Die Liste von Straßen und Plätzen in Frankfurt am Main führt die großen Verkehrswege wie die angeschlossenen Bundesautobahnen oder -straßen sowie einige bekannte Einkaufsstraßen und Plätze auf.
Brücken sind in der Liste der Mainquerungen und Liste der Niddabrücken in Frankfurt am Main zu finden.
Im folgenden Artikel wird ihre Lage und Bedeutung erläutert. Für die Namensursprünge der Straßennamen siehe die Liste der Straßennamen von Frankfurt am Main.
Autobahnen miniatur|Autobahnende der A 648 Frankfurt am Main ist direkt an fünf Autobahnen angebunden. In Nord-Süd-Richtung wird das Stadtgebiet von der A 5 durchquert, die über die Europabrücke führt und drei weiteren Autobahnen kreuzt. Im Süden wird sie im Frankfurter Kreuz von der A 3 geschnitten. Diese verbindet das Rhein-Main-Gebiet mit Nordwestdeutschland und Bayern. Die beiden anderen Autobahnkreuze befinden sich im nordmainischen Stadtgebiet. Das Westkreuz Frankfurt befindet sich südlich von Rödelheim, im Norden des Stadtteils liegt das Nordwestkreuz. Die angeschlossenen Autobahnen sind die A 66 aus Wiesbaden und die kurze Stadtautobahn A 648 (die ab dem Eschborner-Dreieck auch den historischen Namen Wiesbadener Straße trägt). Beide führen direkt auf den Frankfurter Alleenring. Die 1995 zuletzt als Osttangente fertiggestellte A 661 verbindet den Taunus mit dem Frankfurter Osten und bedient im südlich Abschnitt den Rodgau.
Die Bundesautobahnen A 5 im Westen, A 661 im Nordosten und A 3 im Süden umgeben Frankfurt als Autobahnring.
Neben als Bundesautobahn ausgezeichneten Straßen gibt es in Frankfurt auch noch autobahnähnlich ausgebaute Kraftfahrstraßen. Dazu zählt beispielsweise die Rosa-Luxemburg-Straße, die Innenstadtbezirke und Nordweststadt miteinander verbindet. Vor allem im Süden der Stadt existieren auch für den Schnellverkehr ausgebaute Bundesstraßen. Die miteinander verknüpften Bundesstraßen B 43 und B 44, die am Frankfurter Flughafen verlaufen, und ein Teil der B 40 ab Sindlingen gehören dazu.
Bundesstraßen Frankfurt ist der Knotenpunkt einiger wichtiger Bundesstraßen. Die meisten Bundesstraßen laufen über den Frankfurter Alleenring durch die hoch verdichteten Gründerzeitbezirke. Dabei teilen sie sich folgende Straßenabschnitte: B 3: Den östlichen Teil, Nibelungenplatz bis Henschelstraße/Ostbahnhof; B 8: Den nördlichen Teil, Ludwig-Erhard-Anlage bis Habsburger/Wittelsbacherallee; B 44: Den westlichen Teil, Friedensbrücke bis Ludwig-Erhard-Anlage. Weitere Bundesstraßen im Stadtgebiet sind: die B 40: sie verläuft ebenfalls gemeinsam mit der B 8 über den Alleenring, ist aber nicht mehr als solche ausgeschildert. Eine Zweigstrecke, die B 40a, führt als Schnellstraße vom Krifteler Dreieck auf die Mainzer Landstraße. Der Abschnitt bis Frankfurt-Sindlingen ist als Bundesautobahn gekennzeichnet. die B 43: sie verläuft auf der südlichen Mainseite vom Flughafen über die Kennedyallee und Teile der Gartenstraße nach Offenbach-Kaiserlei. Die Bundesstraße 521 beginnt mit dem vom nordöstlichen Teil der Friedberger Landstraße und führt nordöstlich Richtung Wetterau.
Ring- und Radialstraßen Das Frankfurter Straßensystem wurde ab dem 19. Jahrhundert von einem mittelalterlichen in ein klassisches nach Pariser Vorbild umgebaut. Dabei entstand zunächst der Anlagenring, dann der weiter gefasste Alleenring.
Alleenring miniatur|Friedrich-Ebert-Anlage Der Frankfurter Alleenring ist der äußere der beiden Innenstadtringe. Ursprünglich war er als neue Stadtgrenze geplant, um eine ungehinderte Ausbreitung zu verhindern. Heute ist er aber vor allem eine beliebte Umgehungsstraße. Er verläuft ab dem Hauptbahnhof im Südwesten nach Norden, bis an das Autobahnende der Bundesautobahn 66, wo er östlich abknickt und dann anschließend wieder nach Süden läuft.
Anlagenring Der Frankfurter Anlagenring (auch Cityring) besteht aus zwei parallel verlaufenden Ringstraßen, die durch die seit 1804 geschützten Wallanlagen voneinander getrennt sind. Diese entstanden anstelle der Festungsanlagen des 17. Jahrhunderts, die Napoleon schleifen ließ, und umschließen die Innenstadt. Die innere der beiden Parallelstraßen folgt in relativ gerader Linie dem Verlauf der Stadtmauer von 1333, die äußere zeichnet den gezackten Verlauf der barocken Bastionen nach. Die beiden parallelen Ringe werden jeweils im Einbahnverkehr befahren. Der Anlagenring trägt in seinem Verlauf zahlreiche Straßennamen.
Radialstraßen miniatur|Mainzer Landstraße als Grenze zwischen Westend-Süd und Bahnhofsviertel Mainzer Landstraße, von der Taunusanlage bis zur Bolongarostraße Die Mainzer Landstraße ist eine wichtige Verbindungsachse der westlichen Stadtteile mit der Innenstadt. Sie beginnt an der Taunusanlage, in der Nähe der Zentrale der Deutschen Bank, und setzt sich nach Westen (Richtung Mainz) über den Platz der Republik und die Galluswarte (wo sie einen leichten Rechtsknick macht und die S-Bahn unterquert) fort. Am Mönchhof zweigt von ihr die Schmidtstraße rechts ab und führt zum Rebstock und Westkreuz. Sie unterquert kurz darauf die A 5 und setzt durch Griesheim ihren Weg bis nach Nied fort, wo sie nach der Nieder Kirche (Kreuzung Alt Nied und Nieder Kirchweg) – kurz vor der Niddamündung, nachdem sie die Nidda überquert hat – an der Bolongarostraße in Frankfurt-Höchst endet. Die Mainzer Landstraße ist sehr lang, aber mit rund 8.300 Metern Länge doch nur die zweitlängste Straße der Stadt. Noch länger ist nur die Homburger Landstraße.
Bockenheimer Landstraße, vom Opernplatz (Bockenheimer Tor) bis zur Bockenheimer Warte
Eschersheimer Landstraße, vom Eschenheimer Tor bis Alt-Eschersheim Wichtige Ausfallstraße in den Norden. Sie fängt am Eschenheimer Turm an und führt durch die Stadtteile Nordend, Westend, Dornbusch, Ginnheim nach Eschersheim. Die Straße wird fast durchgängig von den Stadtbahn-Linien U1, U2, U3 und U8 befahren (bis zur Miquelallee unterirdisch). Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Eschersheimer nahezu unbebaut, die Bezeichnung als Landstraße war also gerechtfertigt. Mit der Eingemeindung der Stadtteile Ginnheim und Eckenheim entstand zwischen diesen beiden, entlang der Eschersheimer Landstraße die Dornbuschsiedlung. Am Weißen Stein zweigte bis in die 1960er die Heddernheimer Landstraße ab. Mit dem Bau der Maybachbrücke wurde dieser Abschnitt jedoch durch den Straßenzug Maybachbrücke/Dillenburger Straße ersetzt.
Eckenheimer Landstraße, von der Eschenheimer Anlage bis zur Niederbornstraße
Friedberger Landstraße, vom Friedberger Tor bis zur Stadtgrenze mit Bad Vilbel
Hanauer Landstraße, vom Allerheiligentor bis zur Stadtgrenze Bischofsheim Die Hanauer Landstraße, eine der längsten Straßen Frankfurts, beginnt im östlichen Teil der Innenstadt und führt dann als Teilstück der Bundesstraßen 8 und 40 durch die Stadtteile Ostend und Fechenheim in Richtung Maintal und Hanau. Sie war 1765 als Teil eines wichtigen Verkehrsweges zwischen den Städten Frankfurt und Hanau entlang des Mains ausgebaut worden. Die durchgehend vierspurig ausgebaute Straße ist heute vor allem für den Autoverkehr von Bedeutung, in der Mitte der Straße verläuft zudem eine Straßenbahnstrecke. Befinden sich im innerstädtischen Abschnitt noch viele Wohnhäuser, so ist sie im östlichen Teil durch die Gebäude von Industrie- und Gewerbebetrieben (u. a. Cassella-Farbwerke, Neckermann-Zentrale, Autohäuser, Baumärkte) geprägt.
Weitere bekannte Straßen der Stadt Einkaufsstraßen und Sehenswürdigkeiten miniatur|Zeil Berger Straße, Nordend-Ost, Bornheim Eine der beliebtesten Einkaufsstraßen der Stadt. Der Anfang liegt in der Friedberger Anlage am chinesischen Garten des Bethmann-Parks. Sie durchquert die Stadtteile Nordend und Bornheim nach Nordosten. Im alten Ortskern Bornheims hat sie noch dörfliche Prägung. Durch den Bau der Bundesautobahn 661 wurde sie von ihrer Fortsetzung in Richtung Frankfurt-Bergen-Enkheim, der Wilhelmshöher Straße, abgeschnitten und endet für Autos als Sackgasse. Die U-Bahn-Linie U4 folgt der Berger Straße bis kurz vor deren Ende. Drei U-Bahnhöfe liegen unter der Straße.
Braubachstraße, Altstadt Im Jahr 1902 entstandener Straßendurchbruch vom Paulsplatz bis zur Fahrgasse. Der Name leitet sich von einem seit dem Mittelalter verlandeten Seitenarm des Mains ab, dessen Wasser zum Brauen genutzt wurde. Seit einigen Jahren versucht die Stadt die Straße als exklusive Einkaufsstraße zu etablieren. Die Braubachstraße ist Teil der so genannten Altstadtstrecke der Straßenbahn Frankfurt am Main und wird von den Linien 11 und 12 befahren.
Bruchfeldstraße, Niederrad In Ost-West-Richtung durch Niederrad verlaufende Durchgangs- und Einkaufsstraße, die Niederräder Hauptachse.
Freßgass (eigentlich Kalbächer Gasse und Große Bockenheimer Straße), Innenstadt Früher eine wichtige Durchgangsstraße vom Roßmarkt zum Bockenheimer Tor, wurde hier 1977 eine Fußgängerstraße eingerichtet, die nicht nur dem Einkaufen, sondern vor allem dem Essen und Trinken dient.
Goethestraße, Innenstadt Parallel zur Freßgass verlaufende Einkaufsstraße mit großem Angebot an hochwertigen Textilien und Schmuck.
Große Eschenheimer Straße, Innenstadt Verbindung von der Hauptwache zum Eschenheimer Tor. Hier standen das Palais Thurn und Taxis und die Frankfurter Zeitung, später das Rundschau-Haus.
Großer Hirschgraben, Innenstadt Bekannt vor allem durch das Goethe-Haus und das Frankfurter Volkstheater. Hier ist auch der Sitz des Freien Deutschen Hochstiftes und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Kaiserstraße, Bahnhofsviertel 1888 als repräsentativer Boulevard vom Stadtzentrum zum (damals) neuen Hauptbahnhof angelegt, später Synonym für den Rotlichtbezirk im Bahnhofsviertel, heute ein internationaler Mix aus Straßencafés, Pornokinos, Banken und ausländischen Vertretungen, eine der urbansten Straßen in Deutschland.
Königsteiner Straße, Höchst, Unterliederbach Die Hauptverkehrsachse und eine wichtige Einkaufsstraße der Stadtteile Unterliederbach und Höchst. Sie beginnt im Süden an der Bolongarostraße in der Nähe des Mainufers und verläuft dann zunächst ein Stück als Fußgängerzone durch Höchst. Dieser Abschnitt ist die wichtigste Einkaufsstraße im westlichen Stadtgebiet. Ab dem Dalbergplatz ist sie befahrbar und erstreckt sich dann nördlich durch Unterliederbach. Dort ist sie zum größten Teil eine Einbahnstraße. Jenseits der Autobahnunterführung der Bundesautobahn 66, kurz vor dem Main-Taunus-Zentrum, wird sie für einen kurzen Abschnitt zur Bundesstraße 8. Die Straße führt geradlinig und unter gleichem Namen weiter durch die Vororte Sulzbach und Bad Soden bis nach Königstein.
Kornmarkt, Altstadt Ehemalige Hauptstraße in der Altstadt, heute ein Teil der Einkaufscity südlich der Hauptwache.
Liebfrauenstraße, Innenstadt Fußgängerzone, verbindet die Hauptwache mit dem Liebfrauenberg. Die Fortsetzung in der Altstadt ist die Neue Kräme
Leipziger Straße, Bockenheim Bekannte und beliebte Einkaufsstraße in Frankfurt-Bockenheim. Sie beginnt in der Nähe des Campus der Universität an der Bockenheimer Warte und geht an der Ecke Basaltstraße in die schmale Friesengasse über, die den dörflichen Kern Bockenheims durchquert.
Neue Kräme, Altstadt Einst eine der drei Nord-Süd-Verbindungen der Altstadt, heute noch die wichtigste Verbindung von der Hauptwache zum Paulsplatz und zum Römerberg. Älteste Fußgängerzone Frankfurts (seit 1968).
Oeder Weg, Nordend-West Parallelstraße der Eschersheimer und Eckenheimer Landstraße, an der eine Vielzahl von Geschäften und vor allem Gastronomie liegen. Am unteren Ende der Straße, am Eschenheimer Tor, befindet sich ein großes Multiplex-Kino. Richtung Norden wird die Straße dann zu einer Wohnstraße mit vereinzelten kleinen Geschäften und durchgängiger gründerzeitlicher Bebauung. Kurz vor dem Alleenring geht sie in die Eckenheimer Landstraße über.
Schillerstraße, Innenstadt Parallel zur Großen Eschenheimer Straße verlaufende Einkaufsstraße, teilweise Fußgängerzone.
Schweizer Straße, Sachsenhausen-Nord