Johannes Gees (* 17. Februar 1960 in Romanshorn, Bodensee) ist ein Schweizer Installations- und Performancekünstler sowie Medienproduzent.
Biografie mini|Ansicht der Ausstellung "contratiempo", Cris Faria und Johannes Gees, 2019, Galerie Laleh June, Basel. Johannes Gees wurde in Romanshorn am Bodensee (Schweiz) als Ältester von drei Brüdern geboren. Er ging dort zur Schule und studierte anschliessend von 1980 bis 1985 Ethnologie und Geschichte an der Universität Zürich. Parallel dazu begann er eine Karriere als Rockmusiker und gründete mehrere Bands, darunter „Sarah Röben“ und die „Scuba Divers“, gab über hundert Konzerte und nahm mehrere Schallplatten und CDs auf. Daneben begann er sich für Fotografie und grafische Gestaltung zu interessieren und arbeitete für verschiedenen Medienunternehmen als Redaktor, Bildredaktor Grafiker und Art Director. Ab Mitte der Neunzigerjahre arbeitete als Entwickler von Websites und entdeckte das Internet als Mittel des künstlerischen Ausdrucks.
Er gelangte über Umwege zur Kunst und hat sich seit 1999 einen internationalen Namen geschaffen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören communimage, (1999), hellomrpresident (2001) und helloworldproject (2003). Seine Arbeiten umfassen interaktive und kollaborative Laserprojektionen, fotografische Arbeiten, Videoinstallationen und interaktive LED-Installationen. Johannes Gees interaktive Arbeiten, in welchen sich Medien- und Kommunikationstechnik (Internet, SMS, Webcams) und Landschaften zu faszinierenden kollaborativen Happenings verbinden, fanden bereits in Davos, New York, Rio de Janeiro, Mumbai (Bombay) und Genf statt. Für die Schweizer Landesausstellung „Expo.02“ entwickelte Gees 1998–2000 die Website. 2001–2002 war er mitverantwortlich für das Projekt „Arteplage mobile du Jura“. Von 2004 bis 2008 war er mitverantwortlich für die Redaktion und den Betrieb der Kurzfilm-Plattform www.agent-provocateur.ch. Im Jahr 2012 gründete Gees zusammen mit dem Künstler und Designer Jürg Lehni und der Kulturproduzentin Rea Eggli die erste Schweizer Crowdfunding-Plattform Wemakeit.https://wemakeit.com 2018 gründete er die Crowd Investment-Plattform oomnium.com, welche 2023 online ging. Im April 2019 lancierte er zusammen mit dem Schweizer Künstler und Programmierer Kelian Maissen „kleee02“, ein pionierhaftes NFT-Projekt auf der Ethereum Blockchain. Seit 2016 arbeitet der Künstler wieder vermehrt analog und benutzt Holz, Baumwolle und Seide für seine Arbeiten.
Ausstellungen mini|Laserprojektion eines Kleee02-NFT's, Juni 2019, Zürich 2005: communimage, San Francisco, Galerie Southern Exposure 2006: „Interfacing Landscapes“, Kreuzlingen, Kunstraum Kreuzlingen 2006: „The Christchurch Menetekel“, Scape 2006 Biennial for Art in Public Space, Christchurch NZ 2006: „My god Is A Good God“, Kunst '06 Zurich, Zürich 2007: „Augenzeugen: Bilder von Krieg, Globalität & Blogs.“ Pfäffikon (SZ), Seedamm-Kulturzentrum, 2007. Mit Jules Spinatsch, Uwe Wittwer. 2007: „Procession Flottante“, in: Emotional Landscapes, Fribourg, Fri-Art Centre d'art contemporain 2007: Werk- und Atelierstipendien der Stadt Zürich; Helmhaus, Zürich 2008: „Stille Einkehr“, in „Fuga Saeculi“, Cabaret Voltaire, Zürich. 2008: „My God Is God Himself“, Cinq Salons, Haus zum Garten, Zürich 2008: „Salat“, Shifting Identities, Kunsthaus Zürich 2008: „Die Neuerfindung der Alpen“; Pfäffikon (SZ), Seedamm Kulturzentrum. 2008: Moralische Phantasien, Kunstmuseum Thurgau, Frauenfeld 2008: „Salat“, Prix Ars Electronica Exhibition, OK Zentrum, Linz 2009: „Salat“, Shifting Identities, CAC Vilnius 2009: „Communimage“, The Art Of Participation, 1950 to now; San Francisco, SFMOMA. 2009: „War Fashion“, Schmuck Inc Galerie, Zürich 2009: „Le jardin des mots perdus“, EVENTO, Biennale de Bordeaux, Frankreich 2009: „Final Fantasy“; Zürich, Bern, Locarno, Basel, Glarus, Frauenfeld 2009: „My God Is God Himself“, Tina_b Festival, Prag 2009: Evento, Bordeaux: "Le jardin des mots perdus" 2010: „Schisma“, Winterthurer Lichttage, Winterthur 2010: „Im Anfang war das Wort“, Theatinerkirche, München 2018: dorarigautruc, Maison Marienia, Guethary F 2020: "Gherkinship", Galerie Laleh June, Basel 2022: Kleee02, Tankkeller, Egnach 2023: Haus zur Glocke, Steckborn
Arbeiten mini|240px|IMAGINE. Laserprojektion/Fotografie aus: Helloworld Project, UNO-Hauptgebäude, New York 2003 1983: Gründung der Band „Sarah Röben“, diverse Konzerte und Schallplatten. 1986 aufgelöst. 1987: Gründung der „Scuba Divers“; R&B-Band, Diverse CD-Veröffentlichungen und Konzerte, bis 1992 1997: Filmmusik „Übers Boxen“; Kurzfilm von Men Lareida, SGKZ Zürich 1999: communimage, Kunst-Projekt für die Expo.02 2001: hellomrpresident interaktive SMS-Internet-Laserinstallation während des World Economic Forum. 2003: The Helloworld Project Medienkunstprojekt, Genf (im Rahmen des UN World Summit on the Information Society, 9.–12. Dezember) 2005: PingPong, Interaktive LED-Installation 2006: Interfacing Landscapes, Performances und Projektionen in Zürich, Albigna, Oberwangen, Kreuzlingen, Romanshorn, Davos 2006: Interfacing Landscapes 2006: The Christchurch Menetekel Teilnahme an der Biennial for art in public space, Christchurch, NZ 2006: Migration Manifesto, Installation, Como-Chiasso (Grenzübergang) 2007: Salat, Aktion, Zürich 2007: Words #2, Installation, Alte Papierfabrik, Horgen 2010: I Want You, Laserprojektionen mit Musik von Filewile, Museumsnacht, Westside, Bern 2010: „Schisma“, Lichtobjekt, Lichttage Winterthur 2012: „Schisma“, Lichtobjekt, Kunstmuseum Olten
Weblinks Persönliche Website Medienspiegel Botschaften aus Licht – die spektakulären Laserprojektionen des Johannes Gees, Schweizer Fernsehen, Kulturplatz vom 22. Februar 2006 kleee02
Einzelnachweise
Kategorie:Performancekünstler (Schweiz) Kategorie:Installationskünstler (Schweiz) Kategorie:Medienkünstler (Schweiz) Kategorie:Bildender Künstler (Zürich) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Mann