Kühbach ist ein Markt im Landkreis Aichach-Friedberg (Bayern) und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kühbach, deren Mitglied diese ist.

Geographie Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Augsburg.

Es gibt 17 Gemeindeteile, die sich auf 6 Gemarkungen verteilen: der Hauptort Kühbach das Kirchdorf Haslangkreit mit dem Kirchdorf Paar das Dorf Oberschönbach mit dem Pfarrdorf Unterschönbach, dem Weiler Mangelsdorf und der Einöde Mittelham das Pfarrdorf Großhausen mit dem Dorf Radersdorf und den Einöden Abtismühle, Oedmühle und Sedlhof das Kirchdorf Stockensau mit dem Kirchdorf Winden das Pfarrdorf Unterbernbach mit den Weilern Radersdorf (Bahnhof) und Rettenbach.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung mini|Ansicht des Markts Kühbach von Michael Wening, um 1700

In Kühbach wird um das Jahr 1011 durch Graf Adalbero von Kühbach und seine Frau Wildburg das Kloster Kühbach gegründet. Es wurde im Rahmen der Säkularisation 1803 aufgelöst. Der Markt Kühbach gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Aichach des Kurfürstentums Bayern. Kühbach besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bezirkszugehörigkeit Erst 1972 wurde im Zuge der Kreisreform der Markt dem Regierungsbezirk Schwaben zugeordnet.

Eingemeindungen Am 1. April 1972 wurde die Gemeinde Oberschönbach nach Kühbach eingemeindet. Stockensau kam am 1. Juli 1972 hinzu. Am 1. Januar 1978 folgten Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Haslangkreit und Unterbernbach.

Erste Bürgermeister (seit 1870) NameKühbach. Kloster, Markt und Schlossgut, Kühbach 2004 Amtszeit Peter Schmaus 1870–1883 Engelbert Thoma 1884–1900 Xaver Lunglmeier 1901–1907 Fritz Schmaus 1907–1911 August Kirmair 1912–1919 Franz Miller 1919–1931 Johann Flunk 1931–1933 Name Amtszeit Xaver Finkenzeller 1933–1937 Johann Flunk 1937–1945 Martin Riedl 1945–1946 Dominikus Huber 1946–1960 Karl Kerscher 1960–1978 Heribert Oberhauser 1978–1996 Johann Lotterschmid 1996–2020 Karl-Heinz Kerscher seit 2020

Einwohnerentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2018 2019 2020 2021 Einwohner 2382 2575 3165 3369 3611 3776 3997 4038 4230 4318 4326 4297 4269 Zwischen 1988 und 2019 wuchs der Markt von 3167 auf 4326 um 1159 Einwohner bzw. um 36,6 %.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Die Gemeinderatswahl am 15. März 2020 führte zu folgendem Ergebnis: Parteien und Wählergemeinschaften20202014StimmenanteilSitze%Sitze Ortsgemeinschaft Kühbach                          40,1 % 7 60,6 10 Gemeinsam für unsere Marktgemeinde Kühbach 25,7 % 4 – – Bürgervereinigung Unterbernbach                    19,5 % 3 22,1 3 Freie Wählergemeinschaft Haslangkreit              14,6 % 2 17,3 3 Gesamt 100 % 16 100 % 16 Wahlbeteiligung 70,0 % 55,5 %

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2020 Karl-Heinz Kerscher (Ortsgemeinschaft Kühbach), der am 29. März 2020 in der Stichwahl mit 51,5 Prozent der Stimmen gewählt wurde. Sein Vorgänger von 1996 bis 2020 war Johann Lotterschmid; er wurde zuletzt bei der Kommunalwahl 2014 mit 92,9 Prozent der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Kühbach mini|Pfarrkirche St. Magnus in Kühbach Freizeit Neue Sportanlage (einzigartige Eisstockhalle) Radersdorfer Badesee (Freizeitanlage)

Baudenkmäler

Pfarrkirche St. Magnus (Kühbach) Pfarrhaus (Kühbach) Schloss Kühbach Schloss Haslangkreit Filialkirche „St. Laurentius und St. Stephanus“ in Paar Palmesel (entstanden um das Jahr 1690)

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft Es gab 2016 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 16, im produzierenden Gewerbe 538 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 183 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 175 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1688. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 58 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2931 ha, davon waren 2600 ha Ackerfläche und 327 ha Dauergrünfläche. Die Brauerei Kühbach, im Besitz des Freiherrn von Beck-Peccoz, zählt zu den bekannten Brauereien der Region.

Bildung Im Jahr 2017 existierten folgende Einrichtungen: drei Kindertageseinrichtungen mit 166 Kindergartenplätzen und 122 Kindern zwei allgemeinbildende Schulen mit insgesamt 20 Lehrern und 271 Schülern (Schuljahr 2016/17).

Persönlichkeiten Johann Unterbirker (1850–1914), Kaufmann und Bürgermeister in Kelheim, Landtagsabgeordneter (Zentrumspartei)

Medien Im Gemeindegebiet erscheinen die Tageszeitungen Aichacher Nachrichten und Aichacher Zeitung.

Weblinks

Markt Kühbach

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Aichach-Friedberg Kategorie:Markt in Schwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818