Das Komitat Háromszék [] () war eine Verwaltungseinheit im äußersten Südosten des Königreichs Ungarn. Verwaltungssitz war Sepsiszentgyörgy.
Das Gebiet liegt heute größtenteils im Kreis Covasna in Zentral-Rumänien.
Geographie mini|links|Karte des Komitats Háromszék um 1890 Das Komitat Háromszék grenzte an Rumänien und die Komitate Csík, Udvarhely, Groß-Kokelburg (Nagy-Küküllő) und Kronstadt (Brassó). Durch das Komitat floss der Olt. Der südliche und östliche Abschnitt werden durch die Karpaten begrenzt.
Beschreibung
Geschichte Wörtlich übersetzt bedeutet Háromszék „drei Stühle“. Das Komitat Háromszék entstand durch die Komitatsreform 1876, als auch die Verwaltungsstruktur Siebenbürgens geändert wurde, aus den drei Szeklerstühlen Kézdiszék, Orbaiszék und Sepsiszék (oft schon zusammen als Háromszék bezeichnet), Teilen des Komitates Felső-Fehér (Exklave Szárazpatak) und weiteren angrenzenden Gebieten gebildet.
Ende 1918 wurde das Komitat von rumänischen Truppen besetzt und kam 1920 durch den Vertrag von Trianon zu Rumänien. Durch den Zweiten Wiener Schiedsspruch kam 1940 für wenige Jahre ein Teil des Komitats zurück zu Ungarn, bei Rumänien verblieben dennoch 791 km² des Gebiets.
Bezirksunterteilung mini|Administrative Gliederung Das Komitat bestand im frühen 20. Jahrhundert aus folgenden Stuhlbezirken (nach dem Namen des Verwaltungssitzes benannt):
Stuhlbezirke (járások) Stuhlbezirk Verwaltungssitz Kézdi Kézdivásárhely, heute Târgu Secuiesc Miklósvár, heute Micloșoara Nagyajta, heute Aita Mare Orbai Kovászna, heute Covasna Sepsi Sepsiszentgyörgy, heute Sfântu Gheorghe Stadtbezirke (rendezett tanácsú városok) Kézdivásárhely, heute Târgu Secuiesc Sepsiszentgyörgy, heute Sfântu Gheorghe
Alle genannten Orte liegen im heutigen Rumänien.
Siehe auch Liste der historischen Komitate Ungarns
Literatur
Weblinks Eintrag im Pallas-Lexikon (ungarisch) Eintrag zum Komitat im Katholischen Lexikon (ungarisch) Eintrag zum Gebiet/Stuhl im Katholischen Lexikon (ungarisch)
Einzelnachweise
Haromszek Haromszek Kategorie:Kreis Covasna