsteiermark, zirka 20 km südlich von Graz im Bezirk Leibnitz und hat Einwohner (Stand ).

Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt am Westrand des Stiefingtals im Norden des Bezirks Leibnitz.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Felgitsch () Heiligenkreuz am Waasen () Sankt Ulrich am Waasen () Wutschdorf ()

Die Gemeinde besteht aus folgenden Katastralgemeinden und weiteren Ortsteilen (Fläche Stand ): Felgitsch (), mit Götzau, Götzauegg, Großfelgitsch, Großfelgitschberg, Kleinfelgitsch und Kleinfelgitschberg Heiligenkreuz am Waasen (), mit Bärndorf, Handlgraben, Mirsdorf, Prosdorf, Prosdorfberg und Steinegg St. Ulrich am Waasen (), mit Aschnull, Farching, Glaueregg, Grabenberg, Turning, Turningberg und Turningtal Wutschdorf (), mit Krottendorf, Lichtenwiesen, Rosental und Tropbach

Gemeindezusammenlegungen 1963 wurden die Gemeinden Heiligenkreuz am Waasen und Felgitsch zusammengelegt. 2015 wurden die Gemeinden Heiligenkreuz am Waasen und St. Ulrich am Waasen zusammengelegt.Statistik Austria: Auflösungen bzw. Vereinigungen von Gemeinden ab 1945.

Nachbargemeinden

Geschichte

In der Besiedlungszeit um 1000 entstand eine Wehrburg, die im 15./16. Jahrhundert zum Schloss Waasen ausgebaut wurde. Waasen ist ein bairischer Begriff für Wiese an einer Stelle, wo Wald gerodet worden ist. Um 1850, als die Steuerbarkeit an das Schloss Waasen fiel, wurde der Ortsname von Heiligenkreuz an der Stieffen (heute Stiefen, rechter Nebenfluss der Stiefing) auf Heiligenkreuz am Waasen geändert.

Heiligenkreuz wurde erstmals 1265 im landesfürstlichen Urbar der Steiermark erwähnt. Bereits im Jahr 1271 ist eine eigene Pfarre nachweisbar.

1849 kam es als Folge der Revolution des Jahres 1848 zur Bildung der Gemeindeselbstverwaltung. 1984 wurde die Gemeinde zum Markt erhoben.

Am 31. Dezember 2015 fiel durch einen Brand, der um 13:30 Uhr entdeckt und bis 20 Uhr gelöscht wurde, das Hackschnitzel-Heizkraftwerk im Ort aus. Es versorgt etwa 500–600 Bürger und einige öffentliche Einrichtungen. Schon am folgenden Neujahrstag um 03:00 Uhr ging als Ersatz für voraussichtlich 4–6 Wochen ein beschaffter Ölkessel in Betrieb.

Bevölkerungsentwicklung 2026 lebten schon 2939 Menschen in Heiligenkreuz am Waasen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

mini|Pfarrkirche Heiligenkreuz am Waasen Katholische Pfarrkirche Heiligenkreuz am Waasen Neben der Pfarrkirche befindet sich der dreigeschoßige Pfarrhof, der 1790 bezogen wurde.DEHIO Steiermark S. 173f. Kalvarienbergkirche: Die Kalvarienbergkirche ist der Schmerzhaften Mutter geweiht. Sie ist ein einschiffiger Bau mit einer Einturmfassade und wurde 1756 von Johann Georg Stengg errichtet. Der Innenraum besitzt einen annähernd quadratischen Grundriss, eine flache Altarnische und eine geschwungene Sängerempore. Am Altar befindet sich eine Beweinungsgruppe mit Engeln von 1762. Dahinter sind auf einem Fresko Engel mit den Arma Christi, Gottvater und eine Ansicht von Jerusalem dargestellt. Die Kanzel und das Bild der Unbefleckten Empfängnis stammen aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts.DEHIO Steiermark S. 174.

Wirtschaft und Infrastruktur Tourismusverband

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Allerheiligen bei Wildon, St. Georgen an der Stiefing, Ragnitz, Pirching am Traubenberg, Empersdorf den Tourismusverband (TVB) „Stiefingtal“. Sein Sitz ist in Heiligenkreuz am Waasen.

Der TVB veranstaltete 2004–2019 jährlich im Juli und August jeden Mittwoch die „Stiefingtaler Schmankerltage“ und verausgabt einen eigenen Einkaufsgutschein, die „Stiefingtaler“, mit denen in der Region bezahlt werden kann.Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 321, , S. 630.

Freizeit

Viele Wanderwege führen vom Ort aus (325 m Seehöhe) in die nähere und weitere Umgebung auf die Hügel (bis zu 484 m), von denen man weit ins ost- und südsteirische Land sieht (Pirchingberg).

Der Ort ist ein Sommertourismusort und verfügt über Einrichtungen wie Privatzimmer, Gasthöfe, Urlaub am Bauernhof, Tennisplätze, Kegelbahn, Sportplatz, Reitmöglichkeiten, Kinderspielplatz, öffentliche Bücherei, Tankstellen, Autoreparaturwerkstätten, Geschäfte, Friseur, Raiffeisenkasse, Sparkasse, Postamt usw.; katholische Kirche, Apotheke, Ärzte im Ort. Außerdem gibt es einen öffentlichen Badeteich mit angeschlossenem Buschenschankbetrieb (Lipizzaner Franzl).

Freiwillige Feuerwehr

mini|Rüsthaus der FF Heiligenkreuz am Waasen

Die Freiwillige Feuerwehr Heiligenkreuz am Waasen wurde am 18. Mai 1892 als Verein gegründet. Nachdem das alte Rüsthaus baufällig und zu klein war, beschloss die Gemeinde 1952 ein gemeinsames Rüst- und Gemeindehaus zu bauen, das am 30. August 1953 gesegnet wurde. 1991 entschied man sich ein neues (das dritte) Feuerwehrhaus um rd. 5,7 Mio. Schilling an der Grazer Straße zu bauen, Jahrhunderts am 16. Juli 1994 feierlich eröffnet wurde.Geschichte der FF Heiligenkreuz am Waasen abgerufen am 16. September 2021. Ab Februar 2019 erfolgte ein Zu- und Umbau des Rüsthauses um über 500.000 Euro, feierlich eröffnet und gesegnet am 17. Juli 2021.Gemeindenachrichten, Juni 2021 abgerufen am 16. September 2021.

Politik Bürgermeister

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats im April 2015 wurde Franz Platzer (ÖVP) zum Bürgermeister gewählt.Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen: (abgerufen am 10. Juni 2015). Platzer wurde 1997 erstmals zum Bürgermeister von Heiligenkreuz am Waasen gewählt und behielt diese Funktion bis 31. Dezember 2014. Da aufgrund der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform die vordem selbständige Gemeinde Sankt Ulrich am Waasen eingemeindet wurde, verlor der Bürgermeister seine Funktion. Ab 1. Jänner 2015 bis zur Neuwahl des Bürgermeisters führte Platzer die Geschäfte der fusionierten Gemeinde als Regierungskommissär weiter.

Dem Gemeindevorstand gehörten von 2015 bis 2020 weiters der Vizebürgermeister Rudolf Frühwirth (ÖVP) und der Gemeindekassier Norbert Felgitscher (ÖVP) an. Nach der Gemeinderatswahl 2020 wurden in der konstituierenden Sitzung am 23. Juli 2020 Thomas Weinzerl (ÖVP) zum Vizebürgermeister und Gerhard Hirschmann (FPÖ) zum Gemeindekassier gewählt.

Chronik der Bürgermeister von Heiligenkreuz 1848–1861 Joseph Uhl 1861–1874 Johann Putz 1874–1881 Schemmerl 1881–1886 Johann Putz um 1886 Karl Mayer 1902 Josef Sitzwohl 1902–1908 Felix Winkler 1908–1916 Josef Weinzerl um 1916 Johann Zingauer 1919 Vinzenz Fröhlich 1919–1945 Rudolf Platzer 1945–1968 Leonhard Weinzerl 1968–1992 Johann Weinzerl 1992–1997 Franz Bammer 1997–2025 Franz Platzer (Jänner–April 2015 als Regierungskommissär) seit 2025 Thomas Weinzerl

Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2020 setzt sich dieser wie folgt zusammen: 8 Mandate ÖVP 1 Mandat SPÖ 4 Mandate FPÖ 2 Mandate Die Grünen

+ Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse: Partei2020 2015 2010 2005 2000 Fusions-gemeinde Heiligen-kreuz St. Ulrich Heiligen-kreuz St. Ulrich Heiligen-kreuz St. UlrichStimmen%Mandate St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. ÖVP782548 1067 68 11 707 63 10 157 29 3 612 57 9 277 56 5 693 68 11 142 30 3 SPÖ12181 238 15 2 220 19 3 194 36 3 284 27 4 221 44 4 139 14 2 252 54 5 FPÖ356254 271 17 2 119 11 1nicht kandidiert 69 6 1nicht kandidiert 97 10 1 73 16 1 Überparteiliche Listenicht kandidiert 85 8 1nicht kandidiert 100 9 1nicht kandidiert 91 9 1nicht kandidiert Bürger-Liste-Kickmaiernicht kandidiertnicht kandidiert 187 35 3nicht kandidiertnicht kandidiertnicht kandidiertnicht kandidiertDie Grünen194132 Wahlberechtigte2355 2.295 1.484 633 1.355 612 1.287 570 Wahlbeteiligung63 % 70 % 77 % 86 % 79 % 84 % 81 % 84 %

Wappen 120px|links Das Recht zur Führung eines Gemeindewappens wurde Heiligenkreuz am Waasen 1959 von der Steiermärkischen Landesregierung verliehen.Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen: , abgerufen am 10. Juni 2015. St. Ulrich|mini|80px St. Ulrich wurde das Recht zur Führung des Gemeindewappens mit Wirkung vom 1. November 1961 verliehen.Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs. Band 12, 1962, S. 45. Die Wappenbeschreibung lautete: „Im geteilten Schild das obere Feld von Silber und Schwarz schräggeviert, das untere blaue Feld mit einem silbernen Fisch belegt.“ Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren beide Wappen mit 1. Jänner 2015 die offizielle Gültigkeit.

Die Wiederverleihung an die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 15. Juni 2016.62. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 2. Juni 2016 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen (politischer Bezirk Leibnitz), abgerufen am 17. Juni 2016. Die (geänderte) Blasonierung lautet: „In grünem Schild ein silberner Schrägrechtsbalken, begleitet hinten von einem goldenen Kreuz mit Winkelstrahlen, vorn von einer schräggestellten goldenen Ähre.“

Persönlichkeiten Ehrenbürger Ingeborg Destaller († 2022), Volksschuldirektorin 1973–1992(Über Ingeborg Destaller), Kleine Zeitung, Print, 1. November 2022, S. 48. Frieder Konrad († 2020), Schuldirektor i. R. Josef Niegelhell (1938–2021), Feuerwehrkommandant i. R.Kleine Zeitung (1. Oktober 2021), S. 70. Franz Platzer, Bürgermeister 1997–2025, Verleihung 2026

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten Vinzenz Schwab (* 1981 in Heiligenkreuz am Waasen), elektroakustischer Komponist und Sound Designer David Miesmer (* 1983), Schauspieler und Sprecher Gerhard Hirschmann (* 1993), Politiker

Literatur DEHIO Steiermark (ohne Graz). Bearbeitet von Kurt Woisetschläger und Peter Krenn. Schroll, Wien 1982.

Weblinks

www.heiligenkreuz-waasen.gv.at Website der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Randgebirge östlich der Mur Kategorie:Ersterwähnung 1265