mini|James Saunders James Saunders (* 14. Juli 1946 in Wilmington/Delaware; † 24. August 1996 in Köln) war ein US-amerikanischer Tänzer, Choreograf und Bewegungslehrer.
Leben und Karriere Geboren und aufgewachsen als Sohn von Mary Lee und Major Saunders in Wilmington, Delaware, studierte Saunders Malerei und Bildhauerei am Philadelphia College of Art (bachelor's degree). Im Alter von 22 Jahren begann er 1968 mit dem Ballettstudium an der Schule der Pennsylvania Ballet CompanyArea man member of Pa. Ballet in The Morning News, Wilmington, Delaware 17. Juni 1972 unter Benjamin Harkarvy, Edward Caton und Manuel Héctor Zaraspe. Später war er Schüler von Irene Bartos, Rosella Hightower und Anna Price. 1973 verließ Saunders die Vereinigten Staaten und ließ sich in Europa (Deutschland) nieder. mini|James Saunders 1986 auf Koh Samui mini|Aquarell James Saunders, Porträt Kajo Nelles, 1986 Saunders war Mitglied im Pennsylvania Ballet, in Maurice Béjarts Ballett des XX. Jahrhunderts, im Tanz-Forum Köln und zuletzt Erster SolistDavid Stevens: Giovanni Leads Off New-Look Opera, Ballet, International Herald Tribune, 17. 01. 1978Orpheus und Petruschka leiden gemeinsam, Gerhard Rohde, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. 11. 1978 im Frankfurter Ballett.Hartmut Regitz: Mélisande im Puppenheim in: Die Welt, 11. Januar 1978Dietmar Polaczek: Eifersucht auf die Welt projiziert in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Januar 1978 Er tanzte Hauptrollen in Werken von George Balanchine, Hans van Manen, Heinz Spoerli, Glen Tetley, Christopher Bruce und Talley Beatty.
Nach einer weiterführenden pädagogischen Ausbildung mit Gabriella Taub DarvashGabriella Taub Darvash in New York, beendete James Saunders 1980 seine SolistenkarriereKöperlandschaften in: RheinART, 104/94Dora Sowen: The end of the world, in detail in: Jerusalem Post, Dezember 1994Ruth Eshel: Shivering in: Ha’aretz, Jerusalem, 27. November 1994Tanz verschmilzt völlig mit der Musik in: Ruhr-Nachrichten (Gelsenkirchen), 5. Oktober 1995 und arbeitete u. a. als Gastdozent an der Darvash School in New York. Anfang der 1980er-Jahre wurde er Künstlerischer Direktor der Deutschen Ballett-Bühne e. V,Horst Koegler: Ein Visionär des Tanzes in: Tanznetz. de, 4/2006 dem Gründungsverein der Zeitschrift Ballett International. Dort war er Partner des Verlegers Rolf Garske. 1984 gründete er mit Christiane Ruff und Kajo NellesKajo Nelles die „Tanzprojekte Köln – Kreativität durch Bewegung“.Bringing up Dance, Interview Rolf Garske mit James Saunders, ballett international 07/08/1986 Er brachte tänzerische AmateureWie Laien „Lebenstänze“ üben in: Kölnische Rundschau, 31. März 1982 mit Tänzern und Choreografen zusammen auf die Bühne und verwirklichte seinen ganzheitlichen Ansatz von Kunst wie „Jeder Mensch ist ein Tänzer“Tanzprojekte Köln: Expedition in das Reich der Bewegungsquellen in: Memory, Magazin Kulturwelt Köln, Nr. 2, 1987 oder „Die Vorstellung ist anders als die Vorstellung“. Von 1985 bis 1991 leitete er im eigenen Haus 3-jährige Tanzbildungsprojekte zur Ausbildung von professionellen Tänzern und Tänzerinnen, die maßgeblich zur Entwicklung einer lebendigen Tanzszene in Deutschland beitrugen.
Von 1989 bis 1994 führte er zusammen mit seinem Partner Kajo Nelles die Creating Movement ProjectsEncouraging local groth in: The Citizen, Marilyn Jenkins, Johannesburg, 3. April 1992 in Johannesburg und Soweto durch. Dies war das erste vom Goethe-Institut geförderte Kulturprojekt im südlichen Afrika nach der Aufhebung des Kulturboykotts. Nach seinem Tod stiftete BMW Südafrika ein James-Saunders-Stipendium für junge afrikanische Tanztalente.
Neben seinem regelmäßigen Unterricht in seinem eigenen Studio unterrichtete Saunders an Tanzinstituten u. a. in JohannesburgAdrienne Sichel: Diverse techniques in dance workshop in The Star Tonight, 21. Februar 1991,Soweto, New York, Jerusalem, Osaka, Arnheim, Wien und entwickelte Solowerke für sich und für Tanzkollegen. Neben den Ballettklassen entwickelte Saunders u. a. die Body as Heart-Übungen; eine vorbereitende Übungsreihe für das Tanztraining.
Bei seiner Performance Basstanz – Bilderwelten mit dem Bassisten Enrique Díaz, auf der Freitreppe im Foyer des Museum Ludwig in Köln, verunglückte Saunders am 24. August 1996 tödlich.Tödlicher Unfall bei Performance. In: Neues Deutschland. 26. August 1996. James Saunders fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Gracelawn Memorial Park, Delaware in den USA. Sein Nachlass befindet sich im Deutschen Tanzarchiv Köln.
Nachwirkung Seit dem Herbst 2024 setzt sich eine Initiative für die Umbenennung der Wißmannstraße in Köln in James Saunders Straße ein.Überprüfung der Kölner Straßennamen - James Saunders Straße, abgerufen am 4. Februar 2025. Der Initiative mit den meisten Unterstützern aller eingereichten Namensvorschlägen folge das wissenschaftliche Gremium nicht. Die Wißmannstraße wird nach der bekannten Friedensaktivistin Fasia-Jansen-Straße benannt.
Die Wim Wenders Stiftung verleiht ein Stipendium an die Nachwuchskünstlerinnen Hildegard Alina Oehler und Valerie-Malin Schmid für die Recherche zu ihrem experimentellen Dokumentarfilm „Echoes of Movement“ über den Tänzer James Saunders.Verleihung 11. Wim Wenders Stipendium: Film- und Medienstiftung NRW vergibt 100.000 Euro für fünf außergewöhnliche Projekte, abgerufen am 4. Februar 2025.
Auszeichnungen 1996 erhielt er für sein Lebenswerk post mortem den Kölner TanztheaterpreisTheaterpreise: Es ist doch „Kunst“ in: EXPRESS, 4. Dezember 1996 von der SK-Stiftung Kultur, Köln, den sein Partner Kajo Nelles entgegennahm.
Werke (Auswahl) 1976 The unanswered question 1977 Animus (mit einer Komposition von Volker Blumenthaler) 1979 Horla (mit Ilka Doubek) 1980 Birds (mit Mitgliedern des Ballets Basel) 1991 Songs 1991 Aura (mit body sculptures von Noam ben Jacov)Posen in Zeitlupe in: Kölner Stadtanzeiger (KSTA) 22. Oktober 1991 mini|Letzte Ruhestätte 1994 Eye (mit einer Skulptur von Martin Schilken)An den Grenzen von Raum und Zeit, Sw. Amano Wilfried in: Osho Times, Juni 1995 1995 Wanderer - Spaces like Home (mit einer Komposition von of Mashiro Miwa)Lachend aus dem Grabe in: RheinART, November 1995 1996 Basstanz (mit Jean-Claude Jones, Nicolaus Hoffmann, Enrique Dias and Peter Kowald)Der Rückzug auf den eigenen Körper. Kölner Stadtanzeiger, 9. Februar 1996 1996 Observation Suite
Literatur Kajo Nelles: James – Leben, Werk und Visionen des Tänzers, Choreographen und Bewegungslehrers James Saunders. Königsförde 1999, ISBN 3-933939-10-0. James Saunders, Herausgeber: Kajo Nelles: Body as Heart - Übungen für Tanz und Alltag, Köln 1996 / 1997
Weblinks
Biographie und Fotos, vom Deutschen Tanzarchiv Köln
Videoarchiv James Saunders https://mobballet.org/index.php/2021/07/06/james-saunders/
Einzelnachweise
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