Die Gusen (von germ. *Gusunō ‘Guß, Überschwemmung’) ist ein linksseitiger Zufluss der Donau im Mühlviertel in Oberösterreich.

Die Große Gusen und die Kleine Gusen bilden ab Katsdorf-Breitenbruck den Fluss Gusen. Der Großteil des Gallneukirchner Beckens wird von der Gusen entwässert. Ab dem Katsdorfer Ortsteil Lungitz fließt die Gusen südwärts bis St. Georgen an der Gusen durch das enge Gusental. Bei Langenstein mündet sie in die Donau.

Die Gusen ist 17,5 km lang, zusammen mit der üblicherweise als Oberlauf angesehenen Großen Gusen kommt sie auf eine Länge von 39,8 km. Die Gusen weist Gewässergüteklasse II, kurz vor der Mündung in die Donau II bis III auf (Stand 2007).

Nach dem Fluss ist in Wien seit 1953 die Gusengasse benannt.

Name Die Bezeichnung Gusen ist wahrscheinlich germanischer Herkunft und geht auf die indogermanische Wurzel „gheus-/ghus-“ („gießen“) zurück, zumal im Mühlviertel weitere Gewässernamen wie Mühl, Rodl und Visnitz auf eine frühe Anwesenheit der Germanen verweisen.

Nebenbäche Die Gusen hat ein Einzugsgebiet von 296,2 Quadratkilometern. Die größten Zuflüsse sind: Name Mündungsseite Mündungsort Einzugsgebietin km²Rohrbachrechter QuellbachReichenau13,3Grasbachlinker QuellbachReichenau6,4Teufelsmüllerbachlinks4,7Steinbachrechts17,6Wasserleitenbachrechts3,3MirellenbachrechtsGallneukirchen16,3SchweinbachrechtsSchweinbach6,6Kleine GusenlinksBreitenbruck112,0KlenbachrechtsKatsdorf5,5Thalinger BachrechtsEdtsdorf3,3RedlbachlinksSchörgendorf4,1RetzbachrechtsDahaberg5,8Rieder BachlinksLangenstein22,0

Literatur Kleine Gusen, Große Gusen und Gusen Untersuchung zur Gewässergüte Stand 1992–1995 (= Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Gewässerschutz Bericht 13). 1996 (). Wehrkataster der Gusen und ihrer Zuflüsse (= Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Gewässerschutz Bericht 25). 2001 ().

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