Rebelde Way – Leb dein Leben (Originaltitel Rebelde Way) ist eine argentinische Telenovela aus dem Jahre 2002.
Handlung Die vier Jugendlichen Marizza, Manuel, Mia und Pablo besuchen eine Elite-Kunstschule in Buenos Aires. Die vier sind zu Beginn recht verschieden, auch verstehen sie sich teilweise gar nicht. Erst im Laufe der Zeit lernen sie sich besser kennen und gründen sogar eine Band – Erreway.
Figuren und Hintergrundinformationen Hauptfiguren
Pablo Bustamante Pablo Bustamante (Benjamín Rojas) ist der Sohn des Bürgermeisters von Buenos Aires, wodurch er gewisse Privilegien genießt, unter anderem auch beim Direktor der Elite Way Schule (Marcel Dunoff), den Pablos Vater (Sergio Bustamante) mit Autos bestach, um die kleinen oder großen Missetaten seines Sohnes zu vertuschen. Im Grunde genommen ist Pablo ein netter Kerl, der immer ein offenes Ohr für seine Freunde hat, was am Anfang leider nicht oft zum Zuge kam, auf Grund der autoritären Erziehung seines Vaters. Er steht unter einem enormen Leistungsdruck, denn all seine Geschwister waren schon auf seiner jetzigen Schule und absolvierten sie hervorragend.
Er liebt es sich musikalisch zu betätigen, was seinem Vater sehr missfällt, da er seine berufliche Zukunft dadurch gefährdet sieht, welcher sich für ihn eine Karriere in der Politik wünscht. Pablo ist sehr gut mit Mía befreundet und von einigen an der Schule wurde es Anfangs als „Bestimmung“ betrachtet, dass die beiden zusammenkommen, da sie viel gemeinsam haben. Er ist an der Elite Way neben Manuel einer der begehrtesten Jungen. Weiterhin konnte er Manuel wie Marizza zu Beginn nicht leiden und behandelte besonders Manuel äußerst abschätzig und es kam immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden. Pablo war mit Vico liiert, wobei es ihm nicht wirklich recht war, dass ihre „Beziehung“ öffentlich wurde. Nach der Trennung von Vico verliebt er sich in Marizza, die seine Liebe erwidert, sie trennen sich jedoch später. Der deutsche Synchronsprecher von Pablo ist Wanja Gerick.
Marizza Pía Spirito Marizza Pía Spirito (Camila Bordonaba) ist die Tochter des bekannten Models und Popstars Sonia Rey, die von ihren Mitschülern (vor allem den männlichen) angehimmelt wird. Am Anfang verstand sie sich nicht mit Mía, die sie für arrogant und „strohdumm“ hielt. Auch hielt sie nicht viel von deren Freunden, erst recht nicht von Pablo Bustamante, ihrem „Erzfeind“, sondern freundete sich mit Stipendiaten wie Luna, Luján oder anderen an. Marizza ist sehr aufmüpfig und frech, ist aber insgeheim, wenn man sie näher kennengelernt hat, sehr nett, freundlich und man erkennt, dass sie ausgesprochen clever ist. Außerdem ist sie auch sehr mutig und hat keine Probleme damit Regeln zu brechen, darunter auch junge Lehrer zu verführen, was aber nicht ohne Konsequenzen bleibt. Sie neigt zu einem sehr extrovertierten Kleiderstil, der sie sehr von Mia unterscheidet, die ihrerseits immer stilvoll, elegant und mädchenhaft angezogen ist. Marizza hat ihren vermeintlich leiblichen Vater, einen berühmten italienischen Produzenten, erst ein paar Mal gesehen und beschloss erst auf die Elite Way Schule zu gehen, als das Jugendamt ihrer Mutter mitteilte, dass, wenn sie dort nicht hingehen würde, sie zu ihrem Vater nach Italien gehen müsste. Marizza liebt ihre Mutter sehr, was deutlich erkennbar auch auf Gegenseitigkeit beruht, aber während ihre Mutter es zeigt, beschimpft Marizza sie oft, meint es aber im Grunde nicht so. Im Laufe der Serie erfährt sie, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist, was zu erheblichen Veränderungen führt. Wenig später verliebte sie sich in Pablo, der ihr seine Liebe gestand, als sie alleine waren. Er wollte ihr außerdem helfen, als ein Mitschüler namens Joaquin sie mit Mia betrog, in den sie sich vorher verliebte. Die deutsche Synchronsprecherin von Marizza ist Tanya Kahana.
Mía Colucci Mía Colucci (Luisana Lopilato) ist die verwöhnte Tochter des berühmten und reichen Geschäftsmannes Franco Colucci. Mía ist sehr hübsch und wird von fast allen Jungs der Elite Way Schule angehimmelt, was ihr bewusst ist und dazu führt, dass, wenn sie etwas erreichen möchte, sie gezielt ihre Reize einsetzt. Auch ist sie sozusagen die Gruppenanführerin der Mädchen an der Elite Way. Sie legt sehr viel Wert auf ihr Äußeres und betrachtet es als verwerflich Kleider mehr als dreimal anzuziehen. Sie ist sehr erpicht auf Höflichkeits- und Ausdrucksformen. Obwohl manche (darunter am Anfang auch Manuel und Marizza) Mía für dumm und arrogant halten, ist sie liebenswert, hilfsbereit und klug, was sie manchmal aber selbst durch ihr Getue vertuscht. Ein berühmter Satz, den Mía oft anwendet, ist: „Es ist so schwer ich zu sein.“. Grund für ihr insgeheim mangelndes Selbstvertrauen ist unter anderem der Verlust ihrer Mutter, an die sie sich nicht erinnert, da sie noch sehr klein war, als diese starb. Weil ihr Vater aus Trauer fast nie über seine Frau sprach, fehlte Mía die Beziehung zu ihrer Mutter, was alle anderen in solch einem Alter haben. Mía besitzt nur ein einziges Foto, welches sie an ihre Mutter erinnert. Auf diesem Foto ist zu sehen, dass Mía das absolute Ebenbild ihrer Mutter ist, die zu Lebzeiten Model und eine sehr talentierte Schreiberin war. Sie dachte anfangs, dass ihr Vater nur nicht von seiner Frau sprach, weil er sie nicht liebte, doch es stellte sich heraus, dass er sie mehr als alles andere geliebt und vergöttert hat. Nun wird Mía genauso wie ihre Mutter von ihrem Vater behandelt. Trotz aller Vorurteile von Außenstehenden hat Mía jedoch auch einen sehr guten Kern, was auch dadurch auffällt, dass sie sich um Lunas Freundschaft bemüht und probiert, sie in die Schule einzuführen. Weiterhin sagt sie: „Es kommt nicht darauf an, was jemand hat; es kommt auf sein Potenzial an.“ – was beweist, dass sie keinesfalls nur oberflächlich ist. Ihr Erzfeind ist anfangs Manuel („blöder Azteke“, so Mía), der ihr bereits an seinem ersten Tag auffiel und zu dem sie sich hingezogen fühlte. Insgeheim haben sich beide ineinander verliebt, wollen es sich aber nicht eingestehen und Mía konnte es innerlich nicht akzeptieren, dass Manuel am Anfang (nicht aus Liebe von seiner Seite aus) mit ihrer besten Freundin Felicitas zusammen war und ließ ihre Unzufriedenheit an ihm aus, unter dem Vorwand, ihn nicht leiden zu können. Manuel und sie stritten sich heftigst, bis es zu Annäherungen und dem ersten Kuss kam. Jedoch verdrängten die beiden dies, um ihrer selbst und um den Willen von Felicitas. Schließlich kamen die beiden im Laufe der Serie zusammen. In der zweiten Staffel von Rebelde way, fahren sie sogar auf die Galapagos-Inseln. Die deutsche Synchronsprecherin von Mia ist Jill Böttcher.
Manuel Aguirre Manuel Aguirre (Felipe Colombo) ist ein gut aussehender Mexikaner und kam an die Elite Way, um sich an dem vermeintlichen Mörder seines Vaters, Franco Colucci, zu rächen. Anfangs wäre Manuel bei der Aufnahmeprüfung für die Stipendiaten fast nicht zugelassen worden, da dazu die Unterschrift eines Elternteils erforderlich war und Manuel ohne seine Mutter anreiste, da es finanzielle Nöte gab, doch durch einen Glücksfall schaffte er es doch in die Prüfung und bestand. Als Manuel ziellos durch den Gang in der Schule lief, begegnete ihm dann zum ersten Mal Mia. Ohne zu wissen, dass diese die Tochter des vermeintlichen Mörders seines Vaters ist, fühlte er sich schon zu ihr hingezogen. Als er sich später nach der Aufnahmeprüfung nach ihr erkundigte („Diese schöne Blonde, hast du sie gesehen?“ – „Ach, du meinst bestimmt Mia.“ – „Mia? Mia Colucci?!“), verdrängte er sofort sein Interesse für sie und behandelte sie fortan auch so, als ob sie am Tod seines Vaters schuldig wäre. Da sich Mia das nicht gefallen ließ (auch sie verdrängt ihr Interesse nach seinem abweisenden Verhalten ihr gegenüber), gerieten die beiden immer wieder in Streit und wurden zu „Feinden“. Manuel fing folgend eine Beziehung mit Mias bester Freundin Felicitas an, aber nicht aus Liebe, was er später auch seinem besten Freund Nico gestand, sondern nur, um mehr über Mias Vater (Franco Colucci), an dem er sich für den Selbstmord seines Vaters rächen will, herauszufinden. Er glaubt nämlich, dass Colucci, der ein erfolgreicher Unternehmer ist, seinen Vater in den Selbstmord trieb. Als Felicitas ihn aber immer mehr bedrängt und sich immer eifersüchtiger und besessener von Manuel zeigt, versuchte er sich von ihr zu trennen, was ihm nicht gelang und er suchte schließlich Mias Hilfe. Seine weiteren Bemühungen, mit Hilfe Mías sich von ihr zu trennen, scheitern jedoch, da Felicitas sich als krankhaft anhänglich entpuppte und ihm mit ihrem Suizid drohte. Als er es schließlich schaffte sich von Felicitas zu trennen, kamen sich Mia und er (nach einigen anderen nicht erfolgreichen Versuchen, um den jeweils Anderen zu emotional zu verletzen) immer näher und schließlich kommen sie zusammen. Der deutsche Synchronsprecher von Manuel ist Julius Jellinek.
Nebenfiguren Felicitas „Feli“ Mitre Felicitas „Feli“ Mitre ist die Mitbewohnerin und beste Freundin von Mia. Wie auch Mia ist sie mit Marizza verfeindet, von der sie regelmäßig als „Wal und Elefant“ bezeichnet wird. Feli ist anfangs sehr schüchtern, was auf die lieblose Erziehung ihrer Mutter zurückzuführen ist, die sie auf Grund ihres Aussehens wie auch ihres Übergewichts beschimpfte und verspottete. Umso größer ist Felicitas’ Verwunderung, als Manuel Aguirre, der gut aussehende, höfliche Junge sich scheinbar für sie interessiert. Die beiden werden ein Paar und es stellt sich heraus, dass Feli Manuel mehr liebt, als es gut für sie ist. Sie wird abhängig von ihm und streitet sich aufgrund ihrer krankhaften Eifersucht mit Mía und beendet die Freundschaft. Als Manuel sich von ihr trennen will, droht sie mit Selbstmord. Da die Beziehung dem Untergang naht, beginnt sie mit Bulimie, um durch Gewichtsverlust Manuels Gunst zu gewinnen. Jedoch erfolglos; die Beziehung, die aus Manuels Seite nie aus Liebe entstand, endet. Später verliebt sie sich aber in Vicos älteren Bruder der ihre Liebe erwidert. Felicitas wird von Ángeles Balbiani dargestellt. Die deutsche Synchronsprecherin von Feli ist Marie-Luise Schramm.
Victoria „Vico“ Paz Victoria „Vico“ Paz ist Mias zweite beste Freundin. Sie ist eine Stipendiatin und am Anfang mit Pablo zusammen. Da dieser aber wenig Zeit für sie hat und sie vernachlässigt, beginnt sie eine Beziehung mit Tomás um sich an Bustamante zu rächen. Vico neigt dazu, sich an alle „süßen“ Jungs ranzuschmeißen und führt sogar Protokoll über diejenigen, die sie schon rumgekriegt hat. Ihren Worten nach will sie erst einen langfristigen Partner, wenn sie schon 300 hatte. Später, als Pablo die Sache mit Tomás und Vico herausfindet, rächt er sich wiederum an ihr und ein Artikel in der Schülerzeitung erscheint, in der Vico als Schlampe bezeichnet wird. Da der Direktor auch ein Exemplar dieser Schülerzeitung bekommt, wird Vico schließlich von der Schule verwiesen, jedoch wird sie durch einen, von Mía, angezettelten „Aufstand“ wieder an der Schule aufgenommen. Weiterhin ist Vico sehr selbstsüchtig, gehässig und lästert heimlich hinter dem Rücken Mias. Doch zu ihrem Glück ist Mia zu gutherzig, um Vico böse zu sein. Vico wird von Victoria Maurette dargestellt. Die deutsche Synchronsprecherin von Vico ist Julia Kaufmann.
Tomás „Tommy“ Ezcurra Tomás „Tommy“ Ezcurra ist Pablos bester und ältester Freund. Als er sich in Vico verliebt und eine Beziehung mit ihr anfängt, verliert er seinen besten Freund; eine Aussprache artet sogar in Gewalttätigkeit seitens Pablo aus, woran Pablos Vater Schuld trägt. Tomás hat große Schuldgefühle und wünscht sich Pablo wieder als seinen Freund zurück. Im Verlauf der Serie kommt er mit Pilar zusammen. Tomás wird dargestellt von Jorge „Coco“ Maggio. Der deutsche Synchronsprecher von Tomás ist Tobias Müller.
Guido Lassen